Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1053595
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Gibson , Richard 
Giesmann. 
irdische Liebe im Kampfe mit der himmlischen; Amor, als Hirte verkleidet, verlangt 
Einlass; Amor, von Venus geschulten, weil er sich an's Glück hängt; die Marmor- 
statue der Königin Viktoria im Buckinghampalaste zu London (1847), bei welcher 
die Gewandung und die königlichen Attribute in antiker Weise bemalt sind. 
GibSOn, Richard, wegen seiner Gestalt auch Gibson, the dwarf, (Gibson, 
der Zwerg) genannt, ein seiner Zeit sehr beliebter englischer Maler, geb. 1615, 
gest. 1690, kam "zu Franz Cleyn in die Lehre und machte unter dessen Leitung 
so grosse Fortschritte, dass er bald für seine Leistungen durch König Karl I. von 
England ausgezeichnet wurde, der ihn hierauf öfters beschäftigte. Nach dem Tode 
dieses unglücklichen Königs setzte er seine Arbeiten in der 0e1- und Miniaturmalerei 
ununterbrochen fort, und dass diess mit gleichem Erfolg, wie unter dem früheren 
Hof, geschehen, beweisen mancherlei Bildnisse, die er von Cromwell malte, und 
wozu ihm dieser seiner Zeit selbst gesessen. 
Gibson, Susanna Penelope, Malerin, die Tochter des Richard Gibson, geb. 
1652, gest. 1700, erwarb sich durch ihre Aquarell- und Miniaturmalereien vieles 
Lob. Ein Hauptwerk von ihr ist das Bildniss des Bischofs Burnet im Gewande des 
Kanzlers vom Hosenbandorden. 
Gibson, Thomas, wahrscheinlich ein Nachkomme des Richard Gibson, gest. 
1751 zu London, war ein sehr geschätzter Porträtnialer seiner Zeit, der eine grosse 
Anzahl sehr ähnlicher Bildnisse hervorragender Zeitgenossen hinterlassen. 
Gibson, William, der Netle Richard Gibson's, geb. 1644 zu London, gest. 
daselbst 1702 , beschäftigte sich nur mit der Miniaturrnalerei, und es wird besonders 
von ihm gerühmt, dass er Lely's Gemälde vortrefflich copirt habe. 
Gierdegom, JOSGPh Francois van, Architekt, geb. 1760 zu Brügge, Professor 
an der dortigen Akademie, hat sich durch verschiedene, nach seinen Entwürfen er- 
richtete Bauten in seiner Vaterstadt und deren Umgegend einen geachteten Namen 
erworben. 
Giese, Gerhard und Rütger, Brüder, Bildschnitzer und Maler, von denen wahr- 
scheinlich der höchst ausgezeichnete aus Eichenholz geschnitzte Altar im linken 
Seitenschilf der Kirche zu Calcar herrührt. 
Giesmann, Friedrich, Historienmaler, geb. zu Leipzig 1810, gest.1847 zu 
München, der Sohn eines Bildhauers und Formschneiders, sollte sich dem Berufe 
seines Vaters widmen und besuchte zu diesem Behufe die Akademie seiner Vaterstadt, 
woselbst er sich bald unter der Leitung des damaligen Direktors, Veit Hans 
Schnorr von Carolsfeld, sehr vortheilhaft auszeichnete. Bald jedoch üng sein 
Vorsatz, sich der Bildhauerei zu widmen, zu wanken an, und er gab sich mehr und 
mehr der in ihm vorherrschend gewordenen Neigung zur Malerei hin. Glückliche 
Naturstudien, besonders nach wilden Thieren aus einer eben in seiner VaterSfadt 
anwesenden Menagerie, zogen bald die Aufmerksamkeit auf sein emporblühelldeS 
Talent und fanden durch den Ankauf der ganzen Sammlung dieser Zeichnungen durch 
den vorigen König von Sachsen eine schöne Aufmunterung. Mit nicht minder günsti- 
gem Erfolge versuchte sich Giesmann auch in der Bildnissmalerei und Seine trefflich 
charakterisirten Porträts verschafften ihm ehrenden Beifall und zahlreiche Aufträge. 
Nach einem zweijährigen Aufenthalte in Dresden, wohin ihn die dortigen reichen 
Kunstsammlungen geführt hatten, begab sich Giesmann 1832 nach München, um 
sich dort ausschliesslich der Geschichtsmalerei zu widmen. Das grossartige künst- 
lerische Treiben, das, hervorgerufen durch die glänzenden Aufträge König LudwigS, 
dort herrschte, brachte Giesmann binnen kurzer Zeit auf dem Wege seiner Aus- 
bildung rasch vorwärts.  
Sein durch regen F leiss gefördertes Talent setzte ihn bald in den Stand, an der 
künstlerischen Ausschmückung des reizenden LandsitzeS des dßmaligen KmPPTinZen 
von Bayern, des Schlosses Hohenschwangau, mitwirken zu können. Es wurde ihm 
die Ausführung mehrerer Wandgemälde, nach COIIIPOSIÜÜIIQII von M. v. Schwind 
und Chr. Ruhen, übertragen, und er hatte während der Arbeit hinlänglich Gelegen" 
heit, sich mit der Technik der enkaustischen Malerei vertraut zu machen, sich auch
        

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