Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1041466
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Balechou 
Baltens. 
Jahre er starb, an den Sculpturen der Seitenvorsprilnge des Hochaltars in der Kathe- 
drale zu Sevilla arbeitete. 
Balechou, Jean Jacques, geb. 1'715 zu Arles, gest. 1'764, ein Schüler von Michel 
und B. Lepicie, war ein seiner Zeit sehr geschätzter Kupferstecher, dessen Arbeiten 
aber bei manchem Yvort-reiilichen durch das Streben nicht blos die Form, die Spiele 
von Licht und Schatten und die Verschiedenheit der Stoffe, sondern sogar das Colorit 
durch mannigfachen XVechseI der V ortrawgsweise wiederzugeben, mauierirt wurden.  
Seine besten Arbeiten sind: Der Sturm und die ruhige See, nach Vernet; die baden- 
den Mädchen; nach demselben; die heil. Genofeva, nach Vanloo; August 111., 
König von Polen, nach Rigaud und Heinrich, Graf v. Brühl, nach Silvester. 
Literatur. Heller, Handbuch für Kupfersticlisammler. 
38.1611, Hendrik van, geb. 1560 zu Antwerpen, war ein Schüler von Adam van 
Oort, bildete sich aber erst in Italien zu einem von seinen Zeitgenossen sehr hoch 
geachteten Historienmaler aus, dessen Bilder bei manchem lvIanierirten, besonders 
in der Behandlung des Nackten und in dem blühenden Colorit ein tüchtigcs Studium 
der Venetianer Yerrathen. Die Landschaften und Gründe seiner Bilder malte meistens 
Jan Breughcl. Balen starb 1632. Er war der Lehrer von Frans Snyders und 
Ant. van Dyck. Von seinen Gemälden wurden besonders seine Sündliuth , sein 
Moses, der Wasser aus dem Felsen schlägt, Pharads Untergang und das Urtheil des 
Paris gepriesen. 1m Museum zu Amsterdam sieht man noch von ihm: Diana und 
Bacchus, mit Pan, Satyrn und Bacchantinnen; in der Jacobskirche zu Antwerpen: 
eine Dreieinigkeit; eine Verkündigung und eine Auferstehung; im k. Museum zu 
Berlin: die Schmiede des Vulcans (nur die Figuren der Gottheiten von ihm); in der 
Gallerie zu Dresden: Nymphen, Diana mit ihren Nymphen von Satyrn belauscht; 
die Götter des Olymps zu einem Mahle versammelt; Diana von Aetaon überrascht; 
das Hochzeitmahl des Bacchus und der Ariadne; das Hochzeitfest des Peleus und der 
Thetis; die vier Elemente und ein allegorisches christliches Bild. LB 
Balen, Jan van, der Sohn des Vorigen, geb. 1611, genoss den ersten Unterricht 
bei seinem Vater und studirte später in Italien. Seine Malereien, in denen er gern 
das Nackte, besonders Kindergruppen, Nymphen u.s.w. darstellt, sind gut behandelt; 
sie haben ein heiteres und frisches Colorit und erinnern oft- an die YVerke Alb ani's. 
Balestra, Antonio, geb. 1666 zu Verona, gest. 1740 daselbst, ein Schüler des 
Ant. Bellucci, war ein geschickter Historienmaler und Kupferätzer. Seine Bilder 
sprachen durch ihr heiteres Colorit ungemein an und er wurde daher von den Fürsten 
und für die Kirchen seines Vaterlandes, selbst von fremden Höfen vielfach beschäf- 
tigt. Die besten seiner mit Geist und Geschmack radirten Blätter sind: Maria mit ß 
dem Kinde, Maria mit dem Kinde und Johannes , zwei Soldaten und der Kopf eines 
Soldaten. Balestra war der Lehrer des Pietro Rotari. ß 
Literatur. Museo Fiorentino, woselbst auch sein Porträt zu finden. 
Balestra , Giovanni, Schüler von Folo, ein zu Rom lebender Kupferstecher, der 
u. A. Christus mit der Samariterin am Brunnen, nach Garofalo und Dido auf dem 
Scheiterhaufen, nach Guercino treiflich in Kupfer gestochen- 
Balke, ein Landschaftsmaler aus Christiania, der iir vortrefflichön landschaftlichen 
Gemälden die norwegische Natur mit ebensoviel YVahrheit, als Stimmung und XVir- 
kung schildert... Für den König von Preussen malte er 1852 zwei gerühmte Bilder 
"Nordcap", eine Sommermondnacht im höchsten Norden, und eine JVardehus", die 
Darstellung der glänzenden Erscheinung eines NordliChfS- 
Ballenberger, Karl, geb. 1801 zu Ansbach, ein tüchtiger Historienmaler, der sich 
auf der Akademie zu München gebildet und sich später in Frankfurt niedergelassen, 
liebt vorzugsweise die Darstellung mittelalterlicher Vorwürfe, die er in kleinerem 
Format mit grossem Verständniss und ausserordentlichem Fleiss ausführt. Von ihm? 
sind auch im Römersaal zu Frankfurt die trefllichen Bilder: des Königs Konrad In E 
Ludwigs des Bayern und Rupprechts von der Pfalz- 
Baltens, Pieter, geb. 1540, gest. 1611, malte Landschaften in P eter Breughel's 
Manier, Jahrmärkte, Kirchweihen und Gesellschaftsstücke.
        

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