Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1053337
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Gentile , Antonio 
Georges. 
wahrt werden, und zwar sieht man in ersterer Melchisedek und Abraham und das 
Manlgaleäen, in letzteräm gas lässafest und den Prophäten Eäiasil Lorii Engel ge- 
wec t; ie Auffindung es eil. reuzes und seine Bewä rung urc e e ung einer 
Gestorbenen, im Besitz des Hrn. van Huyvetter zu Gent. (Dieses Bild Weicht indessen 
von dem zu Urbino in der Behandlung zu sehr ab, als dass es ohne Weitere zu- 
reichende Gründe demselben Meister zugeschrieben werden dürfte.) Endlich zeigt 
man im Museum zu Antwerpen: eine Geburt Christi, die dem Justus von Gent zu- 
geschrieben wird. Handschriftlichen Nachrichten zufolge hat der Meister auch noch 
nachfolgende Bilder ausgeführt, die aber nicht mehr vorhanden sind: eine Ent- 
hauptung Johannes des Täufers (einst in der Johanniskirche zu Gent); den Märtyrer- 
tod des heil. Paulus und die Kreuzigung Petri (einst am Eingange des Chores in der 
Jakobskirche zu Gent. 
Literatur. Dr. Rathgeber, Annalen der niederländischen Malerei u. s. w. 
Gentile, AIItOIIiO, Bildhauer, Goldschmied und Kupferätzer aus Faenza, geb. 1519, 
gest. 1609, arbeitete zu Rom. Von ihm kennt man unter Anderem zwei Leuchter 
und ein Crucifix, Welche Kardinal Farnese im Jahr 1581 der-Peterskirche schenkte 
und die noch heutigen Tages den Hauptaltar derselben schmücken. Sie sind nach 
Zeichnungen des Michelangelo verfertigt, dessen Styl auch ihre Figuren zeigen, 
wiewohl aus seiner späteren Zeit, in welcher _er sich schon in derartigen Gegen- 
ständen besonders zum Manierirten hinneigte. Im Ganzen herrscht darin viel Reich- 
thum der Phantasie, aber insbesondere im Architektonischen ein ziemlich ausschwei- 
fender und üherladener Geschmack. 
Man hat von Gentile auch eine Abbildung des kostbaren, reich mit Figuren in 
Silber, Krystall und Lapis Lazzuli verzierten Kreuzes auf dem Hauptaltare der 
Peterskirche in Rom. Unten steht: Antonius Gentilis Facentinus aurifex 
inventor et sculpsit anno suae aetatis LI., in 5 Blättern von ihm selbst radirt. 
Gentile, Bartolommeo di, (13. Urbino, ein Maler aus Urbino, über dessen 
Lebensverhältnisse man keine weiteren Nachrichten hat. Im Louvre zu Paris ist 
von ihm eine Madonna mit dem Kinde mit seinem Namen, seinem Geburtsort und 
der Jahrszahl 1497 bezeichnet, ein Bild, das Lanzi früher im Augustinerkloster 
zu Pesaro sah. Derselbe Schriftsteller führt in seiner "Geschichte der Malerei in 
Italien" noch ein Bild des Meisters inMonte Cicardo au, mit dem Namen desselben 
und der Jahrszahl 1508 bezeichnet. 
Gentile da Fabriano , siehe Fabriano.  
Gentile, Luigi, siehe Primo, Louis. 
Gentileschi, Orazio, siehe Lomi. 
Gentz , Heinrich, ein sehr geschickter Architekt zu Berlin , woselbst er Professor 
der Baukunst an der Akademie war und 1811 starb. Von ihm rührt das schöne , um 
1800 erbaute Münzgebäude zu Berlin her, ein stattliches Werk von grosser Einfach- 
heit der Anlage und ruhiger harmonischer Massenwirkung.   
Gentz, Wllllelln, Historien-, Genre- und Porträtmaler in Berlin, bildete sich in 
der dortigen Akademie und machte hierauf verschiedene grössere Reisen nach 
Spanien, Aegypten und Nubien, über die er interessante Briefe an seine Freunde 
schrieb, die 1853 gesammelt im Druck herauskamen. 1852 sah man von ihm auf 
der Ausstellung zu Berlin: eine Sklavenverkaufsscene im innern Hofraum des Sklaven- 
mäkler Hötels von ASSuan an der ä-gyptlsch-nurnidischen Grenze, ein grosses üguren- 
reiches Bild, welches viel Studium in Bezug auf Costüm und Sitte verrieth, im 
Uebrigen aber als zu derb realistisch beurtheilt wurde. Auch an seinem 1854 zu 
Berlin ausgestellten Bilde: Christus und Maria Ma dalena bei dem Pharisäer Simon, 
wird das Streben nach äusserlicher Wirkung, einegan die in's Beduinencostüm über- 
setzten biblischen Bilder von Horace Vernet erinnernde Tendenz getadeltr. 
v Georges , Edouard FraIIQOiS , ein tüchtiger Bildhauer, geb. 1817 zu Amsterdam, 
billäßii? sich in seiner Kunst bei Rgjyer aus. Er erhileltdim Jahr 1841 für sein Gyps- 
1110 e zu einem "Standbild. des rinzen Wilhelm  1c S1 erne Medaille. Seine 
Büsten "Zeichnen sich durch grosse Aehnlichkeit und hübsche Behandlung aus. 
        

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