Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1052755
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Fris 
Frölich. 
bilder in den königl. Schlössern zu Berlin, Potsdam und Sanssouci, die noch heutigen 
Tages dort zu sehen sind, mythologische Darstellungen, Scenen aus dem Leben 
Fri.edrich's des Grossen und Bildnisse. 
Fris , Jacques , Historienmaler, Professor an der Akademie zu Mecheln, hat sich 
durch seine seit 1812 auf verschiedene belgische Kunstausstellungen geschickten 
Bilder einen sehr geachteten Namen erworben. Darunter nennt man: Jakob, Joseph's 
Söhnen den Segen ertheilend; Christus zu Emaus (1818); Belisarius, der in der Ver- 
bannung in dem Augenblicke, in welchem er ein Almosen empfängt, von einem seiner 
früheren Offiziere erkannt wird (1829); Venus und Adonis (1830); die Liebe (1834). 
Frisius, Simon, Zeichner und Kupferätzer, geb. zu Leuwarden in Friesland um 
1580, radirte Landschaften mit Figuren und Thieren, Porträts und dergl. nach 
H. Hondius, Golzius und Anderen. Er wusste die Nadel mit grosser Freiheit zu 
fuhren und mit ihr die Festigkeit und zarte Schärfe des Stichels zu erreichen. Zu 
den besten seiner sehr seltenen, bald mit seinem Namen, bald mit den Anfangsbuch- 
staben desselben bezeichneten Blättern gehören: eine Reihenfolge von Bildnissen, 
nach H. Hondius dem älteren; eine bergige Landschaft, nach Golzius; hollän- 
dische Lustbarkeit auf dem Eise, nach Vinckenbooms; eine Landschaft, nach 
P. Las tmann; Orpheus lockt durch sein Spiel die Thiere herbei, nach Conincxloy. 
Frith, William Powell, ein ausgezeichneter englischer Genremaler, Mitglied der 
Akademie der Künste zu London, geb. 1819 zu Studley in Yorkshire, bildete sich 
in der Akademie von Sass und trat schon 1840 mit einem Bilde aus Walter Scott's 
Roman: "das Herz von Midlothian" auf, das die allgemeine Aufmerksamkeit auf 
den jungen Künstler lenkte und grosse Hoffnungen für ihn erweckte. Im Jahre darauf 
malte er eine Scene aus Kenilworth: "Leica-Star und Gräfin Amy", das jene Erwar- 
tungen rechtfertigte und im Jahr 1842 wurde ein Bild von ihm aus dem „Vicar of 
Wakeüeld" von Goldsmith bereits unter die glücklichsten Leistungen jüngerer eng- 
lischer Künstler gerechnet. Seit-dem vergrösserte er seinen bis dahin begründeten 
Ruhm mit jeder neuen Hervorbringung. Wir nennen hier noch eine Scene aus den 
lustigen WVeibern von Windsor, von Shakespeare; den Herzog von Buckingham als 
abgewiesenen Bewerber bei Miss Stewart; eine köstliche Darstellung aus Moliere 
„Bourgeois gentilhomme"; eine Scene aus Sternes „Sentimal journey"; eine Scene 
aus M'Crie,s Leben des John Knox; Pope, wie er der Lady Mary Wortley den Hof 
macht; eine Scene aus Goldsmith's „the goodnatured man. " ' 
Unter den jüngeren englischen Künstlern nimmt Frith eine hervorragende Stelle 
ein. Sein Styl ist ganz speciiisch englisch; die meisten seiner Darstellungen, ja 
fast alle, sind aus englischen Schriftstellern genommen; seine Färbung ist mehr lieb- 
lich als kräftig und sucht eher zu gefallen als Bewunderung zu erwecken. 
Frits, Pieter, ein niederländischer Maler, der um 1635 geboren wurde, und nach- 
dem er sich lange in Italien und verschiedenen europäischen Höfen aufgehalten, sich 
endlich in Delft niederliess. Seine Gemälde waren zwar mit Verstand componirt, die 
Gegenstände, welche er darstellte, aber um so seltsamer, Da, er damit kein Glück 
machte, fieng er, auf den Ruhm des Künstlers verzichtend, einen Bilderhandel an, 
der ihn zum vermöglichen Manne machte. 
Fröhlich, AniIOII, ein Bildhauer aus Tölz, der sich zu München bildete, und von v? 
dem man dort auf der Kunstausstellung des Jahres 1820 ein mit nebenstehendeml F 
Monogramm bezeichnetes Basrelief in Marmor, den guten Hirten darstellend, sah. 1319 
Fröhlich, Ernst, Zeichner, Lithograph und Genremaler zu München, der sich 
auf der dasigen Akademie gebildet und sich durch seine Arbeiten einen geachteten 
Namen erworben. Er lieferte auch Zeichnungen zu den "üiegenden Blättern" und 
zu den seit 1850 zu München erscheinenden "Münchener Bilderbögen". 
Fröhlich, Wolfgang, ein Bildhauer, der 1652 in Solothurn geboren wurde und 
um 1680 zu Frankfurt a. M. in Holz und Stein arbeitete. Werke von ihm sieht man 
noch heute in der Katharinenkirche und auf dem Pet-erskirchhofe zu Frankfurt, und 
in der Deutschordenskirche zu Sachsenhausen. 
Frölich, Lorenz, ein sehr geschickter Genre- und Historienmaler aus Kopenhagen,
        

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