Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1052631
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Frangipane 
Frank, Michael Sigismund. 
logische Gegenstände, nach den Entwürfen anderer Meister al fresco gemalt, näm- 
lich: Diana und Endymion, Aktäon, Marsyas, Apollo und Cybele. 
Auch ausserhalb Bolognas findet man manche interessante Bilder von Francucci. 
So zeigt man im Museum zu Berlin: Maria mit dem Kinde in der Herrlichkeit von 
Cherubim, unten die h. h. Alb und Petronius; im Dome zu Faenza: Madonna in trono, 
eines der vorzüglichsten Werke des Meisters; im StädePschen Institut zu Frank- 
furta. M.: Maria auf Wolken, von einem Engelchor umgeben, unten die h. h. Johan- 
nes, der Täufer, und Sebastian, zwischen beiden den knieenden Donator; in der 
Solly'schen Sammlung zu London: Maria mit dem Kinde auf dem Throne und den 
h. h. Bernhard und Sebastian (1527); in der Pinakothek zu München: die heil. 
Jungfrau mit dem Kinde in der Glorie, von Cherubim und Engeln umgeben, unten 
die h. h. Geminianus, Franz von Assissi, Clara und Magdalena; in der Gallerie 
Borghese zu Rom: eine Verlobung der heil. Katharina; im Pal. Colonna daselbst: 
eine heil. Familie; im Pal. Sciarra dort: eine heil. Familie. 
Frangipane, Niccolö , ein Maler aus Padua oder Udine, von dem man vorzugs- 
weise eine Himmelfahrt bei den Conventualen zu Rimini vom Jahr 1565 und einen 
heil. Franciscus in S. Bartolommeo zu Padua vom Jahr 1588 rühmt. Die Nach- 
richten über ihn reichen aber bis 1595. Er malte in dem kräftigen Styl der dama- 
ligen Naturalisten Kirohenbilder, namentlich aber Gegenstände aus der Mythologie, 
insbesondere aus dem Sagenkreise des Bacchus, für welchen sich seine Kunstweise 
vorzugsweise eignete 
Frank, siehe auch Franck und Francken. 
Frank, Hans, ein Formschneider, der mit mehreren anderen Künstlern an dem 
grossen Triumphwagen Kaiser Maximilian I. nach Zeichnungen von H. Burgkmair 
arbeitete. Wahrscheinlich war es derselbe H. Frank, der zu Nürnberg wohnte und 
dem Albr. Dürer die Holzstöcke zurichtete. Man schreibt ihm nebiges Mono- 
gramm zu. 
Frank, Julius, ein Historienmaler zu München, der sich der ernsten kirchlichen 
Richtung der Kunst zuwendet. Auf der allgemeinen deutschen Gemäldeausstellung 
zu München im Jahr 1854 sah man von ihm unter Anderem eine schöne heil. Familie, 
die vielen Beifall fand. 
Frank, Michael Sigismund, Glasmaler, geb. 1770 zu Nürnberg, gest. 1847 zu 
München, ein Künstler, dessen Name mit dem Wiederaufleben der Kunst der Glas- 
malerei in unserem Jahrhundert eng verknüpft ist, erlernte die Porzellanmalerei unter 
Trost's Anleitung in seiner Vaterstadt, gab sich aber schon von früher Jugend an 
unausgesetzt Mühe, die fast erloschene und verloren gegangene Kunst der Glas- 
malerei Wieder in's Leben zu rufen, hatte jedoch über lauter fruchtlosem Versuchen 
bereits Vermögen und Gesundheit auf's Spiel gesetzt, bis es ihm 1804 durch einige, 
wenn auch noch unvollkommene Proben gelang, den Beweis herzustellen, dass er 
dem alten Glasmalverfahren auf die Spu1' gekommen. Der Kammerpräsident von 
Stauffenberg unterstützte das in voller Ausbildung begriffene Talent Frank's, indeln 
er ihm auftrug, für die Kapelle seines Schlosses Greifenstein in Franken eine Reihe 
von Wappen auf Glas zu malen, eine Arbeit, die so gut gelang, dass Sie nicht nur 
des Auftraggebers Erwartungen übertraf, sondern dem Künstler auch eine Reihe 
weiterer Bestellungen eintrug. Im Jahr 1808 überreichte darauf Frank dem königl. 
bayrischen Hofe dessen auf Glas gemaltes Hauswappell, eine vorzügliche ATbeit, 
Welche König Max I. durch ein ansehnliches Honorar und die unentgeldliche Ueber- 
lassung eines Gebäudes in Nürnberg zum bequemeren und grösseren Betrieb seiner 
Schmelzarbeiten belohnte. Frank malte jetzt Bilder in grösseren Dimensionen, unter 
denen man eine Beschneidung,.nach Golzius, und eine Geburt Christi, nach Bols- 
wert, rühmte, führte auch andere Bestellungen für vßrSchiedene deutsche Höfe aus, 
bis der Fürst Ludwig von Wallßßtein 1814 ihn veranlßßSße, Nürnberg zu verlassen 
und nach Wallerstein zu übersiedeln, Wo er bis 1818 in Diensten des Fürsten 
blieb. Im letzteren Jahre wandte er sich mit mehreren grösseren Glasmalereien nach 
München, wo er nun, gegen schriftliche Hinterlegung seines Verfahrens, mit dein 
EF
        

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