Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1053693
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Gioja , Gaetano 
Gionimo , Simons. 
widmete. Zwei spätere Ausgaben von 1513 und 1523 sind dem Giuliano de' Medici 
gewidmet. Er emendirte auch den Frontino de aquaeductibus, und gab denselben 
wegen der Verwandtschaft der Gegenstände als Anhang zum Vitrnv heraus. 
Literatur. Vasari, Leben der ausgezeichnetsten Maler, Bildhauer und Baumeister.  Quatremere 
de Quincy, Dictionnaire historique d'Architecture. 
Gioja, Gaetano, ein Maler aus Rimini , der sich in Florenz und Rom bildete, und 
unter den Meistern des gesunkenen Geschmacks im letzten Viertel des vorigen Jahr- 
hunderts immerhin noch genannt zu werden verdient, wegen dem Ernst und dem 
Studium, die aus seinen Werken blicken. Er malte Bilder aus der Geschichte, Mytho- 
logie, aus der Bibel und der Legende, die heute noch wegen der Lebhaftigkeit des 
Colorits und der Harmonie der Tinten gefallen. 
Gißjü, 110111111850 del, ein Maler, der um 1565 in Florenz arbeitete. 
GiOIHIIO, NZIOOOIÖ , ein Maler aus Verona, der die Kunst bei seinem Vater, Paolo 
Giolfino , einem geschickten Frescomaler, erlernte, um 1530 blühte und der Lehrer 
des Paolo Farinato wurde. Seine künstlerische Thätigkeit schliesst sich der Rich- 
tung der venetianischen Malerei in der ersten Zeit des Tintoretto an. Die Ge- 
stalten in seinen Bildern haben eine eigene Grossartigkeit und im Ausdruck zugleich 
eine anziehende Milde. In Zeichnung, Anordnung und Charakter beobachtete er 
noch die Strenge der Meister des 15. Jahrhunderts , seine Farben aber sind anmuthig 
und gut zusammengestellt. Zu Verona findet man heut zu Tage noch viele Bilder 
von ihm. Die Kapelle der Familie Peres in der Kirche S. Bernardino daselbst 
schmückte er mit Fresken aus dem Leben des heil. Franz, die noch ziemlich gut  
erhalten sind. Auch einen Christus vor Pilatus sieht man von ihm in der Capella dei 
Torri ebendaselbst. Die Kapelle der heil. Helena in derKirche S. Maria in Orgagno 
zu Verona wurde ebenfalls durch Giolfino mit Fresken verziert. In der Kirche 
S. Anastasia ist ein schönes Altarbild von ihm: die Ausgiessung des heil. Geistes 
darstellend. Auch im Pal. del Consiglio seiner Vaterstadt verwahrt man noch Bilder 
des Künstlers.  
Ausser Verona sind seine Gemälde selten. Im Museum zu Berlin zeigt man 
jedoch ein sehr interessantes Bild von ihm: die auf Wolken thronende Maria, mit dem 
Kinde auf dem Schoosse, wird vom Glauben, in der Gestalt eines jungen Mädchens, 
getragen; rechts: die Hoffnung, die zur Maria emporileht, links: die Liebe auf der 
Linken eine Flamme haltend; oben Cherubim und Seraphim; unten Jacobus, der 
jüngere, und Johannes , der Evangelist, zwischen beiden das Bildniss des Donators. W 
Nebenstehendes Monogramm trifft man zuweilen auf seinen Bildern. 
GiOItO  oder Gi0lit0  (11 Ferrari, R. Gabriel, ein Buchdrucker und Formschneider, 
der um 1550 zu Venedig arbeitete und den Orlando furioso mit Figuren herausgab. 
Literatur. Heller, Geschichte der Holzschneidekunst. 
GiOIIIO, il del Soddoma, ein Maler, der sich in der Schule des Sodoma bildete, 
aber jung StaTb- 
Gioncoy, Michel, ein Maler aus Tournay, der zu Rom studirte, in Gemeinschaft 
mit B. Sprangef, Seinem Studiengenossen, mehrere Bilder ausführte und 1600 in 
der Blüthe seiner Jahre starb. 
GiOnimO, AIItOIIiO, ein Maler, der Sohn des Simone Gionimo, geb. 1697 zu 
Padua, gest. 1732 zu Bologna, empfing den ersten Unterricht in der Kunst von 
seinem Vater, bildete sich aber dann bei Milani und Crespi Weiter. Er starb jung, 
hinterliess jedoch in Bologna Arbeiten , die der geistreichen Erfindung und des, 
frischen Colorits wegen sehr hoch gehalten werden. Sein Martyrium des heil, Florian 
stach Mattioli in Kupfer. Ein grosses Bild, Haman darstellend, zeigt man im Zim- 
lner Ranuzzi, wo es sich selbst neben bedeutenden Bildern geltend macht. 
Gionimo, Simone, ein Maler, der Vater des Antonio Gionimo , geh 1655, war 
von Geburt ein Dalmazier, und erhielt den ersten Unterricht in der Kunst von seinem 
Vater Jacopo, bildete sich aber später bei Cesare Gennari weiter aus. Er 
begab sich in der Folge nach Wien, wo er gut aufgenommen wurde und lange Zeit 
arbeitete. Seine Bilder erinnern an die Manier des Guer cin o.
        

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