Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1053497
198 
Ghiberti, Vettorio, der jüngere 
Ghirlandajo, Domenico del. 
seinem Vater bei seinen Arbeiten. Er vollendete unter Anderem die von Lorenzo 
begonnenen Verzierungen der Einfassung und des Gesimses zu der ersten von Andrea. 
Pisano gefertigten Bronzethüre am Baptisterium zu Florenz. 
Ghiberti, Vettorio, der jüngere, der Sohn des Buonacorso und Enkel des 
Vettorio Ghiberti, des älteren, trieb zu Vasari's Zeit Malerei und Sculptur, 
allein, wie es scheint, nicht mit allzugrossem Erfolg. 
Ghidone, Galeazzo, ein Maler aus Cremona, der zu Ant. Campi in die Schule 
ging und um 1598 blühte, wegen andauernder Kränklichkeit jedoch nur wenig 
Gemälde hinterliess. Unter anderen Bildern von ihm soll besonders seine Predigt 
Johannes, des Täufers, in S. Mattia zu Cremona Kennern Wohlgefallen haben. 
Ghigi, Teodoro, ein Maler aus Mantua, daher auch Teodoro Mantovano ge- 
nannt, bildete sich in der Schule des Giulio Romano, und machte sich hier mit der 
Behandlungsweise des Meisters so bekannt, dass der Herzog von Mantua. nach dem 
Tode des Letzteren mehrere von demselben angefangen hinterlassene Bilder in der 
Stadt und auf seinen Villen durch seinen Schüler vollenden liess. 
Ghirlandajo, Benedetto del, Maler, der Bruder des Domenico Ghirlandaj o, 
geb. 1458 zu Florenz, gest. 1498, erlernte die Kunst bei seinem Bruder, und übte 
anfänglich die Miniaturmalerei. Er musste dieselbe jedoch seiner schlechten Augen 
wegen schon frühe aufgeben und half von nun an seinem Bruder bei dessen grösseren 
Werken. Längere Zeit soll er sich auch in Frankreich aufgehalten und sich dort 
beträchtliche Reichthümer erworben haben. Im Louvre zu Paris wird ihm ein Bild: 
Christus auf dem Weg nach der Richtstätte , zugeschrieben.  
Ghirlandajo, Davide (181, Maler, ein Bruder des Domenico Ghirlandajo, 
geb.'zu Florenz 1460, gest. 1525 , war ein Gehülfe seines Bruders; es sind von ihm 
aber "keine bedeutendere selbstständige Arbeiten bekannt. Nach dem Tode von 
Domenico soll er sich fast ausschliesslich der Musivarbeit gewidmet haben. Vasari 
führt von ihm ein Cruciiix, zu dessen Füssen die h. h. Benedict und Romuald stehen, 
im Garten des Klosters degli Angeli zu Florenz; eine Verkündigung in Mosaik im 
Bogen einer Thüre von S. Annunziata daselbst, und ein sehr gerühmtes Mosaikbild, 
die Madonna von Engeln umgeben, für den König von Frankreich ausgeführt, an. 
Ghirlandajo oder Grillandajo, Domenico (181, einer der ausgezeichnetsten Maler 
seiner Zeit, geb. zu Florenz 1449, gesmdaselbst 1498, hiess eigentlich nach seinem 
Vater, der sich Tommaso di Currado di D060 Bigordi schrieb, Domenico di Tom- 
maso di Currado di Doffo Bigordi. Der Beiname Ghirlandajo ging auch auf 
den Sohn vom Vater über, der ein seiner Zeit sehr geschätzter Goldschmied gewesen, 
und von den Guirlauden, welche er zum Kopfschmuck der liorentinischen Mädchen 
auf eine seiner Zeit höchst beliebte Art zu verfertigen verstand, so zubenannt worden. 
Domenico war anfänglich ebenfalls für die Goldschmiedekunst bestimmt; es kündigte 
sich in ihm aber frühzeitig ein bedeutendes Talent für idie Malerei an, indem e1' Schon 
als Knabe in des Vaters Laden die Vorübergehenden sprechend ähnlich zu zeichnen 
wusste. 0 Als sein Lehrer in der Malerei wird Alessio Baldovinetti genannt, 
doch überliügelte er denselben binnen kurzer Zeit bei Weitem; mehr scheint indessen 
die Kunstweise deS COSiIIIO Ros elli einen entscheidenden Einiiuss aufihn ausgeübt zu 
haben. Seine ersten Malereien fertigte er in der Kapelle der VeSPuccl in Ogllissanti 
zu Florenz, wo  er den todten Christus mit Heiligen und oberhalb eines Bogens eine 
Barmherzigkeit, wobei er das Bildniss des Amerigo Vespucci anbrachte, nach Welchem 
später der neue von Colombus entdeckte Erdtheil genannt wurde. ßllbfaßllte. (Diese 
Bilder sind 1616 überweisst worden). Durch diese und alldem WeTke erwarb er 
sich einen so ehrenvollen Namen als Künstler, dass er von Papst Sixtus IV. nach Rom 
berufen wurde, um dort in Gesellschaft anderer Künstler die unter jenem erbaute 
Sixtinische Kapelle mit Fresken zu schmücken.' Er malte dort um 1474_1480 zwei 
Bilder: Christus, welcher den Petrus und Andreas von den Fischernet-zen abrllfß, und 
die Auferstehung Christi. Das erstere Gemälde, ein tüchtiges lebensvolles Bild , ist 
noch vollkommen gut erhalten und gehört zu den schönsten Werken der Kapelle, 
das andere litt aber später Schaden und wurde durch Arrigo Fiammingo unter
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.