Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1046296
Eichhorn, Franz Joseph 
Eimart. 
561 
Landschaften Aufsehen: der Taygetos und der Tempel von Phigalia, beide Bilder 
von ausserordentlicher Wirkung. Später sah man: die Peterskirche zu Rom; den 
Tempel von Korinth; den Pentelikon bei Athen; den Tempel des olympischen Zeus; 
die Strasse von Patras; dann viele Stadtprospekte aus Italien; die Campagna u. s. W. 
Fast in allen diesen Bildern, deren grössere Anzahl im Besitz des Königs von Preussen 
sich befindet, herrscht eine grosse Poesie, ein tiefer, beinahe schwermüthiger Ernst, 
eine gewisse Strenge im Vortrag, eine ehrfürchtige Treue in der Nachbildung des 
historischen Terrains und der Architekturen; sie machen vollständig den Eindruck 
von Schaubühnen welthistorischer Ereignisse. Dabei zeigen sie ein sehr feines Ge- 
fühl für schöne Linien und einen lebendigen Sinn für plastisch wirkende Naturformen; 
der Künstler verstand es, so zu sagen, die Klassicität des antiken Bodens und der 
antiken Natur zur Anschauung zu bringen. 
Eichhorn entdeckte auch eine neue eigenthürnliche Technik der WVandmalerei, 
in welcher er mehrere Bilder in den Thermen zu Charlottenburg und in seinem 
eigenen Hause ausführte. 
In einem Anfall von Hypochondrie legte der Künstler Hand an sein eigenes Leben. 
Literatur. Kunstblatt. Jahrg. 1853. Nro. 30 B". 
Eichhorn, Franz Joseph, ein Porträt- und Historienmaler aus Düsseldorf, der 
'um die Mitte des vorigen Jahrhunderts in Frankfurt, Mainz und zuletzt in Amsterdam 
thätig war und sich durch seine Bilder die Achtung seiner Zeitgenossen erwarb. 
Eichhorn, Hans, ein Buchdrucker aus Nürnberg, der von Kurfürst Joachim II. 
nebst seinen Söhnen nach Frankfurt a. d. Oder berufen wurde, dort um 1541 eine 
Druckerei eingerichtet hatte, später Rathskämmerer wurde und 1583 starb. Er 
beschäftigte nicht nur verschiedene geschickte Künstler, unter denen namentlich der 
geschickte Zeichner, Formschneider und Kupferstecher Franz Friedrich genannt 
wird, sondern übte die Holzschneidekunst auch selbst. Bei ihm wurde 1570 das 
grosse Werk des Leonhard Thurneisser, des Leibarztes des Kurfürsten von Branden- 
burg, "Pison" betitelt, gedruckt.  
Eichler, Gottfried, Porträt- und Historienmaler, der Sohn des Nachfolgenden, War 
ein Schüler von Joh. Heiss, bildete sich später unter C. Maratti in Rom aus und 
war nach seiner Heimkehr vielfältig in seiner Vaterstadt Augsburg thätig, woselbst 
er 1759 starb. Seine Bilder, unter denen besonders sein Abendmahl in der Barfüsser- 
kirche daselhst gerühmt wird, verrat-hen ein tüchtiges Talent, tragen aber zu sehr 
das Gepräge des verderbten Geschmacks seiner Zeit. 
Sein Sohn Johann Gottfried, gest.17'7(), war wie sein Enkel Mathias 
Gottfried, der Sohn des Letzteren, der 1'748 zu Erlangen geboren wurde, 1818 
zu Augsburg starb, und ein Schüler von G. Rugendas, J. G. Thelot und Aegid 
Verhelst gewesen, Kupferstecher. 
Eichler, Heinrich, ein geschickter Kunstschreiner, der hauptsächlich in Augsburg 
thätig war, und 1719 dort im 82. Jahre starb. Sein beträchtlichstes Werk ist die 
Kanzel in der St, Annenkirche daselbst. 
Eigner, derzeit Conservator der königl. Gemäldegallerie zu Augsburg, hat sich 
als einer der ersten YVicderhersteller alter Gemälde einen bedeutenden Namen 
erworben. 
Eimart oder Eimmart, Georg Christoph, der Jüngere, der Sohn eines Malers 
und Kupferstechers gleichen Namens (geb. 1603 , gest. 1663), Maler, Kupferstecher, 
Aetzer, Arbeiter in Schwarzkunst und Formschneider, geb. zu Regensburg 1638, 
gest. zu Nürnberg 1'705, war ein Schüler von Sandrart, für dessen Akademie er 
auch einige Blätter stach. Er malte Kirchenbilder und Bildnisse im Geschmack der 
damaligen Zeit und auch Seine Kupferstiche, unter deren beste man: eine Ansicht 
von Nürnberg, die Bildnisse des Erzherzogs Ferdinand, der Philippine Welser, des 
Sebastian Welser, des Ch. Karl Wölcker (1669) zählt, sind nicht ohne Verdienst. 
In Schwarzkunst führte er in 12 Blättern die Apostel am Sebaldusgrab in Nürnberg 
von P. Vischer aus. 
Müller, Künstler-Lexikon.  36
        

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