Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1053165
Geefs , Aloysius 
Geefs , WiIIem. 
165 
(Mecheln 1822); die fünf Sinne (1830).  Der Sohn desselben C. P. Geedt's ist 
Historien- und Pgrßrätmaler, und ebenfalls in seiner Vaterstadt Löwen thätig. 
Geefs , Aloysius, ein Bildhauer und Historienmaler, der zweite Bruder und Lehr- 
ling des Willem Geefs, würde gewiss ein höchst bedeutender Künstler geworden 
sein, wenn er der Kunst nicht viel zu früh, im Jahr 1841 zu Paris durch den Tod, 
entrissen worden wäre. Er war 1817 zu Antwerpen geboren und schon in seinem 
15. Jahre von der Akademie seiner Geburtsstadt und zwei Jahre darauf von der zu 
Brüssel gekrönt worden. Auch in Paris, wohin er sich zu seiner weiteren Aus- 
bildung begeben, hatte er von der königl. Akademie drei Medaillen erhalten. Seine 
besten Bildhauerarbeiten sind: eine Statue des sterbenden Epaminondas; Christus, 
der Welt den Segen ertheilend; mehrere Basreliefs, unter denen namentlich zwei an 
dem Standbild des Rubens rühmend genannt werden; verschiedene Büsten , worunter 
man besonders die der Beatrice hervorhebt. Zu seinen besten Bildern, in denen er 
dieselbe Meisterschaft wie in seinen plastischen Arbeiten an den Tag legte, zählt 
man: die Geisselung Christi. 
Geefs, Joseph, geb. 1811 zu Antwerpen, einer der ersten Bildhauer Belgiens, 
dessen Werke ihm wegen der Kühnheit und des mannhaft kräftigen Geistes , der in 
ihnen herrscht, und der Zartheit der Behandlung, eine würdige Stelle neben seinem 
Bruder Willem Geefs sichern, dessen Schüler er ist. Eine für ein Basrelief mit 
einer sehr schönen Darstellung des Hiob erhaltene Unterstützung zu Studienreisen 
konnte er, weil er zuvor noch angefangene Bestellungen vollenden musste , erst im 
Jahr 1839 benützen. Er besuchte Frankreich, Deutschland, hielt sich längere Zeit 
in Italien auf und kehrte mit vielen Kenntnissen bereichert in seine Heimath zurück. 
Untere seine besten künstlerischen Erzeugnisse gehören: die Reiterstatuen des Gott- 
fried von Bouillon und des heil. Georg; Hygiäa, die Göttin der Gesundheit (1834); 
der Tod Abel's, eine Marmorgruppe (1837); eine Marmorstatue der heil. Philomele 
(1839); ein Standbild des Masaniello; der heil. Michael; die Tochter des Fischers 
(1841), für welch' letztere Arbeit er von der französischen Regierung die "goldene 
Medaille erhielt; eine Statue Wilhelms II. der Niederlande in Bronce. Im Jahr 1852 
wurden ihm und seinem Bruder Willem ein Theil der Sculptur an dem Brüsseler 
Nationalmonument übertragen. Joseph Geefs ist seit 1841 Professor an der Akademie 
zu Antwerpen. 
Geefs, Isabelle MarieTrancaise, die Gattin des Bildhauers W. Geefs , geb. 1814 
zu Brüssel, eine geschickte Geschichts-, Genre- und Porträtmalerin, die sich unter 
Navez bildete. Zu ihren besten Leistungen, die sich durch eine angenehme Ver- 
bindung der ihrem Geschlecht eigenen Sanftmuth und Milde mit Feuer und Kraft 
der Gedanken auszeichnen sollen, zählt man: die Seemannstochter (1835); ein 
junges Mädchen, das ihre Schwester zur Kirche begleitet; Maria mit dem Kinde; 
die Frau des Burgvogts von Creve-Coeur (1836); eine heil. Cäcilie (1837); Hager 
in der Wüste (1840); junge Mädchen (1841) und verschiedene schöne Bildnisse. 
Geefs, Willem, der berühmteste unter den belgischen Bildhauern der Gegen- 
wart, Offizier des Leopoldordens, Ritter der Ehrenlegion, des portugiesischen 
Ordens Notre Dame de la conception de Villa Viciosa, Professor an der Akademie 
zu Antwerpen, Mitglied der Akademien von Gent, Brügge, Mons und Paris, geb. 
1806 zu Antwerpen, trieb bis zu seinem 16. Jahre das Gewerbe seines Vaters. 
der ein Bäcker war, bis es ihm gelang, diesen zu überzeugen, dass er für die Kunst 
geboren sei. Er machte darauf die ersten Studien in der Akademie seiner Vaterstadt, 
gewann hier schon 1828 durch seine Statue des Achilles den ersten Preis, und begab 
sich dann zu seiner weiteren Ausbildung nach Paris. Zwei und ein halbes Jahr 
bildete er sich hier unter der Leitung von Ramage weiter aus, während welcher 
Zeit er einen jungen Hirten aus den ersten Zeiten des Christenthums, der Blumen 
auf ein Grab streut, darstellte, ein Werk, das allgemeine Anerkennung fand. 1833 
bis 1834 brachte er in Italien zu, worauf er sich nach seiner Rückkehr in's Vater- 
land zu Brüssel niederliess. Als Werke seiner umfassenden künstlerischen Thätig- 
keit, durch die er sich einen Namen vom besten Klang unter seinen zeitgenössischen
        

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