Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1041302
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Assche 
Attavante. 
Heiland und die Apostel, Eros und Anteros, die vier Erzengel. Es werden ihm 
auch verschiedene Sculpturen in Bronze zu Augsburg zugeschrieben. 
Assche, Henri, van, geb. 1775 zu Brüssel, gest. 1841, studirte unter J. B. de Roi 
und bildete sich sodann auf Reisen in Deutschland, der Schweiz und Italien zu einem 
trelilichen Landschaftsmaler aus, an dessen-äusserst zahlreichen in den Niederlanden, 
Frankreich und England zerstreuten Bildern man besonders die grosse Naturwahrheit 
und das anmuthsvolle Colorit rühmt. Assche wurde im J. 1836 durch das Rittcrkreuz 
des Leopoldsordens ausgezeichnet. 
Literatur. Immerze el, De Levens en Werken der Holl. en Vlaam. Kunstscliilders u. s.w. Amsterdam 1842. 
Asselyn, Jan, gen. Krabbetj e, geb. 1610 zu Antwerpen, gest. 1660 zu Amster- 
dam, bildete sich im Vaterlande unter Jezaiäs van de Velde und Jan Miel und in 
Rom unter Pieter van Laar zu einem ausgezeichneten Landschaftsmaler aus. Vor- 
nehlnlich aber nahm er in seinen Darstellungen, von denen man in allen bedeutenden 
Gallerien Hollands, Frankreichs, Englands und Deutschlands herrliche Exemplare 
sieht, N. Poussin und Claude Lorrain zum Vorbild. Er staliirte sie meistens 
mit Thieren, Figuren und Ruinen,  er malte selbst kleine geschichtliche Darstel- 
lungen und Schlachtenbilder. Seine sehr gesuchten und theuer bezahlten Bilder sind 
meistens poetisch gedacht und mit feinem Gefühl für Harmonie im Colorit zu einer a 
hohen Vollendung durchgeführt. i 
Assen, Jan van, geb. 1635 zu Amsterdam, gest. 1695 , malte Landschaften und 
Historien mit grossen auf die Entfernung berechneten Pinselstrichen. Es sind in- 
dessen oft nur gemalte Copieen nach Tempestafs Kupferstiohen. 
Assen, Jan Walter van, siehe Cornelisz. 
ASSiSi, Tiberio 11', ein Schüler des Pietro Perugino, der um 1524 noch lebte, 
sich Tiberius Diatelevi unterzeichnete, und im Kloster degli Angeli zu Perugia 
Scenen aus dem Leben des heil. Franciskus gemalt haben soll, in denen er seinen 
Lehrer zum Vorbild genommen. Das Berliner Museum besitzt von ihm ein in ähn- 
licher Weise dargestelltes Rundbild, Maria mit dem Kinde und den h. h. Hieronymus 
und Franciscus. 
Ast, Bartholomeus van der, blühte um 1620 zu Utrecht als ein geschickter, minia- 
turartig ausführenden Blumen- und Früchtenmaler.  
Asteas, ein griechischer Vasenmaler, von dem sich u. A. in den Studj zu Neapel 
eine Vase mit einer Darstellung des Cadmus und der Pallas befindet. 
Athenion, aus Maroneia, Glaukion's Schüler, ein altgriechischer Maler, der um 
320 v. Chr. Geb. blühte.  Von einem Steinschneider desselben Namens besitzt das 
k. Museum zu Neapel einen Cameo mit einer Darstellung des Zeus, der Blitze gegen 
die Giganten schleudert. 
Athenodoros, aus Kleitor in Arkadien gebürtig, ein Schüler des Polykleito s, 
blühte um 300 v. Chr. Geb., und wird als Bildner edler Frauen gerühmt. Er führte 
unter den von den Lacedämoniern wegen ihres Sieges über. die Athener nach Delphi 
geschickten WVeihegeschenken die Statuen des Apollo und des Zeus aus.  Der 
rhodische Bildhauer gleichen Namens bildete mit Agesander und Polydor die be- 
kannte Gruppe des Laokoon.  
Atkinson, 101111, ein englischer Schlachtenmaler, der sich -zu Ende Yorig, Jahrh. 
in Russland aufhielt und dort eine Siegesscene der Russen über die Tartaren, und 
die Taufe des Grossfürsten WVladimins malte, namentlich übe? durch sein 1819 in 
London ausgestelltes Bild der Schlacht von Waterloo unter seinen Landsleuten gros- 
sen Ruf erwarb. 
Attavante, auch Vante genannt, Florentiner Voll GebllYt , ein ausgezeichneter 
llrliniaturmaler, der in den beiden letzten Jahrzehnten des 15. Jahrh. thätig war, 
und von dem man in der Bibliothek der Herzoge von Burgund ein für den König 
Matthias Corvinus von Ungarn ausgeführtes prachtvolles Missal mit Arabesken, Blu- 
men und Figuren mit der Inschrift: Actavantes de Actavantibus de F10 rentia 
hoc opus illuminavit. A. D. MCCCCLXXXV und in der k. Bibliothek zu Paris 
ein Brevier des Bischofs von Grau besitzt, Werke, welche viele Verwandtschaft mit
        

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