Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1046433
EPigenES 
Erhard. 
575 
Epigenes, ein altgriechischer Baumeister, der um 420 v. Chr. Geb. lebte und das 
Theater zu Thasos baute. 
Epigonos, ein altgriechischer Erzbildner, der wahrscheinlich in der letzten Zeit 
der selbstständigen griechischen Kunst thätig war und als Verfertiger von Ehren- 
stat-uen, namentlich aber eines Tubabläsers und eines Kindes, das auf Mitleid erre- 
gende Weise die sterbende Mutter liebkost, genannt wird. 
Epimachos, aus Athen , ein Architekt, von dem wir indessen nur wissen, dass er 
um 300 v. Chr. Geb. für Demetrios Poliorketes (337-284 v. Chr. Geb.) die berühmte 
Belagerungsmaschino baute, mit welcher jener Rhodos zu nehmen gedachte. 
Epinat, Fleury, Historien- und Landschaftsmaler, geb. 1764 zu Montbrison, war 
ein Schüler von David, ging mit diesem nach Rom, malte dort verschiedene ge- 
schichtliche Bilder in der Weise seines Lehrers, widmete sich aber später fast aus- 
schliesslich dem Fache der sogenannten historischen Landschaft. 
Episcopius, siehe Bischop, Jan de. 
Erasmus, Desiderius, von Rotterdam, dieser ausgezeichnete Gelehrte, geb. 1467, 
gest. 1536 zu Basel, wird auch als Maler rühmend genannt. Namentlich wird ein 
Bild von ihm erwähnt: Christus am Kreuz mit Maria und Johannes zu beiden Seiten, 
das er in dem Kloster Emaus, genannt Stein (Steyne, Tensteene) bei Gouda, woselbst 
er 1484 in den Orden der regulirt-en Chorherrn getreten, gemalt. Das StädePsohe 
Institut zu Frankfurt a. M. besitzt davon eine sorgfältig behandelte Zeichnung in 
schwarzer Kreide, die zwar dilettantenartig gemacht ist, jedoch unverkennbar zeigt, 
dass das Original in der Art und Weise der altholländischen Malerschule gemalt war. 
Ob das Bild selbst noch vorhanden und WO es hingekommen, darüber besitzen wir 
so wenige Nachrichten als über weitere Gemälde seiner Hand. Doch erscheint die 
Angabe, dass sein eigenes Bildniss in der Sammlung van Erbort zu Antwerpen von 
ihm selbst herrühre, sehr glaubwürdig. 
In der Sammlung von Handzeichnungen des Erzherzogs Karl zu Wien befindet 
sich die Zeichnung eines Mönchs, der stehend mit beiden Händen ein geschlossenes 
Buch hält, die auch dem Erasmus beigelegt Wird. 
Literatur. Runstblatt, Jahrg. 1843. Nro. G3. 
Erbette, siehe Mazzuoli, Filippo. 
Ercole da Ferrara, siehe Grandi. 
Erdmann, Ludwig , trefflicher Genremaler, geb. 1820 zu Boedecke bei Paderborn, 
bildete sich auf der Düsseldorfer Schule. Seine Bilder sind voll drolliger Gedanken, 
von motivcvoller Erfindung, verständig arrangirt und tüchtig ausgeführt. Unter die 
besten werden gezählt: der zufriedene Künstler, ein Dorfipser, der die von ihm an 
die Wand der Stube gemalten Blumen bewundert; ein Schuster, der einen Vogel 
Pfeifen lehrt; drei vom Jahrmarkt heimkehrende Betrunkene; ein Blumenfreund, der 
die durch eingedrungene Ziegen in seinem Garten angerichtete Verwüstungen er- 
blickt; der Morgen nach dem Maskenball (1854). 
Erdmannsdorf, Friedrich Wilhelm, Freiherr von, herzogl. dessau'scher Hofbau- 
meister, geb. 1736 zu Dresden, gest. 1800 zu Dessau, studirte die Baukunst auf 
Reisen in Frankreich, England und Italien und machte sich namentlich durch die nach 
seinen Plänen ausgeführten Bauten des Schlosses zu Wörlitz, des Landhauses in 
Luisium und seine schönen Gartenanlagen einen geachteten Namen. 
Eredi, Benedetto, ein geschickter Kupferstecher, geb. 1750 zu Florenz, stach 
Bildnisse und Historien, gab auch in Gemeinschaft mit J. B. Cecchi mehrere illustrirte 
Werke heraus. 
Erhard, Johann Christoph, Landschaftsmaler, geistreicher Kupferätzer und Litho- 
graph, geb. 1795 zu Nürnberg, gest. zu Rom 1822, war ein Schüler von Zwinger 
und Gabler, begab sich aber schon 1816 nach Wien und 1819 nach Italien, wo 
Klima, Hißze- und übermässige Anstrengung im Studiren ihn jedoch in eine tiefe 
SßhWeTInI-lth VeTSenkten, in welchem Zustande er seinem Leben gewaltsam selbst ein 
Ende machte. Seine Radirungen bestehen in 185 Blätter, unter denen man: 4 Blätter 
Landschaften, Gegenden von Salzburg (1819); 6 Blätter mit Ansichten aus der Um-
        

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