Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1053155
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Gaywood 
Geedts. 
die heil. Jungfrau, Statue aus Holz; eine Kindergruppe in Marmor und verschiedene 
Medaillen. Für seine treiflichen Arbeiten erhielt er schon 1825 das Ritterkreuz der 
Ehrenlegion. 
Gaywood, Robert, ein Kupferätzer, der um 1632 in England geboren wurde und 
um 1660 blühte. Er war ein Schüler von W. Hollar, den er aber nie erreichte. 
Obgleich seine Blätter keineswegs ausgezeichnet sind, sind sie dennoch selten und 
gesucht, weil er zu den früheren englischen Kupferstechern gehörte. Die besten 
sind: eine liegende Venus, nach Tizian; Margaretha Lemon, nach van D yck; 
8 Blätter Vögel, nach F. Barlow; ein Haase, nach B. Poel, und Lucas und Corne- 
lius de Wael, nach van Dyclk, Copien nach Hollar. 
Gazalis, 3311201011160, ein Kupferstecher, der meistens nach Alessandro Mag- 
nasco mit einer geistvollen und kecken Nadel radirte und seine Blätter mit nebigem 93 
Monogramm, dem er oft auch noch seinen ganzen Namen beifiigte, bezeichnete. 
Gazin, Pace, ein Bildhauer aus Genua, der das im reichsten Renaissancestyl sehr 
schön im Geschmack der Lombarden ausgeführte Grabmal der Donna Catarina de 
Ribera ausführte, welches von der Karthause zu Sevilla in die ehemalige Jesuiter- 
jetzt Universitätskirche daselbst gebracht wurde. 
Gebauer, Christian David , ein geschickter Thiermaler und Kupferätzer zu 
Kopenhagen, geb. 1777 zu Neusalz in Schlesien. Wir kennen von ihm: ein Blatt 
mit einem französischen Courier, der von zwei Kosaken attakirt wird, und 16 Blätter, 
Chiens de Chasse (1821). 
Gebhard, J., ein geschickter Bildhauer in Berlin, gest. 1844, der namentlich in 
der Ausschmückung von Häuserfacaden zur Charakterisirung der Gebäude, wie von 
Sälen durch plastische Arbeiten, Reliefs u. s. w. Tüchtiges leistete. I.m Jahr 1842 
wurde ihm der Auftrag ertheilt, die äussere Seitenwand der Werderkirche zu Berlin 
unterhalb der Fenster mit drei Reliefs zu schmücken, die sich auf die Aufnahme 
evangelischer Emigranten bezogen, welche im preussischen Staate die Freiheit des 
Glaubens fanden, die ihnen durch den Gewissensdruck im eigenen Vater-lande ver- 
sagt war. Auch zu der Ausschmückung des weissen Saales im Schlosse zu Berlin wurde 
er berufen, er starb aber während der Arbeit. Von ihm sind dort unter Anderem 
die zierlichen Figiirchen in den unteren Fenstereinrahmungen und in den Friesen.  
Gebhard, JOD. Aug. , ein Architekt zu Dresden, geb. 1735, gest. 1809, erlernte 
die Baukunst bei Knobel und Exner und machte sich später durch seine Bauten, 
in denen er das Solide mit dem Schönen zu verbinden strebte, um die Verschönerung 
Dresden's sehr verdient. 
Gebhard, W. M., ein Landschaftsmaler und Kupferätzer, der von 1730-1750 
zu Nürnberg arbeitete. Wir kennen von ihm: das Opfer der Iphigenie, ein kleines 
malerisch radirtes Blatt; ferner 7 Blätter Landschaften mit Ruinen und Wasser- 
fällen (1739); 8 Blätter Landschaften mit Ruinen, Waldungen und Wasserfällen. 
Gechter, Jean Francois Theodore, ein französischer Bildhauer und Broncegiesser, 
geb. 1795 , gest. 1844 zu Paris, bildete sich unter der Leitung von Bosio zu einem 
geachteten Künstler in seinem Fache. Namentlich bewunderte man seine zierlichen 
Broncegruppen. So nennt man besonders: den Tod Tankreds, und Karl Martell, den 
Abderrhamen bekämpfend. Auch das Relief am Triumphbogen vor der Barriere de 
l'Etoile, die Schlacht bei Austerlitz darstellend, verdient Lob. 1111 Jahr 1844 schenkte 
König Louis Philipp seine von unserem Künstler in Marmor ausgeführte Statue der 
Pairskammer. Gechter war Ritter der Ehrenlegion. - ß 
Geddes, A., ein ausgezeichneter englischer Genremalcr und Kupferstecher, der 
zu London lebt. Wir können von ihm: ein Besellbillderlllädßhen (1839) und einVG-ß 
griechisches Mädchen an der Toilette (1842). 64W 
Geedts, J. G., Direktor imd Professor an der Akademie zu Löwen, ein Historien-  
11181813 von dem man in verschiedenen Kirchen Belgiens Bilder findet. So sieht man 
von ihm in der Jakobskirßhe Zll Löwen: den Bischof von Köln, wie er einem 
Augustirlermönch einen Theil von der wunderthätigen Hostie verabreicht. Ausserdem 
Sind uns von ihm bekannt: sein Telemach (1811); Christus zwischen den Schäßherll
        

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