Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1041165
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Antiphilos 
Antonio. 
Jahr 400-370 v. Chr. Geb., von dem drei WVerke: die Dioskuren, ein Bild des t1'o- 
janischen Pferdes aus Erz, und einige Statuen von den Weihegeschenken, welche die 
Tegeaten wegen ihres Sieges über die Lacedäimonier nach Delphi gesandt, rühmend 
genannt werden. 
Antiphilos, ein in Aegypten geborener Grieche und Schüler des Kt e s i demos, 
um 330 v. Chr. Geb. blühend, wurde unter die sieben grossen Meister der Blüthezeit 
griechischer Malerei gezählt. Ausser einzelnen bedeutenderen Leistungen, die sich 
durch Natürlichkeit, Leben und Anmuth auszeichneten, macht er sich besonders durch 
eine, in den verschiedenen eigenthülnlichen Richtungen seiner Zeit begründeten Nei- 
gung zu genreartigen Darstellungen mit zierlichen Lichteffekten benierkenswerth. 
So wurde sein Satyr, die Hand vor die Augen haltend, sein Knabe, der ein Feuer 
anbläst, ferner sein Porträt Alexander des Grossen als Knabe u. s. w. vielfach be- 
wundert.  
Antiqlllls, Johannes, geb. 1702 zu Gröningen, trieb in seiner Jugend die Glas- 
malerei, die er bei Gerhard van der Veen erlernt hatte, widmete sich aber später 
der Oelmalerei unter Jan WVassenberg, und begab sich sofort mit seinem Bruder 
Lambert, der ein guter Landschafts- und Ornamentenmaler war, auf Reisen, die 
ihn nach Florenz brachten, woselbst er in des Grossherzogs Dienste trat, auch für 
Papst Benedict XIII. vielfach beschäftigt wurde. Nach dem Tode seines Herrn kehrte 
er jedoch wieder in's Vaterland zurück und starb dort zu Breda 1750. Antiquus folgt 
in seinen Werken mit grosser Leichtigkeit und tüchtiger Gewandheit den hlustern 
der römischen Schule, sie sind gut gezeichnet und schön gemalt. Man lobt seine 
Porträts, noch mehr aber seine historischen Bilder: seinen Mars von den Grazien 
entwaffnet, Scipio Africauus, einen Coriolan, einen Sturz der Giganten u. s. W. im 
Palaste zu Breda.  
Antistates, erbaute unter der Herrschaft der Pisistratiden um die Mitte des sechsten 
Jahrhunderts v. Chr. Geb. in Gemeinschaft mit Kalläschros, Antimachides und 
Porinos den Tempel des olympischen Zeus zu Athen. 
Anmine, Jacques Denis, geb. zu Paris 1733, gcst. 1801, ein tüchtiger Architekt, 
der sich bestrebte in seinen WVerken wieder einen besseren, den antiken Mustern 
zugewandten Geschmack einzuführen, wie seine Münze zu Paris, sein Palast Berviq 
zu Madrid, das Münzgebäude zu Bern u. s. w. beweisen. 
Anwlillez, D011, Josef, geb. zu Sevilla 1639, gest. 1676, ein in FY- Riliis Sßhule 
gebildeter, ausgezeichneter Landschaftslualer, dessen Bilder sich durch die reizende 
Feinheit der 'l'inten und die Zartheit und Anmuth der Ausführung auszeichnen. 
Antolinez y Sarabia, Don Francisco, ein Schüler von Murillo. der, nachdem er 
zu Sevilla die Jurisprudenz studirt hatte, dieMalerei ergriff, dann Zll Madrid ab- 
wechselnd die Rechtspraxis und Kunst ausiibte und viele kleine glücklich erfundene 
und mit grosser Leichtigkeit im Geschmack und in der Art der Färbung seines Leh- 
rers ausgeführte Bilder aus der biblischen Geschichte und dein Leben der Maria malte. 
Er starb 1700. 
Antßlini, GiOV., Professor der Architektur zu Mailand, ist durch seine im Auftrag 
Napoleons gemachten Entwürfe für ein Forum Bonaparte, die 1808 veröffentlicht 
wurden, durch eine theoretische Schrift über bürgerliche Baukunst, ein XVerk über 
die altrömische Stadt Velleja und die nach seinen Zeichnungen gestochenen Ansichten 
antiker Gebäude bekannt. 
Anton von Worms, siehe Worms. 
Anton, Marc, siehe Raimondi. 
Antonello da. Messina, siehe Messina. 
Antonio, Pedro, geb. 1614 zu Cordova, geßfi- 1675, ein Schüler von Ant. del 
Castillo y Saavedra, dessen Gemälde durch ihr frisches Colorit und die 
Zierlichkeit der Ausführung vielen Beifall fandell- V011 Seiner Hand sind: die heilige 
ätosa von Lima, der heil. 'l'h0n1as von Aequino und die Empfängniss in S. Pablo zu 
ordova.
        

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