Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1046043
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Duivivier 
Dyck, Anthonie van. 
von Frankreich, geb. 1485 zu Langres und 1561 daselbst noch am Leben, war einer 
der ersten französischen Kupferstecher. Als die besten seiner mit grosser Sicherheit 
der Hand ausgeführten Blätter, die übrigens weit unter denen der gleichzeitigen 
deutschen und italienischen Stecher stehen und sehr selten sind, nennt man: eine 
Allegorie auf Heinrich II. und Diane de Poitiers; die Kreuzigung; die Olfenbarung 
Johannes in 24 Blätter (1555); den heiLJohannes, den Täufer, und den heil. Johannes, 
den Evangelist (1528); die h. h. Sebastian, Antonius und Rochus; die Verkündigung 
(1520); die Marter des heil. Sebastian; die Marter des heil. Johannes, des Evange- mw 
listen; Heinrich 11., König von Frankreich; die Grablegung Christi, Copie, nach  
Mantegn a. Seine Blätter sind theils mit nebenstehenden Monogrammen, theils mit A; 
einem Einhorn bezeichnet, wesshalb man ihn auch den Meister mit dem Einhorn,  
Le maitre ä. 1a. Licorne nannte. i 
Literatur. Bartsch, Le peintre graveur. 
Duvivier, Benjamin, ein geschickter Medailleur, geb. 1730, gest. 1795, der Sohn 
des "Nachfolgenden, fertigte treifliche Stempel, unter denen man namentlich einige 
auf Ludwig XVI. gestochene rühmt. Er War Münzgraveur des unglücklichen Königs 
und Mitglied der Akademie. 
Duvivier, Jean, ein treiflicher Medailleur, geb.- 1687 zu Lüttich, gest. 1761 zu 
Paris, der Vater des Vorigen, erwarb sich durch seine, durch Reinheit der Zeichnung 
und" Sorgfalt der Ausführung ausgezeichneten Medaillen die Gunst Ludwig XV., 
dessen Brustbild er unter Anderem in jüngeren und späteren Jahren vorzüglich stach. 
Er war Mitglied der Akademie. 
Duvivier, Jean Bernard, Historienmaler und Professor an der Normalschule zu 
Paris, geb. zu Brügge 1762, lernte bei Hubert und später bei dessen Bruder Paul 
de Kock die Malerei, setzte sodann seine Studien von 1783 an unter Suvee zu 
Paris , hierauf von 1790 an in Italien-, wo er 6 Jahre blieb , eifrig fort, und kehrte 
1796 nach Paris zurück, wo er sich niederliess und 1837 starb. Unter seinen Bildern, 
die sich durch die schöne Composition, richtige Zeichnung und glänzende Färbung 
auszeichnen, rühmt man besonders: Hektor, von den Trojanern beweint, und die 
Mildthätigkeit.  Duvivier radirte auch einige Blätter nach eigener Composition 
und Zeichnung. 
Dyce, William, ein tretflicher derzeit zu London lebender Maler, Professor am 
Kings College daselbst, einer der wenigen Künstler in England, welche sich in der 
strengeren religiösen Gattung der Malerei versuchen, und durch Annäherung an die 
peruginesk raphaefsche Kunstweise den Prinzipien der heutigen Overbecläschen 
Richtung anschliessen. Im Jahr 1844 sah man auf der Kunstausstellung in der königl. 
Akademie zu London von ihm: König Joas schiesst auf Befehl Elisafs mit dem Bogen 
der Befreiung, ein Bild, an welchem besonders die grosse Strenge und Genauigkeit 
in Zeichnung und Modellirung gelobt wurde; im Jahr 1846 ebendaselbst: eine Ma- 
donna von hoher Anmuth aber etwas kalt in Ausdruck und Farbe. Fresken von ihm 
finden sich im Sommerpavillon des Gartens vom Buckinghampalast und im Hause der 
Lords , in Letzterem: die Taufe König Ethelberfs von Kent, ein namentlich in der 
Composition sehr tüchtiges Bild, 
Dyck, Anthonie Van, berühmter Porträt- und Historienmaler, geb. 1599 zu Ant- 
werpen, gest. 1641 zu Blackfriars bei London, war der Sohn eines geschickten Glas- 
malers Frans van Dyck, und wurde von seinem Vater im Jahr 1610 zu van Balen 
in die Lehre gebracht, woselbst er bis 1615 blieb, in welchem Jahre er, von Rubens' 
grossem Ruf bewogen, und dem Drang nach weiterer künstlerischer Vervollkommnung 
folgend, in des Letzteren Schule trat, in der er auch rasch so ausserordentliche Fort- 
schritte machte, dass er nicht nur binnen kurzer Zeit alle seine Mitschüler übertraf, 
sondern der Meister ihn schon sehr bald bei seinen grossen Arbeiten mit bestem 
Nutzen verwenden konnte. Bald darauf führte er auch mehrere selbstständige Ge- 
mälde aus, wurde sodann 1618 in die St. Lucas Brüderschaft seiner Vaterstadt als 
Meister eingeschrieben und genoss schon als einundzwanzigjähriger Jüngling eines 
solch allgemeinen und ausgedehnten Ruhmes , dass er 1620 an den Hof nach London
        

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