Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1041193
Apollonios 
APPiani. 
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derten, einem ähnlichen Werk des Lisipp's nachgebildeten Torso des Herkules, einer 
der ausgezeichnetsten künstlerischen Hervorbringungen der griech. Kunst zur Zeit 
der römischen Herrschaft, war ein Zeitgenosse des Pompejus und Cäsars. Ein anderes 
Werk des Künstlers, der Sturz eines Herkules oder Aeskulaps, das sich ehemals im 
Pal. Massinii zu Rom befand, ist spurlos verschwunden , ein drittes ihm zugeschrie- 
benes, mit seinem Namen bezeichnetes, ein junger Satyr, von vorzüglicher Schönheit, 
befindet sich in der Egremonfschen Sammlung zu Pet-worth.  
Literatur. Brunll, Geschichte der griechischen Künstler.  
Apollonios, aus Athen, Sohn des Archias, bekannt als der Meister einer in Her- 
kulanum gefundenen Bronzcbüste eines jugendlichen Mannes, in welchein man den 
Augustus erkennen will. Jedenfalls lebte der Künstler zur Zeit dieses Kaisers. 
Apollonios, von Tralles, und dessen Bruder Tauriskos, Söhne des Artemidoros 
und Schüler des Menekrates , verfertigten die berühmte Gruppe des sogenannten 
farnesischen St-iers"', Zethus und Amphion, welche, die Schmach ihrer Mutter zu 
rächen, die Dirke an die Hörner eines Wilden Stiers anbinden, darstellend, von Rhodos 
unter Kaiser Augustus nach Rom gebracht und jetzt im Museum von Neapel, ein 
YVerk aus der nach Alexander des Grossen Tod herrschenden Nachblüthe der griechi- 
schen Plastik, das zwar eine äusserlich imposante Wirkung hervorbringt, aber ohne 
befriedigenden geistigen Inhalt ist. Die Gruppe hat schon unter Caracalla und 
später durch Guilelmo della Port-a (gest. 1577) nicht ganz passende Ergänzungen 
erhalten.  
Apollonius, ein griechischer Maler, der auf Bitten und Zureden des A. Tafi (1213 
bis 1294) von Venedig, wo griechische Maler in S. Marco Mosaiken ausführten, nach 
Florenz kam, um ihm an den Musiven des Gewölbes zu helfen. Ausserdem zeigt man 
von ihm in der Kapelle des Campo Santo zu Pisa ein Crucifix.  
App , Peter Wilhelm, besuchte 1820 die Akademie zu München und bildete sich 
später unter P. v. C ornelius in der Historienmalerei aus. Er schmückte mit W. 
Rö ckel das Schloss des Freiherrn von Plessen in der Nähe von Düsseldorf mit Fres- 
ken, erwarb sich aber auch in der Oelmalerei einen geschätzten Namen, wiesein 
1841 zu Darmstadt ausgestelltes Bild: Hermann als Sieger zu den Seinigen zurück- 
kehrend, beweist.   
Appel, Jakob, geb. 1680 zu Amsterdam, gest. 1751, ein Schüler von Timotheus 
de Graaf und van der Plaas, war seiner Zeit ein sehr geschätzter und vielseitigst 
beschäftigter Ilistoriein, Bildniss- und Landschaftsmaler.  
Appelman, Barend, geb. 1640 zu Gravenhage, gest. 1686, ein geschickter Land- 
schaftsrnaler, der gewöhnlich italienische Ansichten maltennd das Schloss von S oest- 
dijk mit sehr schönen Prospekten schmückte, auch die Gemälde anderer Künstler, 
z. B. die Bildnisse desJan d e B aan mit Landschaften stailirte. 
Appelmans , Pieter, einer der wenigen namhaft gewordenen niederländischen 
Architekten des 15. Jahrhunderts, der um 1412 blühte, die S. Georgskirche zu Ant- 
werpen baute, die erste Hand an die dasige Hofkirche legte und 1420 die Pläne 
zu dem 432 Fuss hohen Thurm entwarf. Er starb 1434 zu Antwerpen.  
Literatur. Immefzßel, De Levens 911 Werken der I-Iollnndsche und Vlaamsclxe Kunstschiders u. s. w. 
Appiani, Andrea, einer der geschätztesten"Künstler seiner Zeit, die ihm den Na- 
111611 dßS "Malers der Grazien" gab , wurde aus einer alten , aber armen adeligen 
Familie 1754 zu Mailand geboren, woselbst er sich auch schon von früher Jugend 
an der Kunst und zwar anfänglich, um seine Existenz zu sichern, der Dekorations- 
malerei widmete, bis er durch eifrig-es Studium der alten grossen Meister Zll Parma, 
Bologna und Florenz, sowie der Raphaehschen Fresken zu Rom, sich Ohne irgend 
einem Vorbild ausschliesslich zu folgen, selbstständig ausbildete und zu einem der 
ersten Freskonlaler aufschwang, dessen Talente von Fürsten und Grafen vielfach in 
Anspruch genommen wurden. Napoleon ernannte ihn zu seinenLHofmaler, ertheilte 
ihm den Orden der Ehrenlegion und setzte ihm einen jährlichen Gehalt aus , der ihm 
aber nach dem Sturze des Kaisers entzogen wurde, so dass der Künstler, den 1813 
" Abgebildet in den Denkmälern der Kunst. Altas zu Kuglers Handb. der Kunstgesch. Taf. 19, Fig. 5.
        

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