Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1053008
Galli , Giov. Maria 
 Gambara. 
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eines der Schönsten Gebäude seiner Art in Italien. Auch er gab Mein Werk über die 
Architektur heraus.  
Galli, Giov. Maria, genannt Bibiena von seinem Geburtsort, Historienmaler, 
geb. 1625, gest. 1665, war ein Schüler von Fr. Albani, den er so gut nachzu. 
ahmen verstand, dass seine Gemälde oft für die seines Lehrers gehalten werden, wie 
man besonders an Gallfs Himmelfahrt Maria in der Karthause und an dem h. Andreas 
in der Servitenkirche zu Bologna sehen kann.  
Galli, Giov. Maria, ein Maler aus Bologna, derein Mitschüler des vorigen, gleich- 
namigen Künstlers war, wesshalb jener zur Unterscheidung von ihm den Beinamen 
-Bibiena erhielt. Näheres ist uns über diesen Künstler nicht bekannt. 
Galli, Giuseppe, Maler und Architekt, der-Sohn des Ferdinando Galli, geb. 
1696, gest. 1756, studirte unter seinem Vater und arbeitete mit demselben in 
Barcelona und Wien, trat hierauf in letzterer Stadt in Dienste des kaiserlichen 
Hofs , begab sich aber von da an den zu Dresden und später an den zu Berlin. Die 
deutschen Fürsten wetteiferten, den geschickten Mann für" ihre Theater und Feste 
zu benützen; sie entlehnten ihn oft förmlich von einander. 
Galli, Maria Oriana, genannt da. Bibiena, die Tochter des Giov. Maria Galli, 
übt-e ebenfalls die Malerei, die sie bei C. Cignani und Fr anceschini erlernt hatte. 
Gallimard, Claude, ein Kupferstecher, geb. zu Troyes 1720, stach meistens 
Blätter für Kupferwerke, doch gab er auch einige andere Stücke heraus, unter denen 
der kensche Joseph und die Königin vonISaba, nach F, de Troy, die besten sind. 
Gallinari, Jacopo, ein Maler aus Bologna, der um 1676 zu Bologna und 1685 
in Padua arbeitete. Man kennt indessen von ihm nur zwei radirte Blätter: eine 
Dame und Venus und Amor.  
Ga1loche,. Louis, Historienmaler, geb. zu Paris 1670, gest. 1'761 , bildete sich 
bei "Louis de Boulogne, trug 1695 mit seinem Gemälde: die Söhne Jakobs bringen 
ihrem Vater den Rock Joseph's, den ersten Preis davon, ging dann nach Rom, wo 
er zwei Jahre verweilte, und eröffnete nach seiner Rückkehr eine Schule, deren erster 
Zögling Frangois "le Moine war. Sein Bild: Herkules, der Alceste dem Admet 
zurückbringt (im Louvre z_u Paris) verschaifte ihm 1711 die Aufnahme in die Aka- 
demie, worauf er 1720 Professor, 1746 Rektor und 1754 Kanzler an derselben 
wurde. Galloche malt-e Kirchengemälde, mythologische Darstellungen und Land- 
schaften. Sein Porträt wurde von J. G. v. Müller gestochen. 
Galofre, Josä, ein spanischer Historienmaler der Gegenwart, der seine Studien 
in Rom gemacht, wo er im vertrauten Umgang mit Overbeck gelebt. Er gab auch 
ein Buch heraus über die Kunst in Italien und anderen Ländern Europafs und die 
Mittel, sie, besßllders im Hinblick auf sein Vaterland, zu fördern- Im Jahr 1854 
malte er für die Königin von Spanien ein bedeutendes historisches Bild: eine Episode 
aus der Eroberung von Granada (1494), das man nebst einem vortreiflichen Bildniss 
1855 auf der grossen pariser Kunstausstellung sah.  
Galvan, D. Jllan, ein SPßniScher Maler, geb. 1598 zu Lucena in Arragonien, gest. 
1658 zu Saragossa, bildete sich hauptsächlich in Italien und malte nach seiner Rück- 
kehr in die Heimath Kirchengemälde in Oel und a1 fresco. In der Kathedrale zu 
Saragossa sieht man noch Bilder von ihm. 
Gambara, Lattanzio, ein Maler aus Brescia, geb. 1541 oder 1542, gest. 1573 
oder 1574, lernte bei Giulio Campi und arbeitete dann unter der Leitung des 
Girolamo Romanino in seiner Vaterstadt, wo er für den besten Maler seiner Zeit 
galt. Von seiner Hand sieht man noch daselbst: in S. S. Nazaro e Celso: das 
Martyrium dieser Heiligen; in S. Faustino e Giovita: die Tafel des Hauptaltars 
und einige Wandmalereien. "Auch eine ganze Strasse und sein eigeneS dortiges Haus 
hat er im Aeusseren und im Inneren a1 frßsßß gemalt. In Parma triift man inder 
Kathedrale und in Mantua in der Kirche S. Maria delle Grazie (ausserhalb der Stadt) 
noch verschiedene Gemälde von ihm. Er vwar überhaupt ein ungemein fruchtbare; 
Maler  besass tüchtige Kenntnisse und hatte eine "reiche Phantasie." Seine Bilde;- 
sind richtig in der Zeichnung, angenehm und lieblich im Colorit.
        

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