Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
F - L
Person:
Müller, Friedrich Klunzinger, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1051288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1052543
Frau cisquev 
Franck Jean. 
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erreichte er denselben in dem (bald darauf ausgeführten) Abendmahl im Refektorium 
von S. Giovanni della Calza zu Florenz. 
Einige Zeit hernach ging Andrea del Sarto nach Frankreich, und da er an- 
gefangen in dem kleinen Hof der Brüderschaft dello Scalzo zu Florenz Begebenheiten 
aus dem Leben Johannfs, des Täufers, in Helldunkel darzustellen, und die Mit- 
glieder jener Gesellschaft das Werk vollendet zu sehen wünschten, beriefen sie 
Franciabigio, damit er, als Nachahmer von Andrea's Manier, die Arbeit fortsetze. Er 
malte dort die Verzierungen ringsum an einer Seite des Hofes und vollendete zwei 
Bilder mit grossem Fleiss: Johannes, der von seinen Eltern gesegnet wird, um in 
die Wüste zu gehen, und dessen erste Begegnung mit dem jugendlichen Christus- 
Dann stellte er im Wetteifer mit Andrea del Sarto , der unter der Zeit wieder aus 
Frankreich zurückgekehrt war, und J acopo da P ontormo auf einer Wand eines 
Saales in Poggio a Cajano zu Florenz Cicero dar, wie er vom römischen Volk im Triumph 
getragen wird. Für Gio. Maria Benintendi fertigte er hierauf ein Bild, in welchem er 
einige Momente aus der Geschichte des David und Uriafs darstellte (mit der Jahrs- 
zahl 1523), jetzt in der Dresdner Gallerie. Auch viele und sehr schöne Bildnisse 
nach der Natur malte er, wie man an dem treiflichen Bildnisse eines jungen Mannes 
(mit nebigem Moncgramm des Künstlers und der Jahrszahl 1522) im Berliner Museum, 
und dem nicht minder ausgezeichneten eines Mannes im Pal. Capponi zu Florenz E 
(1517) ersehen kann. 
Franciabigio zeigt sich in seinen Werken als ein verständiger und glücklicher 
Nacheiferer seines Freundes Andrea del Sarto; freilich konnte er bei seiner ge- 
ringeren Begabung die Vollendung des letzteren nicht erreichen, und an der Stelle 
der freien Naivität Andrea's sieht man daher bei ihm mehr nur F leiss und Anstrengung. 
In seinen Stafeleibildern, deren man mehrere mit kleinen Figuren in den Ußizien und 
im Pal. Pitti zu Florenz sieht, ist er minder bedeutend als in seinen grösseren 
Gemälden. 
Francisque, siehe Milet.  
Franck, G. E, Landschaftsmaler, geb. 1758 zu Zwolle, gest. 1816 , malte 
meistens Ansichten der Umgegend von Haarlem, die nicht ohne Verdienst sind. 
Eranck, Franz Friedrich, Maler, geb. zu Augsburg 1627, gest. daselbst 1687, 
war der Sohn und Schüler des Malers Hans Ulrich Franck. Von ihm sieht man 
in der St. Annenkirche zu Augsburg: die Geschichte Jakobs-und Esau's; in der  
grossherzogl. Kunsthalle zu Karlsruhe: den Uebergang der Israeliten durch das 
rothe Meer; in der Gallerie zu Mannheim: das Volk Israel nach dem Zuge über 
das rothe Meer, und ein Gemälde- und Alterthumskabinet; in dem Obermünster zu 
Regensburg: einen sterbenden Franciscus; in der Gallerie des Belvedere zuWieIlI 
das Bildniss eines Mannes mit langem Barte. 
Auf seinen Bildern und Zeichnungen soll man zuweilen nebige Monogramme  
finden. 
Franck, Hans Ulrich, Historienmaler und geistreicher Kupferätzer, geb-16Ü3 
zu Ka-ufbellrßll, gest- 1680 Zll Augsburg, wo er lebte. Zu seinen schönsten, mit 
geistreicher und leichter, aber nachlässiger Nadel radirten, sehr seltenen Blättern 
gehören: der sterbende Darius, den Alexander mit dem Mantel bedeckt (1630); W 
David und Abigail; 25 Blätter: das Soldatenleben (1656). Das erste der nebigen 
Monogramme findet man auf seinen Gemälden, die beiden andern auf seinen radirten HF 
Blättern, die er aber auch oft mit den Anfangsbuchstaben H. V. F. bezeichnete. WP 
Franck, Jan Willem, Maler. geb. 1720 im Haag, gest.1761 daselbst. malte 
Blumen, Früchte, Vögel, lieferte aber auch Copien nach Berchem, P otter, 
Wynasnrds, van de Velde, van Huysum u. s.w. 
Fmnok, Jean, Bildhauer, geb. 1804 zu. Gent, erhielt den ersten Unterricht in 
der Kunst durch seinen Vater, den Ornamentenbildhauer Charles Franck, kam 
flallm an die Akademie zu Antwerpen, trug 1829 mit seinem Standbild des Adr. de 
Ruiter den Preis davon und ging 1831 nach Paris in David's Atelier. Auch hier 
zeichnete er sich so aus, dass er, wie früher in seiner Vaterstadt und in Antwerpen,
        

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