Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1041146
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Ansaldo 
Ansiaux. 
Anfang des 17. Jahrhunderts zu Venedig und in der Uingegend als gerühmter Nach- 
ahmer der Darstellungsweise seines Lehrers thätig, gehört zu den Manieristen der 
venetianischen Schule. 
Ansaldo, GiOV. Andrea, geb. 1584 zu Voltri, im Genuesischeu, erhielt den ersten 
Unterricht von Orazio Cambiaso, bildete sich aber mehr durch sich selbst nach 
den Werken des Paolo Veronese. Er zeichnete sich in seinen zahlreichen 
Wandmalereien in Kirchen und Palästen, z. B. in S. Annunziata zu Genua, woselbst. 
er in die Kuppel die Himmelfahrt der Maria, im Pal. Spinola, Wo er die Grossthaten 
der Helden dieses Hauses in Bildern verherrlichte, wie in seinen Oelbildern, seinem 
heil. Ambrosius , der dem Kaiser Theodosius das Abendmahl ertheilt, im Oratorio di 
S. Ambrosio zu Voltri, durch Reichthum der Erfindung, kräftige Zeichnung, Ausdruck 
und Leben und ein heiteres, harmonisches, an die Bilder der Veronese erinuerndes, 
Colorit aus. Er starb 1638.  
Anschütz, Herrmann, geb. zu Coblenz 1802 , erlernte die Malerei bei Professor 
Ha-rtmann in Dresden, wurde später ein Schüler von Cornelius in Düsseldorf und 
folgte Letzterem nach München, wo er im Odconsaale das Urtheil des Midas in Fresco 
ausführte. Mit [Tnterstützung des Königs Ludwig von Bayern ging er nach Neapel, 
um im dortigen Museum und zu Pompeji und Herculanum die antike ÄVandlnalerei 
zu studiren und diese Kunstweise in einigen Sälen des neuen Königshaus, dem Speise- 
saal und im Tanzsaal, zur Anwendung bringen zu können. Hier malte er nach seiner 
Rückkehr im Speisesaal nach A. Zimmermanns Zeichnungen mit diesem und Nil- 
son an Decke und Wänden , in Fresco und in Enkaustik, Darstellungen nach Ana- 
kreoifs Gedichten, im Tanzsaal mit Hiltensperger tanzende Figuren und den Chor 
der Musen. Nach Vollendung dieser Arbeiten widmete sich Anschütz der Oelmale- 
rei, und man sah seitdem auf den Ausstellungen viele seiner überall mit Anerkennung 
aufgenomlnenen Bilder, z.  eine Madonna mit dem Kinde, in einem, dem Sas s o- 
ferrato verwandten Style, Magdalena, in der Höhle, Esther, Amor u. s. w. M 
Anselin, 10h. Ludw., geb. 1754, gest. 1823, ein geschickter Knpferstecher, u; A. 
besonders durch die Blätter; ltiloliöre, der Ninon de l'Enclos den Tartutfe vorlesend, 
und den Sieg bei Calais bekannt. 
Anselmi, Michel Agelo, auch M. A. da. Lucca oder da. Siena. genannt, 1491 zu 
Imcca geboren , empfing seinen ersten Unterricht bei S od 0m a und hielt sich hierauf 
längere Zeit in Siena auf, wo er ein Bild in Fonte Giusta malte, das aber keineswegs 
denStyl seines Lehrers verräth. Hierauf kam er bereits als selbstständiger Künstler 
nach" Parma, und malte daselbst 1541 nach einem Ent-wurfe des Giulio Romano für 
La. Steccata die Krönung-der Maria, welche so trefflich ausfiel, dass ihm noch mehrere 
grössere Arbeiten, z. B. die Anbetung der Könige in einer Nische über dem Haupt- 
eingange ebendaselbst, die aber bei seinem 1554 erfolgten Tode unvollendet- blieb, 
ja, selbst einige in Gemeinschaft mit Correggio auszuführende Gemälde übertragen 
wurden , Bestellungen, die , wenn auch letztere nicht zur Ausführung kamen, doch 
beweisen, in welcher Achtung Anselmi stand. Von seinen in Parma ausgeführten 
Bildern sieht man noch in S. Giov. Evang. Christi Kreuztragung (gest. von Eichen s) 
und einige Fresken im Kloster, eine Madonna, und Heilige in der Acatlemia delle belle 
arti. In Gallerien ist dieser Meister selten, doch bewahrt das Louvre zu Paris von 
ihm eine Madonna. mit Kindern von Engeln verehrt.  Anselmi ahmt in seinen 
NVerken den Correggio nach und es gelingt ihm auch öfters eine gewisse Anmuth zu 
erreichen; er liebt fröhliche Farben und ein blühendes Colorit, allein seine Compo- 
sition leidet häufig an Ueberladung, an einer Hinneigung zur Verzerrung, die Stel- 
lungen seiner Figuren sind nicht selten übertrieben und die Umrisse hart. 
Ansiaux,  einer der g-ei-ühmtesten nlßdefnen 
Maler, geb. zu Lüttich 1764, gest. zu Paris 1840, erlernte die Malerei in seinem 
Vaterland , trat sodann in Vincentfs Schule und zeichnete sich hier so aus, dass er  
niehreremals die grosse goldene Medaille und in der Folge das Rit-terkreuz der Ehren- 
legion erhielt. Man hat von ihm eine Menge Kirchenbilder, z. B. die Himmelfahrt 
Maria, die Bekehrung des Paulus, die Auferstehung, die Rückkehr des verlorenen
        

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