Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1041422
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Baese 
Baillu. 
Baese, J011., ein Maler aus Braunschweig, der treffliche Copieen nach den Werken 
grosser Meister, z. B. nach der Madonna di S. Sisto, der Madonna. Tompi von Ra- 
phael lieferte, aber zu Madrid, wo er im Auftrag des Herzogs von Braunschweig 
einige Bilder des Museums, u. A. die Kreuzschleppnng nach Raphael copiren sollte, 
im Jahr 1837 seinem Leben selbst ein Ende macht-e. 
Bagelaar, Ernst Willem Jan, ein niederländischer Kupferätzer, geb. 1775, gest. 
1837, der nach eigenen Zeichnungen, nach A. van de Velde, nach J. Jacobson 
n. A. eine sehr g1'0sse Anzahl von Blättern in Kupfer ätzte. 1n späteren Jahren 
malte er auch Porträts in Oel. 
Bagge, M. F., ein der Gegenwart angehöriger Landschaftsmaler, der sich in Copen- 
hagen und später in Düsseldorf gebildet, und mit besonderer Treue und Gewissen- 
haftigkeit, mit tiefer Sättigung der Farbe die Natur seines Vaterlandes in ihrem gross- 
artigen Ernste darzustellen weiss. 
Baglione, Giovanni, geb. zu Rom 1573, gest. 1644, war ein Schüler des Franc. 
Morelli aus Florenz, bildete sich aber selbstständig nach den Werken grosser Meister 
aus. Die meisten Kirchen Roms besitzen Bilder von ihm; insbesondere hat er sich 
durch seine Gemälde: die Erweckung 'l'habita's und die Fusswaschung in S. Peter be- 
rühmt gemacht; für jene wurde er vom Papst mit einer goldenen Kette, für diese 
mit dem Christusorden beehrt. Er malte jedoch auch für andere Kirchen Italiens, 
z. B. für den Dom von Perugia: einen heil. Stephan, für die Hauptkirche zu Loretto: 
die heil. Katharina u. s. w. Baglione ist nicht sehr bedeutend in der Erfindung, da- 
gegen zeigen seine Bilder eine gute kräftige Farbungy gefällige Anordnung und 
einen leichten freien Pinsel. Er gehört unter die besseren der römischen Manieristen 
zu Anfang des 17. Jahrhunderts. Die von ihm herausgegebenen Lebensbeschreibungen 
derjenigen Künstler, die von 1572_164U in Rom gearbeitet  enthalten viele schätz- 
bare Nachrichten. Auch eine Beschreibung der Kunstwerke in den neueren Kirchen 
Roms, die 1639 erschien, besitzt man von ihm. 
Bagnacavallo, Bartolomeo, siehe Ramenghi. 
Baider, 51111011, aus Constanz, ein Zeitgenosse des älteren Syrlen, war ein treff- 
licher Bildschnitzer, der um 1470 das ausgezeichnet schöne Schnitzwerk an den Thür- 
ilügeln des Hauptportals im Dome von Constanz, Scenen der Passionsgeschichte 
enthaltend, ausführte.  
3311116, William, geb. 1736 in Irland, war Cavallerieoiiicier in englischen Diensten, 
und beschäftigte sich aus Liebhaberei mit der Zeichen- und namentlich der Kupfer- 
stecherkunstd widmete sich aber, als seine Stiche, die er mit der Nadel und dem 
Grabstichel in Schwarzkunst, in Kreiden- und in gctuschter Manier ausführte, überall 
die ehrendste Anerkennung fanden, später ganz derselben. Besonders glücklich war 
er in der Nachahmung Rembrandts, den er in einigen Blättern, besonders in der 
Landschaft mit den drei Bäumen, so täuschend imitil-te, dass seine Copien in gleichgqn 
Werthe mit den Originalen stehen,  die Abdrücke einer von ihm überarbeiteten 
Platte Rembrandts, des sog. Hnndertguldenblatts , höher bezahlt werden, als die 
ersten vom Weister selbst. Zu den besten seiner sämmtlichen, aus mehr als 200 
Blättern bestehenden Arbeiten, deren älteste die Jahrzahl 1753, die jüngste 1777 
trägt, gehören: Der Goldwäger, nach Rembrandt; Susanna und Daniel, nach Ger- 
brand van den Eeckhout; der Federnschneider, und zwei Otiiciere bei einer Frau, 
welche bei einem Lichte schläft, nach Gerh. D ow; der Herzog von Monmouth zu Pferd, 
nach N e t s c h e r und Wy 6 k; die Grableguilg, nach R e m b r an d t ä ffillkende und  
spielende Bauern, nach Teniers; Wilhelm, Prinz von Oranien zu Pferd, nach Ter- 
burg; das Porträt des Franz Hals, nach Hals u. s. w.  
Literatur. Heinecken, Dictionnnire des artistes.  Huber und Rost, Handbuch für Kunstliebhaber. 
Baillu oder Balliu, geb. 1614 zu Antwerpen, einer der ffeiflichsten Kupferstecher 
seiner Zeit, erhielt den ersten Unterricht in seiner Vaterstadt und bildete sic11 später 
in Italien aus. Zu seinen besten Blättern zählt man: die Versöhnung Jacobs mit 
Esau, Christus im Oelgarten und die sterbende Magdalena, nach Rubens; den heil. 
Anastasitis, nach Re mbran d t; den Leichnam Christi auf dem Schoose der Maria, nach
        

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