Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1046527
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Eupolemos 
Eutychides. 
vom korinthischen Isthmos gebürtig, der von 375-335 v. Chr. Geb. blühte, und 
Maler und Bildhauer war, in Metall und Marmor arbeitete, Kolosse bildete und 
Becher cisellirt-e, auch über seine Kunst schrieb. Sein Ruhm bestand vorzüglich 
in der feineren Durchbildung der Hercen- und Göttergestalten , denen er schlankere 
Verhältnisse gab, und in die er den Ausdruck einer eigenthümlichen TVürde und 
Grossartigkeit zu legen wusste. Unter seinen statuarischen Werken werden beson- 
ders hervorgehoben: die Statue eines Paris, von der man rühmte, dass man in ihr 
den Schiedsrichter der Göttinnen, den Liebhaber der Helena, und doch auch wieder 
den Mörder des Achill zu erkennen geglaubt habe; eine Minerva in Rom, welche von 
Q. Lutatius Catalus unterhalb des Capitols geweiht wurde; das Bild des Bonus 
eventus, d. h. des Genius des Gedeihens der Pflanzen, in der Rechten eine Schaale, 
in der Linken eine Aehre und Mohn haltend; Latona mit ihren Kindern, Apollo und 
Diana, auf dem Arme im Tempel der Concordia; die Gestalten der Virt-us und Gräcia, 
beide kolossal; eine bewundernde und anbetende Frau; die Statue des Hephästos, die sich 
durch den gelungenen Ausdruck des Hinkens auszeichnete ; eine Bildsäulc des Apollo 
Patroos im Kerameikos zu Athen; endlich eine Tempelschliesserin. Euphranor machte 
aber auch Vier- und Zweigespanne, von denen man namentlich Alexander und Philipp 
auf Quadrigen rühmte. Zum Maler hatte Euphranor sich in der Schule des Aristides 
gebildet und er soll sich in dieser Kunst ausser seinen bereits gerühmten Vorzügen 
der Composition und Zeichnung besonders durch sein kräftiges Colorit ausgezeichnet 
haben. Folgende Hauptbilder werden von ihm namhaft gemacht: die zwölf Götter; 
Theseus (von dem der Künstler selbst rühmte, er sei mit dem Fleische des Stiers, 
der des Parrhasios dagegen mit Rosen genährt) mit den Figuren der Demokrßßie 
und des Demos, als Begründer der politischen Rechtsgleichheit unter den Athenern 
dargestellt; das Reitertreffen der Athener gegen Epaminondas bei Mantinea, sämmt- 
liche Gemälde in einer Halle des Kerameikos zu Athen; ferner: Odysseus. der in 
erheucheltem Wahnsinn einen Ochsen mit einem Pferde zusammenspannt, zu Ephesos. 
Als Schriftsteller machte er sich durch ein Buch über die Symmetrie und ein 
anderes über die Farben bekannt.  
Schüler von ihm waren: Charmantides, Leonidas und Antidotos. 
Literatur. Brunn, Geschichte der griechischen Künstler. 1. u. 2. Theil. 
Eupolemos, ein altgriechischer Baumeister aus Argus, der daselbst um 415 v. Chr. 
Geb. einen grossen Tempel der Juno an der Stelle eines kurz zuvor abgebrannten, 
der derselben Göttin gewidmet gewesen, erbaute. 
Eupompos, aus Sikyon , ein altgriechischer Maler, der um 400-380 v. Chr. Geb. 
blühte, und der Gründer der Schule von Sikyon wurde, deren Hauptverdienst, im 
Gegensatz zu der Weichheit der Jonischen in einer wissenschaftlich strengen Durch- 
bildung und in höchster Genauigkeit und Vollendung der Zeichnung bestand. Von 
seinen Bildern ist nur eines bekannt: ein Sieger im gymnastischen Wettkämpfe, die 
Palme in der Hand haltend. Sein Schüler war Pamphilos , der, so viel wir wissen, 
die Malerei zuerst auf eine entschieden wissenschaftliche Weise lehrte. 
Euripides, der tragische Dichter (480_407 v. Chr. Geh), soll in seiner Jugend 
die Malerei geübt habell- Wenigstens zeigte man einige Bildchen von ihm in Megara. 
Euthykrates, ein altgriechischer Erzgiesser um 300 v. Chr. Geb., Sohn und Schüler 
des Lysipp, eiferte seinem Vater mehr im Fleiss, als in der Eleganz nach, und 
strebte mehr nach dem Ernsthaften, als nach dem Anmuthigen. Als Werke werden 
von ihm genannt: ein Herakles zu Delphi; ein Alexander; ein Jäger- und ein Reiter- 
tretfen zu Thespiae; die Statue des Trophonius bei dem Orakel desselben; auch 
einige Porträtstatuen. 
Eutychides, altgriechischer Erzgiesser und Bildner in Marmor, ein Schüler des 
Lysipp, gebürtig aus Sikyon, blühte um 290 v. Chr. Geb. und zeichnete sich in 
seinen Werken durch die Gefälligkeit und Anmuth in der Compositicn, und die Weich- 
heit und Naturwahrheit der Behandlung aus. Als Arbeiten von seiner Hand werden 
angeführt: die Marmorstatue eines Dionysos und die Erzstatuen des Flussgottes
        

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