Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1046123
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Dyck, Daniel van den 
Dyck, Philipp van. 
Anton Triest; Maria Ruten; Anton van Dyck.  Der Künstler radirte übrigens 
auch noch einige andere Blätter: Christi Verspottung; den vom Kreuz genommenen 
Leichnam, von heil. Weibern und Engeln beweint; Maria mit dem Kinde; die Marter 
der heil. Barbara; Tizian mit seiner Geliebten; Büste des Seneca nach der Antike 
und dem Gemälde von Rubens. 
Das Porträt van Dyck's, Kniestück, hat Paul Pontius gestochen. 
Nach van Dyck's Gemälden habenausser den bereits genannten Künstlern ge- 
stochen: Peter de Jode, Hendrik Snyers, Adrian Lomelin, Jan van der 
Bruggen, Bechett, F. Michelis, Christoph Jegher, Wenzel Hollar, John 
Smith, Willem de Passe, John Payne, Robert-Peake, John Faber, Rich. 
Purcell, William Sharp, die beiden Corn. Galle, Krispian van den Que- 
born, Theodor van Kessel, Jacob Neefs, Wilh. Hondius, J. L. Ch. Pau- 
quet, J. F.Leonard, Ploos van Amstel, Pierantonio Pazzi, Georg Friedr. 
Schmidt, Th. Chambars, J. H. Robinson, W. Wart und Bartolozzi. 
Literatur. Arnold Houbraken, De groote Schouburgh der Nederlantsche Konstschüders en Schilde- 
ressen. in's Grnvenhage 1753.  Descamps, La vie des peintres flamands, alleinauds et hollandais.  
Fiorillo, Geschichte der zeichnenden Künste in Deutschland und den vereinigten Niederlanden.  
William Hookhnm Cnrpenter, Pictoral Notices, consisting cf a Memoir of Sir Anthony Van Dyck 
u. s. w. London, 1844.  Dasselbe in einer Uebersetzung: Memoires et documents inedits sur An- 
toine van Dyck, P. P. Rubens et autres artistes contcmporains traduit de Fanglnis par Louis Hymans, 
Anvers, 1845.  K. Schnanse, niederländische Briefe.  Kugler, Handbuch der Geschichte der 
Malerei.  Waagen, Kunstwerke und Künstler in England und Paris. 1-3. Th.  Passavant, 
Kunstreise durch England und Belgien.  Rathgcber, Annalen der niederländischen lllalcrei, Form. 
schneide- und Kupferstecherkunst.  Museo Fiorentino, woselbst sich sein Porträt im Stich findet. 
Dyck, Daniel van den, Historienmaler und Kupferätzer, nach Einigen ein Franzose, 
nach Anderen ein Niederländer von Geburt, arbeitete längere Zeit in Venedig und 
Mantua, in welch letzterer Stadt er 1658 Gallerieinspektor wurde. Man kennt von 
'ilnn verschiedene hübsche Radirungen nach eigenen Compositionen , die theils mit 
seinem Namen, theils mit nebenstehendem Monogramm bezeichnet, mit breiter Nadel 
behandelt und mit kleinen Punkten vollendet sind. Zu den besten zählt man: 
Susanna im Bade von den beiden Alten überrascht; ein grosses Bacchauale; die Ver- 
göttcrung des Aeneas im Olymp.  
Dyck, Floris, ein Maler, der um 1600 zu Harlem geboren wurde und als ein treff- 
licher Früchtenmaler gerühmt wird. Er soll auch Geschichtsbilder gefertigt, die 
Seltenheit derselben ihn aber bei den Geschichtsschreibern in der Eigenschaft als 
Historienmaler in Vergessenheit gebracht haben. 
Dyck, Hermann, llxla.lei' zu München, der sich durch seine seit 1840 auf den 
Kunstausstellungen erscheinenden wohlgelungenen Bilder, wie durch tretfliche Zeich- 
nungen und Radirungen einen gesichteten Namen erworben. Man rühmt unter erste- 
ren besonders: einen Theil der alten Befestigung von Kehlheim; eine Winterland- 
schaft, die sich durch lichte Klarheit und YVärme des Tons auszeichnet; die Kloster- 
kiiche; ein durch Kriegshaufen zerstörtes Dorf u. s. w. Seine Zeichnungen und Radi- 
dirungen, Illustrationen zu Sprichwörtern und Dichtern, sind voll Geist und mit 
ebensoviel Sicherheit und Fertigkeit als Geschmack behandelt. 
Dyck, Philipp van, Porträtmaler, zum Unterschied von seinem berühmten Namens- 
und Kunstgenossen, der kleine van Dyck genannt, geb. 1680 zu Amsterdam, gest. 
im Haag 1752, gilt für den letzten holländischen grossen Maler. Er war ein Schüler 
von A. v. Boonen, malte meistens Bildnisse und Familiellstüßke, die seiner Zeit sehr 
geschätzt Waren, und übte seine Kunst längere Zeit zu Kassel, wo er vom Land- 
grafen von Hessen zum Hofmaler ernannt wurde, im Haag und zu Middelburg. Man 
kennt aber von ihm auch mehrere in der Manier von Gerard Dow und Mieris sehr 
sorgfältig und fleissig ausgeführte Genrebilder. Das Museum zu Berlin besitzt von 
ihm: ein Mädchen im Begriff aus einem Blumentopf eine Rannnkel abzupfliicken, und 
eine Dame, die einem Knaben Unterricht im Zeichnen eftheilt; das Museum im Haag: 
eine Dame, welche Zither spielt; eine Dame, Toilette machend; einen alten Herrn, der 
die Feder schneidet, und eine Judith. Im Louvre zu Paris sind von ihm zwei Bilder: 
Hagar, dem Abraham zugeführt und von ihm verstossen, geschmacklos in der Art 
des van der Werft componirt, widrig in den Köpfen und geleckt in der Behandlung; 
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