Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1053584
Gibelin 
Gibson , John. 
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sind sein Werk. Die von ihm ferner 1'747 erbaute Bibliothek des Dr. Radclife zu 
Oxford, ein reich mit Säulen verziertes Rundgebäude, imponirt durch die stattliche 
Masse und erhöht dadurch die Mannigfaltigkeit des malerischen Eindrucks der Gegend, 
worin sie steht.  
Im Jahr 1728 gab Gibbs einen grossen Band heraus mit Kupferstichen nach 
seinen Zeichnungen zu verschiedenen von ihm entworfenen Gebäuden, die an den 
durch Jnigo Jones in England eingeführten Geschmack, in Palladio's Com- 
positionsweise zu bauen, erinnern. 
Literatur. Fiorillo, Geschichte der Malerei in Grossbritaunien.  Quatremere de Quincy, 
Dictiounaire historique d'Architecture. 
Gibelin, AIItOiIIG Esprit, Historienrnaler, geb. zu Aix 1739, gest. 1814, bildete 
sich in Italien und führte nach seiner Rückkehr in die Heimath im Aeusseren und 
Inneren von Kirchen und Palästen Gemälde al fresco im Styl der damaligen Zeit aus. 
Er malte indessen auch Stalfeleibilder in Oel 
Einige von ihm herausgegebene archäologische Schriften sind so ziemlich 
werthlos. 
Giberti, Antonio, ein Zeichner und Kupferstecher aus Mailand, der sich unter 
Longhi bildete und mit Auszeichnung genannt wird. Wir kennen von ihm: die 
Darstellung Jesu im Tempel, nach B. Luini's Bild in Saronno (1815), und Simeon 
im Tempel. 
Gibertoni, P8010, ein Maler aus Modena, der um 1760 in Lucca arbeitete, und 
Dekorationen,-in grottesken Wandbildern, die er mit allerlei geistreich gemalten 
Thierchen ausstattete, sowie in Landschaften Sehr gerühmt wird. 
Gibson, Edward, ein Porträtmaler in Oel- und Pastellfarben, der Sohn des Rich. 
Gibson, starb in der Blüthe seines Alters im 33. Jahre.  
Gibson, John, einer der beliebtesten und bedeutendsten englischen Bildhauer der 
Gegenwart, geb. 1791 zu Conway, studirte zu Rom, anfänglich von 1817 an, unter 
Canova, dann von 1822 an unter Thorwaldsems Leitung und hielt sich daselbst 
bis 1844, fast dreissig Jahre, auf, während welcher Zeit er eine bedeutende Reihe 
mehr oder minder anmuthiger und mit Beifall aufgenommener Werke schuf. Mit 
einem bedeutenden technischen Talente begabt, schloss sich der Künstler jener 
Gattung der Plastik an, welche durch Canova vorzugsweise gepüegt worden und 
die bei seinen Landsleuten so grossen Anklang gefunden, der Richtung auf die 
Porträtdarstellung und das Genre. Nicht als ob sich Gibson dem Studium und der 
Behandlung antiker Stoffe verschlossen hätte, im Gegentheile beurkundet er in seinen 
Darstellungen aus der Mythologie eine lebendige Grazie und ein reines und feines 
Formgefühl, auch weiss er sich oft selbst beißildnissiiguren von der Herrschaft 
antiker Gewandung nicht frei zu machen; sondern sein ganzes Streben geht mehr 
auf genreartige Behandlung idealer Stoffe oder poetischerSituationen aus dem Leben, 
zielt mehr nach Erreichung jener eleganten Glätte und Weichheit, welche durch 
Canova einen bestimmenden Einfluss auf die englische Sculptur überhaupt ausgeübt. 
So veranschaulicht uns namentlich sein Amor mit dem Sohmetterling"', jenes an- 
muthige , trefflich ausgeführte Marmorwerk, die zarte Formenschönheit, mit welcher 
Gibson Gegenstände dieses idealen Genres zu behandeln wiisgte_ 
Zu seinen schönsten Werken gehören: eine Nymphe, welche sich die Sandale 
bindet (1833); eine Gruppe, Psyche von Zephyren getragen; ein Liebosgott; 
Mars und Amor in der Kunstsammlung des Schlosses Chatswoyth; eine Statue des 
Narciss; ein Schutzengel, der einen Wanderer in männlichem Alter auf den gefahr- 
vollen Weg des Lebens führt, Relief für ein Grabmal in der Kirche St. Nikolaus in 
seiner Geburtsstadt (1840); eine verwundete Amazone (1840); das Standbild des 
MlDiSteTS Huskisson zu Liverpool (1843); ein Jäger mit dem Hunde (1844); Aurora, 
dem Meer entsteigend, Statue; die Bildnissstatue der Miss Murray; Hylas mit den 
Nymphen, Gruppe; Flora als blurnenspendender Frühling (1846); Psyche auf dem 
Ruhebett, Amor zu ihren Füssen, Relief; Amor von Venus geliebkost, Relief; die 
 " Abgeb. in den Denkmälern der Kunst. Atlas zu Kuglers Haudb. der Kunstgesch. Taf. 118A., Fig. 2.
        

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