Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1046011
Duprö, Louis 
Duret. 
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schaftlichen Gemälden kann man dagegen nicht alle diese Vorzüge rühmen, denn der 
Künstler artet darin in eine nichts weniger als gefällige Manier aus. 
Dnprä, LOIIiS, Historien- und Genrenraler, geb. 1789 zu Versailles , ein Schüler 
Davids, kam später nach Rom und wurde hierauf Hofmaler des Königs Hieronymus 
von Westphalen. Er malte Altarbilder, historische Gemälde und Porträts , unter 
welch letzteren man namentlich die von David, Granet, Rossini rühmt. In dem histo- 
rischen Museum zu Versailles sieht man unter Anderem von ihm: die Belagerung von 
Trin im Jahr 1643. Die Zeichnungen und Aquarellen auf einer Reise nach Griechen- 
land und der Türkei gab .er in 50 Blättern lithographirt heraus. 
Dupreel, M. , ein tüchtiger zu Paris lebender Kupferstecher, der für mehrere 
Galleriewerke, besonders für das Musee royal stach und verschiedene treifliche Blät- 
ter lieferte, unter denen man namentlich: den Cavallerieangriül nach Wouverman; 
den Marktschreier, nach C. du Jardin; die flamändische Kirmess, nach Rubens; 
ein Bacchanal, nach Poussin rühmt. 
Dupuis, Charles, ein vorzüglicher Kupferstecher, mit der Nadel und dem Grab- 
stichel, Mitglied der Akademie, geb. 1665 zu Paris, gest. 1742, bildete sich unter 
G. Duchange. Seine besten Blätter dürften sein: Ptolomäus Philadelphus, den 
Juden ihre Freiheit schenkend , und das Gegenstück dazu, Alexander Severus, Korn 
unter die Römer austheilend, beide nach Co ypel; die Vermählung der Maria, nach 
Ch. Vanlo o; Nicolas de Sargilliere, nach Gueulien; Nicolas Coustou, nach Le Gros. 
Dupuis, NiCOIES Gabriel, Zeichner und Kupferstecher mit der Nadel und dem 
Grabstichel, geb. zu Paris 1696, gest. 1770 oder 1771, war ebenfalls ein Schüler 
von G. Duchange und wurde später Mitglied der Akademie. Zu seinen vorzüg- 
lichsten Stichen zählt man: eine heil. Familie, nach A. Caracci; den heil. Sebastian, 
nach L. Caracci (1770); L'Ange gardien, nach Feti; das Bildniss des Malers Ph. 
Wouverman, nach C. de Vischer; Chr. Fr. Paul von Ncrmant de Tournechene, nach 
Toque; J. Boerhave, nach J. Wandelaer; das Bildniss des Kupferstechers G. 
Duehange, nach Vanloo. 
Dupuis, Pierre Francois, ein Blumen- und Früchtenmaler, geb. 1608 zu Montfort, 
gest. 1682, übte seine Kunst zu Paris, wo er 1663 Mitglied der Akademie wurde. 
Er arbeitete auch in Sßhwarzkunst und man nennt als sein bestes Blatt sein eigenes 
Porträt mit der Unterschrift: Petrus Dupuis Monsfortensis Pictor u. s. W. 
Duquesnoy, Francois, siehe Quesnoy, du. 
Durameau, Louis, Historienmaler, geb. zu Paris 1733, gest. zu Versailles 1796, 
Professor an der Akademie, Maler des Königs und Aufseher über die Gemäldegallerie 
der Krone , malte Bilder aus der christlichen und Profangeschichte in dem manieristi- 
sehen Geschmack Seiner Zeit. 
Durand, A. 3., ein nordamerikanischer Kupfer- und Stahlstecher, von dem wir 
zwei schöne Stahlstiche in dem Atlantic Souvenir, einem Taschenbuch vom Jahr 1828, 
das Titelblatt nach G. S. Newton, und: Anne Page, Slender und Shallow, nach 
Lesli, kennen. 
Durand, Giov. Batista, war ein Schüler von Dominichino, liess sich aber später 
in Messina nieder, wo er meistens Bildnisse malte.  Seine Tochter Flavia, die Ge- 
mahlin des Malers F. Giannetti, malte ebenfalls Bildnisse, wurde übrigens auch wegen 
ihren guten Copien nach anderen Meistern geschätzt. 
Duret, Francisque, ein trefflicher Bildhauer, geh. zu Paris, bildete sich unter 
Bosio , erhielt 1823 den ersten Preis mit Reiseunterstützung nach Rom, wurde 1833 
Ritter und 1853 Offizier der Ehrenlegion. Seine Arbeiten bestehen in Büsten und 
Statuen und zeichnen sich durch die edle Auffassung, ungemeine Lebendigkeit, 
graziöse Bewegung, hübschen Ausdruck und sehr sorgsame Behandlung aus. Sie 
gehören meistens dem Genrefache an, doch fertigte er auch Werke der idealen Sculp- 
tur. Durch die vortreffliche 1833 vollendete Bronzestatue eines tanzenden neapoliß 
tanischen Fischers (derzeit im Besitz des Kaisers der Franzosen) gründete er seinen 
Ruf und nicht minder gelungen war sein 1839 ausgeführter neapolit-anischer Impro- 
visator, eine Bronzestatue voll Geist und Leben. Als fernere treffliche Arbeiten von
        

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