Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1053277
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Gellig 
Genelli. 
Sohnes, nach Augustin Braun; das Titelkupfer zu des L. de Ponte's Buch "De 
christiani hominis perfectione" (1615); eine Vignette zu dem 1625 zu Middelburg 
erschienenen Werke des holländischen Dichters Jakob Cats. "Self-Stryt" ; Adam und 
Eva (ebenfalls zu einem Buche desselben Dichters gehörig). Auch arbeitete er an 
dem seltenen Werke des Gerard Thibault über die Fechtkunst (1628-1630), für 
das er das Porträt des Herausgebers und verschiedene Tafeln mit den mannig- 
faltigsten Fechtübungen stach. Er hat seine Blätter mit seinem Namen, oft mit 
nebigem Monogramm, hin und wieder auch mit diesem und jenem bezeichnet. 
Literatur. Merlo, Nachrichten von dem Leben und den Werken kölnischer Künstler. 
Gellig, Jakob, ein Maler, der zu Utrecht um die Mitte des 17. Jahrhunderts ar- 
beitete, und verschiedene Gattungen von Fischen mit vielem Fleisse darstellte. Er 
malte indessen auch Bildnisse. In der grossherzogl. Kunsthalle zu Karlsruhe sieht 
man von ihm ein Bild mit mehreren Fischen und Fischergeräthschaften. 
Gemmel, H" ein sehr geschickter Architekturmaler und Architekt zu Königs- 
berg, woselbst er 1855 als Professor an der Akademie angestellt wurde. Seine 
Bilder," wie sein schön empfundener und gediegen ausgeführter „Famiiiensaal in einem 
mittelalterlichen Schlosse" (1855), sind tüchtig gemalt und voll Wirkung; seine 
architektonischen Projekte sind grossartig in der Hauptcomposition und verrathen 
auch in der Formenbehandlung, namentlich im mittelalterlichen Style, einen ge- 
schmackvollen dekorativen Sinn. 
Genaels, siehe Genoels. 
Gendron, Auguste, ein französischer Maler, der sich bei P. Delaroche bildete 
und sich durch seine Arbeiten unter seinen Landsleuten einen sehr geachteten Namen 
erworben. Nachdem er sich schon 1846 durch seine im Mondschein tanzende Willis 
vortheilhaft bekannt gemacht, wuchs sein Ruf mit jeder neuen Hervorbringung. 
1850 sah man von ihm: einen Tanz der Huren; Nereiden und ein von einer Druidin 
vollzogenes Menschenopfer, letzteres Bild eben so grass im Gedanken, als die beiden 
anderen reizend von Formen und gefällig im Colorit. Im Jahr 1852 stellte er; 
Francesca da Rimini und Paolo in der Unterwelt; Sylphen, die durch ein Gehölz 
ilattern, und Tiberius auf der Insel Capri aus. Auf der Pariser Ausstellung von 1853 
hatte er drei Bilder, von denen man besonders den Herbstabend, die Leiche eines 
Mädchens , welches von ihren Gespielinnen beim Schimmer des Abendrothes zu Grabe 
getragen wird, rühmte. Die grosse Kunstausstellung zu Paris im Jahr 1855 zählte 
nur ein Gemälde von ihm: der Sonntag betitelt, eine iiorentinische Volksscene aus 
dem 15. Jahrhundert. 
Gendron verlässt nur selten das ihm ausschliesslich eigene Gebiet der luftigen 
Erscheinungen , der mit anmuthigen Bewegungen im Tanze sich schwingenden Elfen, 
um sich Stoffen aus dem geschichtlichen Genre oder der Geschichte, meist mit düster 
elegischen Stimmungen hinzugeben, und seine Behandlung ist auch stets im Ein- 
klange mit der Wahl seiner Gegenstände. 
Genelli, Bonaventura, ein rühmlichst bekannter Zeichner und Maler, geb. 1803 
zu Berlin, erhielt den ersten Unterricht in der Kunst durch seinen Vater J anus 
Genelli, besuchte hierauf zwei Jahre lang die Akademie seiner Vaterstadt und 
vollendete seine Bildung in Italien, wohin er 1820 reiste, im Kreise der dortigen 
deutschen Künßflßlh unter denen besonders Cornelius auf ihn wirkte. Hier ent- 
faltete sich seine lebendige Schöpferkraft in üppiger Fülle, in gesunder Frische, und 
mit einer Mächtigkeit, die ihm keine Zeit liess zur sorgsamen Ausführung seiner 
Compositionen in Oel, sondern ihn auf die leichtere und raschere Art des Producirens 
in Zeichnungen von blosen Umrissen, oder mit Wasserfarben ausgeführt, anwies. So 
legte er in einer Menge von Zeichnungen, die bald durch ganz Europa zerstreut 
Wurden, auf die geistreichste Weise seine Gedanken nieder, dichtete er Bilder im 
Geiste der grossen Alten, besonders Homers. 1832 in's Vaterland zurückgekehrt, 
begab er sich nach Leipzig, um dort für den Dr. H. Härtel einen Saal seines 
Gß-Ttellhäüßes mit Fresken zu schmücken. Aber 8T führte nur 12 Gemälde über 
den Fenstern, Liebesgötter in verschiedenen Spielen, aus; das Deckengemälde
        

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