Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1052867
Gaab, Ludwig Friedrich 17., Oberbaurath, ein geschätzter Architekt, geb. 1800 
zu Tübingen, bildete sich unter Oberbaurath Gross zu Stuttgart, Kreisbaurath 
Fischer in Ellwangen, dann auf Reisen in Frankreich und Italien, insbesondere 
in Rom, und betrat in seinem 25. Jahre die praktische Laufbahn, in welcher er 
während einer Reihe von mehr als dreissig Jahren in sämmtlichen Baufächern, im 
Hoch-, Strassen-, Brüoken- und Wasserbau, wie im Eisenbahnbauwesen seinem 
Vaterlande sehr erspriessliche Dienste leistete. Von den vielen Bauten, welche nach 
seinen Plänen ausgeführt wurden, können wir nur die hauptsäohlichsten aniiihren: 
mehrere landwirthschaftliche Gebäude auf den königl. Gütern; viele sehr hübsche 
öffentliche Gebäude und Privatwohnhäuser zußtuttgart, Ludwigsburg, Heilbronn 
und Hall, unter denen besonders die grosse Infanteriekaserne, das kronprinzliche 
Palais und die Restauration des Hoftheaters zu Stuttgart (in Gemeinschaft mit Hof- 
baumeister Gabriel ausgeführt) hervorzuheben sein dürften; dann mehrere Kirchen, 
Pfarr- und Schulhäuser, unter denen die Kirche und das Schulhaus zu Berg zu den 
schönsten gehören.  
Gaab wurde im Jahr 1846 zum Oberbaurath ernannt und im Jahr 1852 für seine 
vielseitigen Verdienste von Sr. Majestät dem Könige von Württemberg durch Ver- 
leihung des Ritter- und (in demselben Jahre noch) des Kommenthurkreuzes des 
württembergischen Kronordens ausgezeichnet. 
Gaal, Barent, ein Maler, der in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu Haar- 
lem das Licht der Welt erblickte und von Ph. Wouverman in der Kunst unter- 
richtet wurde. Er malte wie sein Lehrer Jagden, Landschaften mit Pferden, Dorf- 
kirchweihen, Pferdemärkte. In der Sammlung des Landauer Brüderhauses zu Nürn- 
berg sieht man zwei Bilder von ihm. 
G831, Pieter, Maler, geb. zu Middelburg 1'769, gest. 1819 , erlernte die KüIlSii 
bei seinem Vater Thomas, und später bei Perkois und Schweickhart. Nach- 
dem er hierauf mehrere Reisen nach London, Paris und durch einen Theil von 
Deutschland gemacht, liess er sich in seiner Vaterstadt nieder und übte daselbst die 
Porträt, Genre- und Landschaftsmalerei, auch malte er lebendes und todtes Wild, 
Alles mit breitem Pinsel und in einem freien Vortrag. 
Gaal, Thomas, Maler, geb. zu Dendermonde 1739, gest. 1817 zu Middelburg 
als Direktor der Zeichenakademie dieser Stadt, malte Blumen und Vögel in guter 
Manier. 
Gabbia-nia AntQIIiO Domenico, Maler und Kupferätzer, geb. 1652 zu Florenz, 
gest. daSeibSt1725, bildete sich unter V. Spada, J. Suterman, V. Dandini und 
Giro Ferri zu einem der tüchtigsten Maler seiner Zeit aus, der mit derselben 
Geschicklichkeit Hißtüfien. Genrestücke, Thiere und Landschaften in 981 111111 
Fresco malte. 
In dem Kapitel von S. Spirito zu Florenz sieht man von ihm auf dem Grunde 
eines lebensgrossen Cruciiixes im Relief: die schmerzhafte Mutter, St. Johannes den 
Evangelisten, und die am Kreuze knieende Magdalena; in der Pinakothek zu 
München: den heil. Franz von Assisi, der die Wundmale empfängt, und den heil. 
Petrus von Alcantara, der vom Heilande mit frischem Wasser erqnickt Wird; in der 
Dresdner Gallerie: Christus am Tische des Pharisäefs Simon. 
Man kennt von ihm auch vier radirte Blätter: die heil. Jungfrau, nach 
Pß-rmiggianino; das Brustbild eines Alten; das Brustbild einer jungen Frau und 
eine Landschaft. 
IIÜQTIÜIII- Mnseo Fiorentino, woselbst auch sein Bildnis: im Stich zu finden ist 
Gab": Ä", ein treiflicher Xylograph zu Dresden, wo er ein Atelier hält, aus 
dem schon die schönsten Holzstiche, meistens für illustrirte Werke hervorgegangen
        

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