Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1052835
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Funk 
Furse. 
Funk, Heinrich, ein ausgezeichneter Landschaftsmaler, Professor am Museum 
der bildenden Künste zu Stuttgart, geb. 1809 zu Herfort, erhielt den ersten Unter- 
richt in der Kunst durch seinen Vater, welcher Dekorationsmaler war, bildete sich 
aber von 1829 an auf der Akademie zu Düsseldorf, wo er mit allem Eifer und aller 
Begeisterung der Jugend den Studien in allen Zweigen der Malerei oblag, jedoch 
schon nach ein paar Jahren durch Lessing's und Schirmefs grossartige Leistungen 
auf dem Gebiete der Landschaftsmalerei, sowie durch eigene Neigung, bestimmt 
wurde, sich ganz dem Landschaftsfache zu widmen. Seine ersten Bilder, welchen 
Anerkennung gezollt wurde, gingen in den Besitz des Prinzen Friedrich von 
Preussen über; spätere grössere Arbeiten, welche immer mehr die rasche Fortent- 
Wicklung seines schönen Talentes bewiesen, und überall Liebhaber und Käufer 
fanden, wurden in verschiedene Städte Deutschlands zerstreut. 
Im Herbst 1836 verliess Funk Düsseldorf, und wählte Frankfurt a. M. zum 
Aufenthaltsorte. Er blieb daselbst auch bis 1854, in welchem Jahre er einen Ruf 
als Professor der Landschaftsmalerei an die Kunstschule zu Stuttgart erhielt. 
F'unk's Bilder beurkunden ein so inniges Verständniss der Natur, eine so tiefe 
Liebe zu ihr, wie man diess in gleichem Grade nur bei den ersten Meistern in seinem 
Fache findet. Mit einer grossartigen poetischen Auffassung verbindet der Künstler 
einen ungemein feinen Sinn für Form und Farbe, eine bedeutende Meisterschaft der 
Technik und einen merkwürdigen Fleiss in der Ausführung. 
Grössere Gemälde von Funk findet man in Frankfurt, bei Privaten und im 
StädePschen Institut, in Berlin, Leipzig, Prag, Gent, Paris u. s. w. Zu Rouen 
erhielt eines seiner Bilder, welches der Besitzer auf die dortige Ausstellung sandte, 
den ersten Preis, eine goldene Medaille. 
Furini, FIRJIOBSGO , Historienmaler, geb. zu Florenz 1604, gest. 1646 , der Sohn 
des Filippo Furini (eines Schülers des Passignano), erlernte die Kunst bei 
Matteo Rosselli und vervollkommnete sich nachher darin zu Rom und Venedig. 
In seinem vierzigsten Jahre trat er in den geistlichen-Stand und wurde Pfarrer zu 
Mugello bei Borgo S. Lorenzo. Er liebte besonders die Darstellung weiblicher 
Körper, Nymphen, Grazien u. s. W., die er mit besonderer Anmuth und in zartester 
Färbung des Fleisches zu gestalten wusste; man trifft zu Florenz aber auch Altar- 
gemälde und Fresken von ihm. Obgleich er seine Compositionen lang überlegte, 
schuf er doch eine grosse Menge von Bildern, da er eine ungemein grosse tech- 
nische Geschicklichkeit sich angeeignet hatte. Man rühmt besonders: einen Raub 
des Hylas; die drei Grazien im Hause Strozzi; verschiedene Magdalenen u.  
dann einen heil. Franz, der die Wundenmale empfängt und eine Himmelfahrt Mariä. 
in Borgo S. Lorenzo. 
Literatur. Museo Fiorentino, woselbst auch sein Porträt im Stich. 
Furment, Pedro, ein spanischer Bildhauer, der sich in Italien gebildet und zu 
Barcelona thätig war. Die meisten seiner Arbeiten gingen jedoch in dem spanischen 
Erbfolgekrieg zu Grunde. Man sieht nur noch zwei Reliefs in Marmor von ihm in 
der Kathedrale jener Stadt: die heil. Eulalia vor dem Tyrannen und ihr Martyrium, 
Er starb im Jahr 1540 im Alter von 52 Jahren. 
F 111111115, Pieter Jalhea, ein Zeichner und Kupferstecher, der um 1540 in Flandern?inuastß 
geboren wurde und 1570 zu Antwerpen thätig war. Er stach eine grosse Anzahl P 
von Blättern, nach M. Hemskerk, J. Stradanus, M. de Vos, Pieter Breughel, ' 
M. van Coxie und Anderen. Obgleich er ein guter Zeichner war, ist er doch von FEE, 
Manierirtheit und Uebertreibung nicht frei zu sprechen. Die Galle und Sadelers B 
haben nach seinen Zeichnungen gestochen. Nebenstehende Monogramme findet man W72 
auf seinen Stichen.  R 
Furse, W. H., ein tüchtiger englischer Porträt- und Historienmaler, der sich 
hauptsächlich in Rom bildete. Wir kennen von ihm! das BildniSS einer Dame, 
welche in eine Kirche tritt, und "ihre Fingerspitzen in das neben ihr stehende Weih- 
wasserbecken taucht (1840); das Porträt eines englischen Prälaten (1841); die
        

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