Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1041345
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Audran 
Auliczek. 
Audran, Germain, der Bruder des Vorigen, geb. 1631 zu Lyon, gest. 1710 daselbst, 
übte ebenfalls die Kupferstecherkunst, insbesondere in Porträts und Landschaften. 
Audran, Jean, der Sohn des Obigen, geb. zu Lyon 1667, gest. 1756 zu Paris, 
bildete sich unter seinem Vater und seinem Oheim Gcrard zu einem treiflichen 
Kupferstecher aus, der, wenn auch seine Arbeiten denen des Letzteren nicht gleich- 
gestellt werden können, dennoch seinem Namen alle Ehre 111acht. Unter seine besten 
Stiche zählt man: den Raub der Sabinerinnen, nach Poussin; die Auferweckungg; des 
Lazarus und den wunderbaren Fischzug, nach Jouvenet; die Findung Mosis , Jacob 
beklagt sich gegen Laban, Esther vor Ahasver, die Auferstehung Christi, nach Coy- 
pel; die Auferstehung Christi, nach C orneille , und Galathea auf dem Meere, nach 
Carlo Maratti. 
Audran, LOIIiS, geb. 1670 zu Lyon, gest. 1712 zu Paris, G ermain's jüngster 
Sohn ging ebenfalls in seines Oheims Schule und vervollkonnnnete sich darin zu 
einem Kupferstecher, der geschätzte Arbeiten lieferte. 
 Auer, Anton , geb. 1777 zu München, bildete sich in der könig-l. Porzellanmanu- 
faktur zu Nymphenburg unter Melchior und 1809 mit Unterstützung des Königs Max 
von Bayern auf der Akademie zu Wien zum trelflichen Porzellanmaler aus. Nach 
seiner Rückkehr in die Heimath zum Obermaler an derselben Anstalt ernannt, wo er 
seinen ersten Unterricht genossen , erhielt er den Auftrag, eine Reihenfolge der 
schönsten Gemälde der k. Bildergallerie zu einem Service für den König auf Porzellan 
zu copiren. Seine ausgezeichnetsten Leistungen fanden allgemeinen Beifall, allein 
inmitten der schönsten Zeit seines Wirkens rief ihn 1814 der Tod ab. Auer legte 
den Grund zu einer neuen Schule der Porzellanmalerei, die in der Folge in jenem 
Institut zu hoher Vollkommenheit ausgebildet wurde. 
Auer, Hans Paul, geb. 1638 zu Nürnberg, ein seiner Zeit sehr geschätzter Maler, 
der sich in Italien ausgebildet, viele Bilder aus der christlichen Geschichte und antiken 
Mythologie in dem Geschmack des Liberi ausführte und auch als tüchtig im Porträt- 
fach gerühmt wird. 
Auer, Kaspar , Maler und Lithograph, geb. 1795 zu Nymphenburg, gest. 1821, 
lieferte treHliche Lithographien für das Münchner Galleriewerk nach Ruysdael, 
Claude Lorrain, Potter, A. van de Velde u. s. w. 
Auer , Max , Sohn des Ant o n, einer der treiflichsten Schmelzmaler unserer Zeit, 
geb. 1805 zu Nymphenburg, erhielt seinen ersten Unterricht durch seinen Vater, 
besuchte später die Akademie zu München und bildete sich unter Prof. Gärtner und 
Inspektor Adler von 1823 in der k. Porzellanmanufaktur aus. Von 1829 an setzte 
er die von seinem Vater begonnenen Copien nach den bedeutendsten Gemälden der 
Pinakothek mit sehr grossem Erfolg fort. Man bewundert in seinen Porzellange- 
mälden, die unter die schönsten Hervorbringungen in diesem Fache der Malerei ge- 
hören, die überaus grosse Treue und die Vollendung und Feinheit der Ausführung, 
Auerbach, Joh. Gottfn, geb. 1697 zu Mühlhausen, gest- 1753 R18 kaiserl. Hof- 
maler zu Wien, malte vorzüglich Bildnisse. Die k. k. Gallerie zu Wien bewahrt von 
ihm das Porträt des Kaisers Karl VI. 
Augustin, Jean Baptiste Jacques, geb. 1759 zu St-.Diez in Frankreich, gest, 1832 
zu Paris, war einer der vorzüglichsten und gesuchtesten französischen Enlajlle- und 
Miniaturmaler, der viele tretfliche Schüler bildete und eine zahllose Menge von 
Bildnissen malte, an denen man neben grosser Aehnlichkeit- die YVärme und Frische 
des Colorits und die Zartheit der Ausführung rühmt. Er wurde Kabinetsmaler des 
Königs und Ritter der Ehrenlegion. 
Augustini, Jan, ein verdienstvoller Blumen- und Porträtmaler, geb. 1723 zu Grö- 
ningen, gest. 17 73 zu Haarlem. 
Auliczek, Dominik, geb. zu Policzka in Böhmen 1734, bildete sich in der Heimath, 
Zll Wien und namentlich zu Rom in der Bildhauerkunst aus und kehrte, nachdem er 
daselbst mehrere grosse Statuen ausgeführt und von Papst Clemens XIII. zum Ritter 
des goldenen Sporns geschlagen worden war, nach Deutschland zurück, wo er bei 
der churfürstlichen Porzellanmanufaktur zu Nymphenburg angestellt wurde. Hier
        

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