Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1046442
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Erhardt 
Ernst. 
gebung des Schneeberges (1817); eine Landschaft mit Figuren; 12 Radirungen ver- 
schiedener Gegenstände (1814-1816) besonders schätzt. Sein Werk ist von Börner 
in dem "Sammler für Kunst und Alterthum. Nürnberg 1824" genau verzeichnet. 
Erhardt, Karl, Porträtmaler, geb. zu Winterbach (Württemberg), bildete sich 
in der königl. Kunstschule zu Stuttgart und unter Hofmaler v. Gegenbaur zu einem 
sehr gewandten Künstler in seinem Fache aus. Seine Bildnisse sind hübsch aufge- 
fasst, sehr ähnlich und haben ein tretfliches frisches Colorit. Auf dem königl. Land- 
haus Rosenstein sieht man von ihm das Bildniss einer Griechin. 
Erich, H" ein Genremaler zu Düsseldorf, dessen sehr ansprechenden Bilder auf 
den verschiedenen Ausstellungen immerdar Gefallen erregen. Im Jahr 1853 sahen 
wir von ihm: eine Auswandererfamilie und den Kurschmied, zwei trefflich be- 
handelte Bilder. 
Erigonos, ein altgriechischer Maler, war ursprünglich Farbenreiber des Nealke s, 
bildete sich aber später bei Letzterem in der Kunst aus , und machte bei demselben 
solche Fortschritte, dass er sogar noch einen berühmten Schüler, den Pasias 
hinterliess, der bis gegen 140 v. Chr. Geb. lebte. 
Erlinger, Georg, ein Buchdrucker und Formschneider, der 1516 zu Augsburg 
druckte, von 1519 aber bis zu seinem 1542 erfolgten Tode zu Bamberg arbeitete. 
Von seinen Holzschnitten, die von grösster Seltenheit sind, kennt man nur: einen 
Mann und eine Frau; Christus am Kreuz, unten Maria Magdalena, Maria und 
Johannes; Anna und Maria sitzend halten das stehende Jesuskind; eine Titelver- 
zierung mit dem Brustbilde des Kaisers. 
Literatur. Iycleller, Leben Georg Erlingefs, Bamberg 1837. 
Ermels, JOhSIIII Franz , ein tüchtiger Historien- , trefflicher Landschaftsmalcr und 
geschätzter Kupferät-zer, geb. 1621 (nach Anderen 1641) bei Köln, gest. 1693 zu 
Nürnberg, bildete sich anfänglich nach den Werken des Joh. Hulsman zu Köln zum 
Historienmaler, begab sich abe1' später nach Holland und widmete sich hier der Land- 
schaftsmalerei, indem er Joh. Both mit vielem Glück nachahmte. Im Jahr 1660 reiste 
er nach Nürnberg, wo er eine so wvohlwollende Aufnahme fand, dass e1' bis an sein 
Lebensendc daselbst blieb. Hier kehrte er für einige Zeit Wieder zum historischen 
Fach zurück, und malte unter Anderem Christus und die Samariterin am Brunnen und 
die Auferstehung des Heilandes, letzteres Bild für die dortige St. Sebalduskirche 
(1663); seine Neigung für die Landschaftsmalerei wurde aber von Neuem angefacht, 
als er zu dem sich 1662 in Nürnberg niederlassenden Landschaftsmaler YVilleni van 
Bemmel in ein vertrautes Freundschaftsverhältniss trat und dessen Landschaften mit 
Figuren st-aiiirte. Er wandte sich derselben mit erneuter Thätigkeit zu und es gelang 
ihm durch seinen unermüdlichen Fleiss sich einen geachteten Künstlernamen zu er- 
werben. Man lobt in seinen Landschaften den schönen Baumschlavg und die meister- 
haft behandelten Ruinen und Figuren.  
Bilder von ihm sieht man in verschiedenen Gallerien. I1n Städefschen Institut 
zu Frankfurt verwahrt man: eine Landschaft mit aufziehendeni Gewitter, und eine 
andere in Abendbeleuchtung; in der grossherzogl. Gallerie zu Mannheim: eine Land- 
schaft mit Thieren von H. Roos; in der St.Sebalduski1'C116 in Nürnberg: die er- 
wähnte Auferstehung Christi; im Belvedere zu Wien: eine Landschaft mit einem 
ruinirten antiken Grabmal. 
Aber nicht nur mit dem Pinsel, auch mit der Radifnadel lieferte Ermels geist- 
reiche Arbeiten, die von Kennern geschätzt werden. Unter die besten zählt man: 
3 Blätter römische Ruinen und antike Fragmente und 6 Blätter Ruinen und antike 
Fragmente. Nebiges Monogramm findet man auf einer kleinen, im Geschmack  
Breembergs ausgeführten Landschaft mit Ruinen.  
Ernst, Ludwig, ein geschickter Architekt zu Wien, der sich durch seine Bauten, 
namentlich aber durch seine Restaurationen am Stephansdom daselbst einen geach-  
teten Namen erworben. Auch als Architekturmaler wird Ernst gerühmt. Seine Frei- 
singerkapelle und das Innere eines Prunksaales waren die besten architektonischen 
Malereien auf der Kunstausstellung zu Wien im Jahr 1845.
        

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