Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1041095
Amstel 
Andrea. 
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Amstel, Cornelis , siehe Ploos van Amstel. 
 Amyklaeos, altgriechischer Erzgiesser, der zur Zeit der Perserkriege Lebte und 
ln Gemeinschaft mit Diyllos und Cliionis ein VlTeihgeschenk der Pliocenser für 
Djäphi, den Dregussraub darst-ellend, feikjtigte. 1 
naxagoras, rzgiesser aus Aegina, ertigte das 0 Ellen hohe eherne Zeusbild, 
das die Hellenen gemeinschaftlich nach der Schlacht bei Platää (479 v. Chr. Geb.) 
in Olympia aufstellten. 
Anchilus, geb. 1688 zu Antwerpen, malte zu London viele Bilder im Geschmack 
des Ten i ers und Wat-teau, und starb auf einer Reise nach Rom zu Lyon 1733. 
Anderloni, FEIISÜIIO, geb. 1770 in der Provinz Brescia, hat sich durch mehrere 
Stiche für wissenschaftliche Werke, durch die Bildnisse Herdens und Schillers, auch 
einige hübsche Blätter nach Correggio, Poussin und Sassofei-rato einen 
Namen gemacht.  
Anderloni, Pietro, geb. zu S. Eufeniia im Brescianisclien 1784, verdankte seinem 
Bruder Faustin 0 bei Anfangs noch schwankender Neigung zwischen Pinsel und Grab- 
Sticliel die bestimmte Richtung für die Kupferstecherkunst. Er trat im Jahr 1894 
in Lßllgllliä Schule, arbeitete unter dessen Leitung 9 Jahre lang und lieferte Während 
dieser, weise zxvischen der Arbeit mit dem Stiche] und der Uebung i'm Zeichnen nach 
der Antike vertheilteu Zeit tretliiche Werke, trug auch zweimal den Preis der Aka- 
demie davon. 1m Jahre 1831 wurde ihm nach dem Tode seines Lehrers Longlii 
die Professur der Kupferstecherkunst an der Akademie zu Mailand übertragen; er 
bekleidete dieselbe 18 Jahre lang und starb 1849.  A nderloni stand als Kupfer- 
stecher in grossem Ansehen; er war Mitglied mehrerer Akademien und seine Ar- 
beiten, in denen er eine grosse Beherrschung der Mittel zeigt, werden sehr geschätzt. 
Sie verbinden. treiiliche Rundung und Haltung, Klarheit. und Tiefe in den Schatten, 
und eine meisterliche , nur hin und wieder etwas zu glänzende. Behandlung der 
Stüüie, mit Tißhüiger Zeichnung, beseeltein Ausdruck in den Köpfen und geist- 
voller Erfassung der Eigentliunilichkeit-des Meisters. Zu. seinen besten Stichen ge- 
hören: .Moses am B1 uiinen nach Poussin, die Ehebrecherin nach Tizian, Maria mit 
dem Kinde nach Raphael (aus der YViener Gallerie), die Vertreibung des Heliodor 
und Att-ilas Zug gegen Boni, nachnRaphael (von Aiiderloni an Ort und Stelle ge- 
zeichnet), eine Madonna mit dein Rinde von zwei Engeln verehrt nach Tizian, und 
das Urtheil Salomons nach Raphael. 
büeralllr. I-Ieller, Handbuch für Rupferstichsammler. 
Anderton, Henry, ein englischer Maler, lernte bei Streat er die Landschafts- 
malerei, bildete sichw aber in Italien inrPortVrIätFache aus. Sein Bildniss der Herzogin  
äon älßlllllmld, llirs. Stuart, verschatfte ihm wielfaclie Bestellungen fur den König und 
en of. Er starb 1665.  
.AIidr6, Jean, geb. zu Paris 1662, ein Dominikanermönch, der in Rom sich nament- 
lich durch Copiren der Werke grosser Meister in der Malerei ausbildete und nach 
seiner Rückkehr das Kloster seiner Vaterstadt und mehrere andere Klöster seines 
Ordens mit einer Reihe von Bildern aus der Geschichte der Passion und der Heiligen 
des Dominikanerordens schmückte. 
Andrea d1_ Cione, siehe Orcagna-  ' 
3511111133- (11 Jacopo (Yognabene, ein Goldschmied aus Toscaiia, der im Jahr 1316 
die Vordere Tafel des für die Geschichte des italienischgermanischen Styls besonders 
interessanten Alt-arwerks in der Kathedrale S. Jacopo zu Pistoja mit 15 Scenen aus 
dem neuen Testament im Style des Giov. Pisano vollendete. 
Andrea a1 Ä-Iligi, siehe Luigi. 
Andrea, Nmcolö, geb. zu Ancona 1556, gest. zu Ascoli 1611, Maler und Kupfer- 
Stechef. von dem man, ausser einigen andern Blättern, in den Porträts des Joachim 
1011 Lmzendorf und des Gesandten Franz Noailles Arbeiten zu besitzen glaubt, die 
339955611 auch einem am Ende des 16. Jahrhunderts thätigen Deutschen, Namens F 
1 S013 u S A n d r e a . zugeschrieben werden. m 
[Merlin 133119931, Le Peiiiti-o graveur,  I-Ieinacken, Dictioiiiialre des artistes.
        

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