Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1053766
Giordano , Stefauo 
Giorgio di Martina, Francesco di. 
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Wien: den Erzengel Michael, der die hoifärtigen Engel stürzt (bez. Jordanus 
F. 1666); den bethlehemitischen Kindermord; die Geburt Christi; die Geburt 
Mariäfs; den heil, Joachim, der von einem Engel die Verheissung empfängt, dass 
seine Gattin, die heil Anna, eine Tochter bekommen werde; Anna und Joachim, 
die ihre Tochter, die heil. Maria, dem Herrn weihen; die Vermählung Marien's mit 
Joseph; die Heimsuchung Mariäfs; den Tod der heil. Jungfrau; den heil. Joseph, 
der, im Schlafe liegend, vom Engel zur Flucht ermahnt wird; den heil. Joseph auf 
dem Sterbebette; die Verstossung der Hagar und die Marter des heil. Bartholomäus. 
Giordano hat auch mit leichter und geistreicher Nadel im Geschmack Seines 
ersten Lehrers, des Ribera, in Kupfer radirt. Man kennt jedoch nur 6 Blätter von 
ihm; das Opfer des Elias; die Ruhe in Aegypten; Christus lehrt im Tempel; Maria 
mit dem Leichnam Christi; die Ehebrecherin vor Christus und die heil. Anna. 
Literatur. Bern. de' Dominici, Vite de' pittori, scultori ed architetti Nepolezani. Napoli, 1742.  
Musen Fiorentino, woselbst auch sein Porträt im Stich zu finden ist.  Bermudez, Diccionario 
historico de los mas illustres professores de las bellas artes in Espafxa.  Lanzi, Geschichte der Malerei 
in Italien.  Fiorillo, Geschichte der Malerei in Italien und Spanien.  Kugler, Handbuch der 
Geschichte der Malerei. 
Giordano, Stefano, ein Maler aus Messina, der seine Kunstbei Polidoro da 
Caravaggio erlernte und in dessen Stylhzltrbeiältet Sgin gogziigglichstes gzerk. 1:) 
das 1541 von ihm gemalte grosse Abendma ini os er es ei  regor zu eSSm  
Giorgetti, Giacomo, ein Maler aus Assisi, der die Anfangsgründe der Kunst 
namentlich in der Zeichnung zu Rom erlernte, sich aber später im Colorit nach Lan- 
franco, der mit Ann. Caracci 1600 nach Rom gekommen war, ausbildete und 
sich besonders in Wandmalereien auszeiclinete. In einer Kapelle des Doms seiner 
Vaterstadt ist ein Wandgemälde mit vielen Figuren von auchlän der S313???) 
der Conventualen daselbst sieht man mehrere Bilder aus dem e en der aria, e en a _s 
auf Kalk gemalt. Seine Gemälde sind gut in der Färbung und ausgeführter, als dle 
seines Lehrers; dagegen vermisst ma-ndin säinefniiguäen zliäf oft ein Sschones Iälbeiglämsr; 
Gior io, ein Maler aus Florenz, en ra ma eus  von avoyen n 
Hof Ing, woselbst wir ihn 1314 im Schlosse von Chambery thät-ig finden. Die Nach- 
richten über ihn reichen bis 1325 , wo er in Pinarolo arbeitete.    
Giorgio, Antonio di, ein sehrsgeschickter Iggenieur und Saumeilsägrlgllelgiomäs 
Ferdinand I. von Neapel, der aus ettignano ge iirtig war un um ü e.. 1' 
stand so hoch in der Gunst des Königs, dass er nicht allein alle Bauten des Reichs, 
Sondern aucä allg beiäeuäenden Angelegenheiten des Stiates lejigc-zste. t 1550 Hld t 
Giorgio, use io i an, ein Maler aus Perugia; ge .um , gßS . , 1 e e 
sich in der Schule des P. Perugino und malte 1501 mit Fiorenzo di Lorenzo und 
Berto di Giovanni die Trompeterfähnchen des Magistrats seiner Vaterstadt. A115 
etwas späterer Zeit ist seine Anbetung der Könige in S. Agostino in Perugia, 8111 
lebendig concipirtes und kräftig gemaltes Bild. Vom Jahr 1507 sind zwei Fresken 
im Kreuzgang von S. Damiano zu Assisi, eine Verkündigung und der heil. Elranz, die 
Wundmale einpfangend, schön gedachte Gemälde voll Leben und grossartige? Hab 
Wng. Eine vorzügliche Altartafel, die thronende Maria mit mehreren Helllgßn, am 
Sockel einige Scenen aus dem Leben des heil. Antonius, in der Kirche S. Francesco 
Zll Matelica unweit Fabriano mit der Jahrszahl 1512 zeigt ein glückvlächis Sifnjibeflclll: 
der Richtun des Lionardo da Vinci und Raphael. Spätere er e sin_ m 
bekannt, obggleich Eusebio noch lange lebte. Im Jahre 1527 wurde Eußßblü Zum 
Mitglied des Stadtraths der Hunderte erwählt.  
Giorgio di Martina, Francesco di, ein berühmter sienesisclier Baumeister, auch 
Bildhauer und Maler, geb. um 1423 zu Siena, gest. um 1506, durfte sich in seiner 
Jugend nicht denjenigen Studien und Beschäftigungen widmen, W01" Nßlglmg und 
Talente ihn hinzogen, sondern musste durch ein Handwerk seinen Lebensllflterllalü 
sich erwerben, bis es ihm gelang, sich Bahn zu brechen und sich zum tuchtigen 
Meister in verschiedenen Kunstfächern emporzuschwingen. Wer S81?! Lehrer gewesen, 
ist bis jetzt nicht ermittelt; eine unbegründete Meinung nennt Brunelleschi , nach 
einer anderen unerwiesenen Angabe soll es ein gewisser Luca da Siena gewesen 
Müller, Künstler-Lexikon. II. 15
        

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