Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1053087
Garzon  Gassen, Gottlleb. 
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anzuordnen, sah bei der Wahl der Formen auf Schönheit und in den Mienen und 
Geberden auf bezeichnenden Ausdruck; er verdient daher, obwohl er von einer gewissen 
Nachahmung des Cortona und Lanfranco nicht freizuspreohen ist, in jener Zeit, 
des Ungeschmacks und der Schnellmalerei immerhin rühmliche Erwähnung. Bilder 
von ihm Sieht, man in Neapel, Rom, Fano und Pescia, in welch" letzterer Stadt seine 
Himmelfahrt Maria im Dom aufbewahrt wird. In der Pinakothek zu München befindet 
sich ebenfalls ein kleineres Bild von ihm: die heil. Jungfrau mit dem Kinde unter 
einem Baume sitzend, von dem der heil. Joseph Kirschen pflückt. 
Garzon, Juan, ein Maler aus Sevilla, gest. 1729, bildete sich bei Murillo, den er 
gut nachzuahmen verstand. Er malte Vieles in Gemeinschaft mit seinem Mitschüler 
Fr. Meneses.  
Garzoni, Giovanna, eine ihrer Zeit sehr geschätzte Miniaturmalerin, gest. 1673, 
malte meistens zu Florenz, Neapel und Rom Bildnisse und Copien nach berühmten 
Meistern.   
Gascar, Henri, ein Porträtmaler, der 1635 zu Paris geboren, 1680 zum Akade- 
miker erwählt wurde und 1701 zu Rom starb. Er brachte lange Zeit in England 
zu, wo er Lely's Nebenbuhler wurde und sich durch seine im siisslich-afektiven 
Geschmack der Zeit Ludwig XIV. ausgeführten Bildnisse ein grosses Vermögen 
erwarb. 
Gasnier, Charles Francois, ein Blumenmaler, der zu Paris geboren wurde, sich 
aber später in Mannheim niederliess, wo er seine Kunst übte. Wir finden aber seit 
1835 keines seiner Bilder, die sich durch Feinheit der Behandlung auszeichnen, auf 
den Ausstellungen mehr erwähnt. 
Gasparini, Gasparo, ein Maler aus Macerata, der die Kunst bei Girolamo di 
Sermoneta erlernte und um 1585 in der Kunstweise seines Lehrers thätig war. 
In seiner Vaterstadt kann man ihn aus einem Bilde bei den Conventualen und etlichen 
Zimmergemälden bei seinen Verwandten kennen lernen. 
Gaspars, Jan Baptist, ein Maler aus Antwerpen, der seine Kunst bei Th. W. 
 Bossaert erlernte, dann nach England ging, wo er P. Lely und G. Kneller half, 
und 1691 starb. 
Gasse, Ritter, Architekt des Königs von Neapel, geb. 1779 zu Paris, gest. 1840 
zu Neapel, machte seine ersten Studien unter Chalgrin und Labarre, und kam 
dann nach Neapel, wo er mehrere grosse Gebäude, unter denen man besonders den 
Palast der Finanzen nennt, errichtete. 
Gassel, 1411088 Van, ein Landschaftsmaler aus Helmond, der aber seine Kunst zu 
Brüssel, wo er mit dem Dichter und Maler Lampsonius (gest. 1598) in vertrauter 
Freundschaft stand, übte. Seine theils in Oel, theils in Wasserfarben ausgeführten 
Bilder sind mit alt- und neutestamentlichen Darstellungen stadirt. Sie sind aber 
iiusserst selten, da er nicht viel malte. In der Gallerie des Belvedere zu Wien sieht 
man von ihm eine ausserordentlich reichhaltige Landschaft, in deren Vordergrund 
Judas von der Thamar einen Ring empfängt (mit nebigem Monogramm und der Jahr- 
zahl 1548 bezeichnet). Auch wird ihm die Landschaft auf einem Bilde des H. Goltz ins, 
den Wettstreit von Apoll und Pan vor dem Richterstuhle des Midas darstellend, in der  
Dresdener Gallerie zugeSChTiebCn-  Jakob Bink hat 1529 das Bildniss des Künst- G. 
lers, der damals in Ansehen gestanden haben muss, gestochen. 
Gassen, Francisco, geb. 1598, gest. 1658 zu Barcelona, ein Maler aus Cßtßlvnien, 
der mit Pedro Cuquet im Kloster S. Francisco de Paula zu Barcelona Bilder aus 
dem Leben dieses Heiligen, und bei den Barfdssermönchen in derselben Stadt Scenen 
aus der Geschichte des heil. Augustin malte.  
Gassen, Gottlieb, Historienmaler, geb. 1805 in Koblenz und seit 1827 in München 
ansässig, einer der begabtesten Schüler von Cornelius, gehörte unter die ersten 
Künstler, welche in München im Auftrag König Ludwigs die Frescomalerei übten. 
Er malte unter den Bildern in den Arkaden des königl. Hofgartens das Bild, welches 
die Erstürmung des Godesberges bei Bonn durch Herzog Wilhelm V. von Bayern 
darstellt und zu den besten Gemälden in jenem Cyklus von Malereien gezählt wird.
        

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