Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1052579
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Francken, Frangois, der Dritte 
Francken, Jeronimus, der Aeltere. 
die Passion; Besuch eines Prinzen in einer Kirche; den verlorenen Sohn (beide letz- 
tere Bilder mit der Jahreszahl 1633); im Museum der bildenden Künste zu Stuttgart: 
die drei Weisen aus dem Morgenlande bringen dem Christkinde Geschenke; in der 
Gallerie des Belvedere zu Wien: einen Hexensabat-h (bezeichnet mit dem Namen 
des Künstlers und der Jahreszahl 1607); eine Hexenversammlung mit der Fahrt durch 
den Schornstein; Christus zwischen den beiden Schächern (mit Monogramm und der 
Jahrszahl 1606); Christus im Gespräch mit Nicodemus. 
Franz Franken der Jüngere pflegte seine Bilder mit nebigem Mnnogramm zu 
bezeichnen. 1m Jahr 1843 wurde zu Paris ein grosses Werk und Hauptbild des 
Meisters, Christus auf dem Weg nach deni Kalvarienberge, verkauft. 
Francken, Franqois, genannt der Dritt-e, Maler, der Sohn Fr. Francken des 
Jüngeren, über den wir aber keine weitere Kunde besitzen, als dass er von 1656 
bis 1657 Oberältester der St. Lucasbrüderschaft zu Antwerpen war. 
Francken, Gabriel, Maler, geb. zu Ende des 16. Jahrhunderts zu Antwerpen, 
kam im Jahr 1606 zu Gerard Schooffs in die Lehre und war 1636-1637 Ober- 
ältester der St. Lucasbrüderschaft. Er soll der Sohn des Sebastian Francken 
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gewesen sein.  
Francken, Gabriel, kam 1637 als Lehrling zu Gaspard van Abshoven. 
Francken oder Francq, Jan, kam 1644 zu Abraham Mattys in die Lehre. 
Francken, Jan Baptist, Maler, der Sohn des Seb. Francken, geb. 1599 zu 
Antwerpen , gest. 1653 , arbeitete anfänglich im Geschmack seines Vaters , der auch 
sein Lehrer war, bildete sich aber hernach nach Rubens und van Dyck; Doch 
verliess er später die Historienmalerei fast ganz und malte meistens nur noch Säle 
und Gallerien, mit Standbildern , Büsten u. s. w. stafl-irt, mit spielenden , musicirenden 
und tanzenden Figuren, meistens hervorragenden Persönlichkeiten seiner Zeit. S0 
stellte er, in Gemeinschaft, mit David Beck, eine im Jahr 1611 zu Brüssel veran- 
staltete Tanzparthie dar, auf der mehr als 40 Bildnisse, nach dem Leben gemalt, unter 
denen man z. B. den Erzherzog Albrecht, die Infantin Isabella, den Prinz von Oranien 
und seine Gemahlin u. s. w. erkennt, vorkommen. Im Museum zu Brüssel sieht man 
von ihm: eine Enthauptung des Täufers. 
Francken, Jeronimus, genannt der Aeltere, der Sohn des Nicolaas, geb. 1544-, 
nach Einigen zu Herenthals, nach Anderen zu Antwerpen, gest. zu Paris um 1620, 
Maler, bildete sich in der Schule des Frans Floris und begab sich später nach 
Frankreich , wo er für die Augustinerkirche zu Paris eine Kreuzigung malte, welche 
die Jahrszahl1565 trägt. Das Jahr darauf war er mit anderen niederländischen 
Künstlern, worunter Apert Fransen, Jan de Mayer, Cornelis Ketel und 
Denys von Utrecht im Schlosse zu Fontainebleau beschäftigt. Als aber auf ein 
Edikt Philipp I1. von Spanien alle Belgier Frankreich verlassen mussten, ging er auf 
einige Zeit nach Italien, wo er sich meistens zu Venedig aufhielt, kam jedoch bald 
wieder nach Paris zurück, woselbst er nunmehr von König Heinrich III. zum Hofbild. 
nissmaler ernannt und mit Bestellungen überhäuft wurde, auch eine grosse Schule 
eröffnete, die mehrere seiner früheren Mitschüler bei Fr. Floris besuchten, und in 
der sich um 1585 auch Ahr. Bloemart weiter ausbildete. Um dieselbe Zeit malte 
er auch eine Geburt Christi für die Barfüsserkirche zu Paris. Nach dem Morde Hein- 
rich 111 (1539) ging er nach Antwerpen, kehrte aber 1595 wieder nach Paris zurück, 
wo er unter Heinrich IV. und nachher unter Ludwig XIII. dieselbe Gunst wie zuvor 
unter deren Vorgängern genoss. 
Francken's Werke erreichen zwar in der Zeichnung die Arbeiten seines Lehrers 
Frans Floris nicht, dagegen sind sie in der Composition Sßhäilzbnr, haben aber 
wenig Wirkung und sind trocken. Bei Bildern mit kleineren Figuren werden diese 
Mängel weniger bemerkbar. Seine Bildnisse sind jedoch so trefflich behandelt, wie 
die des Fr. Pourbus. 
Im Museum zu Antwerpen sieht man von ihm ein Bild: Horatius Cooles, be- 
zeichnet: „Jeronimvs Francken. inv. et fecit. anno 1620 den 14. Augusti"; 
in der Gallerie zu Dresden: die Enthauptung Johanniis, des Täufers.
        

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