Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1046471
Espinosa, Geronimo Rodriguez de 
Esquivel, Emanuel de Sotomajor. 
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Geist und grosser Geschicklichkeit. Er studirte zu Toledo und übte seine Kunst in 
Bnrgos, woselbst er namentlich für die Kathedrale thätig war, ohne sich indessen 
Arbeiten für andere Kirchen der Umgegend zu entziehen, wurde aber später von König 
Philipp II. nach Madrid berufen, um dort mit seinem Bruder Hernando die Anlage 
und Leitung von Schmelzöfen zu Glasmalereien für den Eskurial zu übernehmen. 
Nach dem Tode seines Bruders war ihm sein Schüler Die go Diaz bei seinem 
Geschäfte behülflich. 
Espinosa, Geronimo Bodriguez de, Historienmaler, geb. 1562 zu Valladolid, 
lernte die Malerei in seiner Vaterstadt, begab sich aber später nach Cocentayna, wo 
er sich verheirathete und sodann nach Valencia, woselbst er 1630 starb. Er war 
der Vater des Jacinto Geronimo und zeigte sich in seinen Bildern als ein Künstler 
von achtungswerther Handwerkstüchtigkeit. 
Espinosa, Hernano, siehe Espinosa, Francisco. 
Espinosa, Jacinto Geronimo de, Historienmaler, der Sohn des Rodriguez de 
Espinosa, geb. 1600 zu Cocentayna im Königreich Valencia, gest. 1680 zu Valencia, 
lernte die Kunst bei seinem Vater, bildete siehe aber hernach unter Francisco 
Ribalta weiter aus. Er eignete sich eine kräftige Manier an in der Weise des 
Guido Reni und seine Gestalten zeichnen sich" meist durch den Adel des Ausdrucks 
und die Grazie in den Bewegungen aus. In seinem 23.'Jahre malte er im Kloster 
der heil. Thekla zu Valencia einen grossen Christus und im Jahr 1638 im Kreuzgang 
des Karmeliterklosters daselbst: acht grosse Bilder, die aberjetzt nicht mehr vor- 
handen sind. Ausserdem bewunderte man von ihm verschiedene andere Gemälde in 
den Kirchen seiner Vaterstadt und deren Umgebung. Seine von ihm noch im Museum 
zu Madrid befindlichen Bilder, von denen die berühmtesten sind: die Communion der 
heil. Magdalena, der Tod des heil. Louis Bertrand und eine Transüguration, können 
den Vergleich mit den schönen Werken der gleichzeitigen Lombarden aushalten. 
Unter den acht Gemälden, die man von ihm im Louvre zu Paris sieht, sind eine Kreuz- 
tragung und eine heil. Familie die bemerkenswerthesten. Sie entfalten eine grosse 
Energie in Composition und Bewegung und die Farben sind mit breitem pastosem 
Pinsel aufgetragen. Eigenthümlich ist die Mischung von Adel und Trivialität, die 
uns in ihnen entgegentritt. Valencia verlor mit Espinosa's Tod den letzten seiner 
grossen Meister.  
Literatur. Bermudez , Diccionario historicu de los mas illustres professores de las bellas artes in Espaüa, 
Espinosa, J 113,11 de, Historienmaler, gebürtig aus Puente de la Reyna in Navarra 
(Spanien), machte sich im Jahr 1653 verbindlich 24 Bilder aus dem Leben des heil. 
Millan für das Kloster desselben Heiligen zu malen. Er brachte aber nur 12 fertig, 
dem, er Starb während der Arbeit. Sie beurkunden einen tüchtigen Zeichner, über- 
haupt einen Künstler, der mit Verstand zu componiren und kräftig zu coloriren ver- 
stand, Die übrigen 12 Darstellungen malte Francisco Rizi, 
Espinosa, Miguel de, Histüfießmaler aus Arragonien, malte unter Anderem fir 
das Kloster S. Millan de la Cogolla im Jahr 1654 einige Bilder, von denen besonders 
ein Abendmahl und eine Verkündigung gerühmt werden. 
Espinosa, Miguel de, ein spanischer Bildhauer, der in der zweiten Hälfte des 
16. Jahrhunderts an den Sculpturen des berühmten Klosters S. Zoil in Carrion de 
los Condes arbeitete. 
Esquarte, Pablo , ein spanischer Historienmaler, der sich einige Zeit zu Venedig 
aufhielt, dort Tizian's Schule besucht haben soll und gegen Ende des 16. Jahr- 
hunderts nach Saragossa zurüßkkehfte, Wo er den Palast des Herzogs von Villaher- 
mosa mit Malereien schmückte. Er malte auch Bildnisse, unter denen man nament- 
lich die Vorfahren des erwähnten Herzogs als besonders gelungen hervorhebt. 
Esquivel, D011 Antonio Maria, ein ausgezeichneter neuerer spanischer Historien- 
maler, der durch seine Bilder wahre Triumphe feierte. So wurde unter Anderem 
seine Transüguration, die er im Jahr 1837 zu Madrid ausstellte, als ein den besten 
Erzeugnissen der alten Sevillerschule gleich zu stellendes Werk gepriesen. 
Esquivel, Emanuel de Sotomajor, ein geschickter spanischer Kupferstecher, der
        

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