Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1041282
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Artaria 
Asne. 
von Karl V. wegen seiner Geschicklichkeit im Porträtmalen zu seinem Kammermaler 
ernannt wurde.  
Artaria, Matthias, ein der Gegenwart angehöriger Maler, aus Mannheim gcbiirtig 
und in Düsseldorf gebildet, zeichnet sich in seinen Darstellungen, besonders von 
Kämpfen der Tyroler, auch in historischen Bildern durch die unmittelbare Frische, 
Lebendigkeit und dramatische TVirkung aus.   
ATÜOiS, Jacques (T, geb. 1613 zu Brüssel, soll sich in der Schule von TVildens 
zum Landschaftsmaler herangebildet haben. lilan rühmt an seinen landschaftlichen 
(iemälden die Naturxvahrheit, die schönen Vorgrüntle , die Leichtigkeit in den von der 
Luft bewegten Baumparthieen, die (luftigen Fernen.  die treifliche Vertheilung von 
Licht und Schatten und die kräftige Wirkung. Teniers soll dieselben meistens mit 
Figuren staflirt haben. In den Niederlanden sieht man "noch viele seiner Gemälde, 
aber auch die deutschen Gallerien bewahren manches Bild von ihm. TV. Hollar 
stach 13 Blätter nach ihm. Er starb 1665.  . 
Asam, ÜOSIIIRS Damian, ein seiner Zeit sehr gefeierter hialer, der zu Benedikt- 
beuren geboren und in Rom gebildet wurde, nach seiner Rückkehr in's.Vate1'la11d in 
der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts sowohl in Decken- als Altarbildern, in Oel 
und Fresko für verschiedene Kirchen Bayerns , Ttvrols und der Schweiz vielfach be- 
schäftigt war und in seinen Gemälden correkte Zeichnung, schöne Anordnung und. 
harmonische Färbung, überhaupt eine ungemeine technische Fertigkeit, aber schon 
mehr jene äusserliche Virtuosität des sinkenden Geschmacks, entfaltete. Yen seiner 
Hand betinden sich u. A. Malereien in der h. Geist-, Damenstifts- und St. Annenkirche 
in München, in der Domkirche zu Freiburg, in der hirche St. Emeran zu Regensburg, 
im Schloss zu Schleissheiin, in der St. Jacobskirche zu Innsbruck, in der Kirche Maria 
Einsiedel in der Schweiz u.  w.    
Asam, Egidius, der Bruder des Obigen, geb. zu Tegernsee, um dieselbe Zeit und, 
wie jener in der Malerei, so als Bildhauer, mit derselben meisterlichen Fertigkeit in 
den verschiedensten Stuccaturarbeiten in Kirchen und Palästen. thätig. In der Stifts- 
kirche zu Osterhofen befindet sich eine heil. Familie in Stucco , und in der St. Peters- 
kirche zu München die Statue des h. Petrus in Holz geschnitzt von ihm. Auf seine 
eigene Kosten erbaute Egidius- 1733-46 die St. Johanniskirche in lßiiüncihen in dem 
barocken und überladenen St-yl der Zeit. Er schmückte sie mit einem Reichthum von 
Stucczttura-rbeiten, sein Bruder mit Decken- und Altarbild.  
Ascanj, Pellegrino, aus Carpi, ein ausgezeichneter Blumenmaler des 1T. Jahr- 
hunderts.    
ASGh, Pieter JMISZ. van, geb. 1603 zu Delft, ein vortrefilicher niederländischer 
Landschaftsmaler, dessen Bilder sich durch ihre Lieblichkeit auszeichnen, übrigens m 
sehr selten sind. Sein Vater, Jan van Asch, war Porträtlna-lef- 
ASGiQJIO, Giovanni (T, ein Schüler des sienesischen Malers Berna oder Barna, 
vollendete um 1380 die durch den Tod des Lgtztcfcl] unterbrochenen Malereien aus 
dem neuen Testamente in der Hauptkirche zu S. Gimignano im Valdelsa, führte auch 
einige Malereien im Spitale zu Siena aus und erwarb sich durch diese und andere Ge- 
mälde im Hause der Mediceer, die ihn sehr beschützten, einen großen Ruf... 
Askaros , Bildgiesser aus Theben , ein Schüler des Kanachos oder Aristokles, 
der zur Zeit des Xerxes lebte, schuf ein Bild des Zeus mit Blumen bekränzt und den 
Blitz in der Hand, das die Phocenser Wegen ihrer Siege über die Thessalier nach 
Olympia weihten.  
Asklepiodoros, ein altgriechischer Maler aus Athen, der u. A. für den Tyrannen 
Mnason die Zwölfgötter malte und von Apclles, seinem Zeitgenossen, wegen der 
Symmetrie in seinen Bildern bewundert worden" sein S011. 
Asne, Michel 1', aus Caen, geb. 1596, gest. zu Paris 1667, bildete sich nach Vil- 
lamena und Bloemaert zu einem tüchtigen Kupferstecher aus, dessen Arbeiten, 
wenn auch nicht frei von Trockenheit, sich durch den schönen Grabst-ichel auszeich- 
nete. Zu seinen besten Blättern gehören: der Leichnam Christi, nach seiner Erlindung,
        

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