Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1053443
Gherardini , Giovanni 
Gheyn, Jakob de, der ältere. 
193 
Gherardini, Giovanni, Maler aus Bologna, geb. 1610, gest. 1685 , bildete sich 
bei Michelangelo Colonn'a und half demselben später bei seinen vielen Arbeiten. 
Gherardini, Giovanni, ein italienischer Kupferstecher, der um 1669 arbeitete 
und nach Guido Reni, A. Sacchi, P. Berettini stach. 
Gherardini, Stefano, Maler aus Bologna, gest. 1755, bildete sich bei Gius. 
Gambarini und malte, wie dieser, Bambocciaden, die ihrer Munterkeit und lleissigen 
Ausführung wegen gefallen. 
Gherardini, Tommaso, Maler aus Florenz, geb. "1715, gest. 1797, war ein 
Schüler von Vinc. Meucci, sah sich aber auch in der bologneser und venezianischen 
Schule um. Er war besonders in der Nachahmung von Basreliefs und Helldunkel 
sehr geschickt, malte jedoch auch Geschichtsbilder in Oel und al fresco. In der Gallerie 
des Belvedere zu Wien sieht man von ihm drei Gemälde: ein Opfer zu Ehren des 
Pan; Viktoria mit der Fama auf einem Siegeswagen, und den Triumphzug der 
Ariadne, alle drei Bilder Nachahmungen antiker Reliefs, grau in grau in Wasser- 
farben gemalt. 
Gherardo delle Nette , siehe Honthorst. 
Gherardo, ein Mosaikarbeiter, Tempera- und llrliniaturmaler, auch Kupferst-echer aus 
Florenz, der im Auftrag des Lorenzo Magnilico mit Domenico Ghirlandajo die 
Ausschmückung der Kapellen des Doms zu Florenz mit Mosaiken übernahm; die 
Arbeit wurde jedoch, kaum begonnen, durch den Tod des grossen Medicaers (1492) 
unterbrochen. Nur das Haupt des heil. Zenobids in natürlicher Grösse in der Kapelle 
dieses Heiligen wurde fertig und wird noch heute dort bewahrt. Von seinen Wand- 
gernälden hat sich nichts erhalten, dagegen sieht man in der Pinakothek zu 
Bologna eine von ihm für die dortige Kirche S. Domenico gemalte Altartafel, die 
heil. Katharina von Siena darstellend. Von Miniaturen, in denen er den Styl des 
Dom. Ghirlandajo mit einer unglaublichen Pracht und Zierlichkeit verbindet, 
schreibt man ihm zu: die für König Matthias Corvinus (um 1490) ausgeführte Bibel 
(jetzt in der vatikanischen Bibliothek zu Rom) und ein Missale vom Jahr 1494 in der 
laurentianischen Bibliothek zu Florenz. Auch im Archiv des Spitalpfarrers von 
S. Gilio daselbst sollen sich noch einige Bücher mit Miniaturen von Gherardo vor- 
finden. In den letzten Jahren seines Lebens kamen Stiche von Martin Schon- 
gauer und Albr. Dürer nach Florenz, die dem Künstler so wohl gefielen, dass er 
einige derselben sehr gut mit dem Grabstichel in Kupfer nachstach. Man führt von 
solchen von ihm gefertigten Arbeiten namentlich einen Christus am Kreuz mit Maria 
und Johannes, nach ersterem Meister, an; es hat sich aber weder dieses noch sonst 
ein beglaubigtes Blatt von Gherardo erhalten. Passavant (Kunstblatt, Jahrg. 1850, 
Nro. 37) hat Gründe, ihm eine Pieta, ein höchst merkwürdiges Blatt im brittischen 
Museum, zuzuschreiben. 
Literatur. Vasari, Leben der ausgezeichnetsteu Maler, Bildhauer und Baumeister.  Kngler, Hand- 
buch der Geschichte der Malerei. 
Ghering, Jan, ein Maler, der um 1665 in Flandern blühte, und sich namentlich 
in der Darstellung des Innern von Kirchen im prächtigen Renaissancestyl einen 
Namen erwarb. ln der Gallerie zu Dresden und im_Bolvedere zu Wien Sieht man 
derartige Bilder von ihm. Er piiegte seine Bilder mit nebenstehendem Monogramm  i 
zu bezeichnen.   
Ghesquiere , NQPOIGOD FIMIQÜIS, ein Genremaler, geb. zu Gent 1812, genoss 
in den Jahren 1836-1837 die Unterweisung des Fr. de Braekeler und machte 
sich seit dieser Zeit durch seine Bilder, welche die verschiedenen Kunstausstellungen 
schmückten, rühmlich bekannt.  
Gheyn, Jakob de, der ältere, Historienmaler und Kupferstecher, geb. 1565 zu 
Antwerpen, gesh 1515, Wal- egn Schüler seines Vaters Johann de Gheyn, der 
die Kunst der Glasmalerei übte, und bildete sich bei diesem so rasch aus, dass er es 
schon in seinem 17. Jahre so Weit gebracht hatte, die nach dessen Tod llllVßllelldet 
hinterlassenen Arbeiten fortsetzen zu können. Sterbend aber empfahl ihm noch der 
Vater die Malerei mit der Kupferstecherkunst, in der der Sohn unter seinen 
Müller, Künstler-Lexikon. II. 13 
        

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