Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1052945
Galatin 
Galilei. 
143 
ihnen dort ausgeführten Malereien die Passion herrühren. Auch in der Kirche S. Maria 
delle Rondini daselbst sieht man eine Tafel, eine Madonna zwischen mehreren Hei- 
ligen, und im Museo Malvezzi eine Verkündigung von seiner Hand. Seine beste 
Arbeit soll ein Wandbild sein: die Begräbnissfeier der heil. Maria, im Auftrag des 
Kardinals Legaten von Bologna Bessarion in S. Maria del Monte im Jahr 1450 gemalt, 
aber im vorigen Jahrhundert zerstört. ' 
In Galassfs Gemälden soll sich bereits etwas von der auf Giotto folgenden 
Kunstweise geltend machen. Sein Schüler war Cosimo Tura, il Cosme genannt. 
Galatin, Hans, ein Zeichner, der in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in 
der Schweiz lebte und Zeichnungen in chinesischem Tusch von solcher Schönheit aus- 
führte, dass man einige von ihnen für die besten Erzeugnisse H. Holbein des 
jüngern zu halten geneigt ist. Sie tragen nebige Monogramme. Dieselben Zeichen 
trifft man auch auf Holzschnitten, die zu Bern und Colmar in den Jahren 1540 und 
1545 herauskamen.  
Galceran, vicente, ein spanischer Kupferstecher, geb. zu Valencia 1726, gest. 
1788, war ein Schüler von J. B. Ravanals und H. Robira. Er stach viele Blätter, 
die solche Anerkennung fanden, dass er zum Mitglied der königl. Akademie S. Fer- 
nando ernannt wurde. 
Galceran, Meister, ein spanischer Glasmaler, der im Jahr 1571 in den Escorial 
gerufen wurde, um für das Kloster desselben Glasmalereien auszuführen. 
Galceran, ein spanischer Maler, der um die Mitte des 17.Jahrhunderts in Sara- 
gossa seine Kunst mit vieler Geschicklichkeit ausübte. 
Galeas, el P. D. Francisco, ein Miniaturrhaler, geb. 1567 zu Sevilla, gest. da- 
selbst 1614 , malte hübsche Miniaturen, von denen noch einige in dem Kloster seiner 
Vaterstadt, in das er 1590 trat, vorhanden sind. 
Galeazzi, Domenico , ein Maler zu Bologna, der Crespi's Schüler war, und sich 
durch einige gute Gemälde einen geachteten Namen unter seinen Landsleuten und 
Zeitgenossen verschafft hat.  
Galeotti, Sebastiano, ein Maler aus Florenz, geb. 1676, gest. zu Turin 1746, 
bildete sich bei Gherardini zu Florenz und Gio. Gioseffo del Sole zu Bologna. 
Er malte in Oel und in fresco eine ungemein grosse Anzahl von Bildern in verschie- 
denen Städten Toskana's, in Piacenza und Parma, namentlich aber in Turin, wo er 
Vorsteher der Akademie wurde. An seinen Gemälden lobt man die schöne Wahl 
lieblicher Köpfe, das kühne Colorit und die gute Zeichnung.  Er hinterliess zwei 
Söhne: Giuseppe und Giovanni Battista, die ebenfalls Maler waren und mit 
Achtung als solche erwähnt werden. c 
Galeotto, PiBtIO Paolo, ein Medailleur aus Rom, der unter Anderem für Herzog 
Cosimo I. Medaillen und Münzstempel mit dem Bildniss dieses Herrn und eingelegte 
Arbeiten mit vielem Fleiss und grosser Zierlichkeit ausführte. 
Galestruzzi, Giü- 3311315138, Maler und Kupferstecher, geb. zu Florenz 1618 und 
1661 noch am Leben, bildete sich bei F. Furini und wurde 1652 Mitglied der Aka- 
demie von S. Lucca. Er War ein guter Zieichner und besass eine grosse Geschicklich- 
keit in geschmackvoller Behandlung der RadimadeL 
Zu seinen besten Blättern, deren Bartsch 333 namentlich aufführt, Zählt man: 
das Piingstfest; die h. h. Andreas und Fabius; 6 Blätter mit Darstellungen aus der 
römischen Geschichte; ein heidnisches Opfer; die Vergötterung des Kaisers Claudius; 
die Apotheose Homefs; zwei Medllsenköpfe; einige Blätter mit Bacchanalien; 
5 Blätter, welche die Tödtung der Kinder der Niobe durch Apoll und Diallß, nach 
Polydor da Caravaggio darstellen; 18 Blätter: Tritonen und Meerungeheuer; 
6 Blätter antike Trophäen, nach P. da Caravaggio. Er Stavh 811011 die Abbil- ( 
dungen zu Leon. Agostinfs Werk: Le gemme antiche, Roma, 165 7. 
Nebenstehende Monogramme ündet man auf seinen Blättern. T] 
Literatur. Bartsch, Le peintre graveur. 
Galilei, Alessandro, Architekt, geb. zu Florenz 1691, gest. 1737, wurde nach 
seiner Rückkehr in die Vaterstadt aus England, Wohin er als hoffnungsvoller Jüngling
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.