Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1041173
Antonio 
Apelles. 
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Antonio (18 Holanda, ein portugiesischer Miniaturmaler, malte das Bildniss Kai- 
ser Karl V. (regierte von 1519-1558), und zwar xiach des Letzteren eigener Ver- 
Sicherung ähnlicher als das von Tizian gewesen sein soll. Sein Sohn Francisco be- 
richtet- in seinem XVerke „de 1a Pintura antigua" sein Vater sei der beste Miniatur- 
maler in Portugal gewesen.  
Antonio da. San Gallo, siehe Sangallo. 
Antonio di Federigo, ein Bildhauer in Siena, der um die Mitte des 15. Jahr- 
hunderts verschiedene Statuen für den Dom ausführte. 
Antonio, Francesco (11, ein hlaler aus Orvicto, der 1370-1373 unter Ugolino 
di 1' rete llario an den ausgedehnten Fresken des dortigen Doms mitgearbeitet und 
1400 die Fenster hinter dem Hochaltar gemalt haben soll. 
AIITSODÄO (18 Montreal, ein spanischer Maler, der im ersten Viertel des 17. Jahrh. 
zu Madrid blühte, wo man im Kloster de 1a Trinitlad calzada den heil. Johannes de 
Mata, der einen Kranken heilt, sieht. 
' AnlZOIIiO, P8010 di Matteo, aus Siena, leitete von 1362-1367, in welch letzterem 
Jahre er starb, den Bau des ])om's von Orvieto und die Bildhanerarbeiten daran. 
Antonissen, Henricus Josephus, geb. zu Antwerpexi 1737, gest. 1794, ein treif- 
licher Landschaftsmaler, dessen mit Thieren statiirte Bilder sehr geschätzt sind, war 
der Lehrer mehrerer bedeutender niederländischer Landschaftsmaler, wie Omme- 
g a n c k u. A. 
AIIfOIIiSZOOII, Cornelis, geb. zu Amsterdam gegen das Ende des 15. Jahrhunderts, 
ein treftlicher Prospektenzcichner und Formschneider, gab im J. 1544 in 12 Holz- 
schnitten eine Ansieht von Amsterdam heraus, die er Kaiser Karl V. widmete. Diese 
Blätter sind sehr schön aber äusserst selten. In der Schatzkammer seiner Vater- 
stadt bewahrt man ebenfalls noch eine tretlliche Ansicht Amsterdanfs vom J. 1536. 
Antoniszoon bekleidete seit 1547 die Stelle eines Raths. 
Antwerpen, Livin, ein Schüler Memlin g's, arbeitete mit seinem Lehrer und seinem 
Mitschüler Gerhard von Gent an dem mit vielen hIiniat-urein geschmückten Gebet- 
buch in der Bibliothek von S. Marco in Venedig, dessen grössere bildliche Darstel- 
lungen, meist heiligen Inhalts, sich durch den Reichthum der Phantasie, der sich in 
ihnen kund gibt, die (irossztrtigkeit des Styls und die Feinheit der Ausführung aus- 
zeichnen. Demselben Künstler, wahrscheinlich identisch mit Livin de WVit-te, wird 
eine, bald Eyck, bald M e mling zuerkannte Anbetung der Könige (gest. v. Clless) 
in der Pinakothek zu München, und eine ähnliche, ehemals im Besitz des Herrn Aders 
zu London zugeschrieben. 
Aparicio, JOSä, ein spanischer Maler, geb. 1780, wahrscheinlich ein Sohn des 
Manuel Moreno Apariccio, der um 1773 tretlliche Glasgemälde in Toledo und 
Leon ausführte , ging in 1) avid's Schule und eignete sich dar-in bei aller Strenge der 
Zeichnung doch auch zugleich seines Lehrers theatralische Darstellungsweise an, 
wie man in seiner "spanischen Epidellliü", an seiner Attalia u. s. w. sieht. 
Apellas, altgriechischer Erzgiesser um 4-20 v. Chr. Geb. thätig, bildete betende 
Frauen und Philosephenstatuen; auch wird ihm ein Viergespnnn mit WVagenlenker 
und dem Bild der Kyniska zugeschrieben- 
Apelles, der grösste Meister der griechischen Malerei, 356-308 vor Chr. Geb. 
blühend, geboren auf der lnsel K05, ilach andern zu Kolophon, erhielt seinen ersten 
Unterricht bei Ephoros in Ephesus, trat aber später gegen ein Talent als Lehrgeld 
und 10 Lehrjahre in die Schule des Pamphilus zu Sikyon, in der er sich erst zu 
höherer Vollkommenheit bildete. In seinen YVerken wusste er die Vorzüge der joni- 
schen Kunstweise, Anmuth, sinnlichen Reiz, blühendes Colorit, mit der wissenschaft- 
lichen Strenge der Durchbildung und dem Ernst und der Kraft der sicyoifschen zu 
vereinigen, feinste und genaueste Zeichnung mit der TVeichhc-it und 110111 Schmelz 
der hlodellirung, ungemeines Leben und treuste Naturwahrheit mit gewaltiger Wir. 
kung zu verbilltlßll- Vor Allem aber herrschte in seinen künstlerischen Hervorbrin- 
gungpn eine Eigenschaft vor, in der ihm das gesammte Alterthum den Preis zuer- 
kannte, die Grazie. Diese wird wohl am vollendet-sten in seinem vielfach gefeierten 
Müller, Künstler-Lexikon.  4
        

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