Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1041077
Amling 
Ammerling, 
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wo er einige der ersten Paläste mit Malereien versah, und die Porträts der Königin 
und ihrer Töchter, des Herzogs von Lothringen u. s. w. malte, und von da nach Paris, 
wo seine dem Geschmack der Zeit angepassten Blalereien, wie überall, ebenfalls leb- 
haften Beifall fanden. Im J. 1747 als Hofmaler nach Madrid berufen, wo man noch 
mehrere Deckengemälde auch einige Kirchenbilder von ihm sieht, starb er daselbst 
1752.  Amigoni malte ausser seinen Fresken auch viele kleinere Inythologische 
und allegorische Bilder, Gesellschaften u. s.w. Ein heiteres durchsichtiges und klares 
Colorit zieht in seinen leicht erfundenen, auf Effekt berechneten Bildern an, Ge- 
danken und Empfindungen, Schönheit und Amnuth sucht man aber vergebens darin. 
Er hat auch mehrere Blätter in Kupfer geätzt. Heinecke, in seinem „Dictionnaire 
des artistes" führte dieselben nebst den nach seinen Werken gestochenen Blättern an. 
Amling, siehe Ambling.  
Amman, Jost, siehe Amann. 
Ammanati, Bartolomeo, geb. zu Florenz im J. 1511, bildete sich unter Baccio 
B andinelli in seiner Vaterstadt zum Bildhauer und unter Jac. Sans ovino in 
Venedig zum Baumeister aus. Unter Letzterem arbeitete er mit andern Künstlern 
in den Arkaden der dortigen alten St.Marcus Bibliothek, im Style des Ersteren führte 
er das prachtvolle Mausoleum des Rechtsgelehrten Marco Mantova Benavides in der 
Kirche degli Eremitani zu Padua, sowie das reiche mit Sculpturen geschmückte Portal 
an dessen Haus , der heutigen Casa Venezze, und die davor stehende 25 Fuss hohe 
Statue des Herkules aus. 1550 ging Ammanati nach Rom, wo er im Auftrag 
des Papstes Julius III. das Grabmal seines Oheims, des Kardinals Ant. del Monte mit 
den Figuren der Religion und Gerechtigkeit schmückte. Nach dem Tode des Papstis 
trat er 1555 in die Dienste des Herzog's Cosimo I. zu Florenz, für den er, unter 
anderen Bronze- und Marmorstatuen, eine kolossale Gruppe in Bronze: Herkules, der 
den Antäus erdrückt, und den grossen reichdecorirten Brunnen mit der kolossalen 
Statue des Neptuns und anderen Sculpturent auf der Piazza del Granduca, bei dessen 
Bewerbung er über B. Cellini, Vincenzio Danti und Giov. da Bologna den 
Sieg davon getragen hatte, ausarbeitete. In allen diesen zum Theil sehr ansprechen- 
den Werken zeigt sich Amnianati als einen der besseren Nachfolger und Nach- 
ahmer des Mi chel Ange l o; Seine Verdienste als Architekt sind aber noch höher 
anzuschlagen, wie der PaLPitti, den er vollendete, die Brücke S. Trinita, die sich 
durch die leichte Schwingung ihrer Bögen auszeichnet und insbesondere die Fagade der 
Kirche S. (jiovanni in Florenz, welche er aus Vorliebe für den Jesuitenorden auf seine 
eigenen Kosten baute, beweisen. Von Ammanati, der die berühmte Dichterin 
L aura. B attiferri zur Gemahlin hatte , besitzt die Gallerie von Florenz ein "Werk 
im Manuscript über Pläne zur Verschönerung einer Stadt durch Gebäude 11, s. w. 
unter dem Titel: La citta. Er starb 1592. Schiller von ihm waren: Andrea 
Calamech aus Carrara und Battista di Benedetto. 
Ammanati, Giov., aus Siena, führte 1331-1337 die prachtvoll geschnitzten Chor- 
stiihle im Dome von Orvieto aus. 
Ammerling, Friedrich, geh. 1803 zu Wien, bildete sich, nachdem er als der 
Sohn eines unbemittelten Handwerkers lange Zeit mit Entbehrung gekämpft, bis 
sein Talent hindurch gedrungen, auf der dortigen Akademie, und wurde in kurzer 
Zeit ein so geachteter und gesuchter Porträtmaler, dass er von seinen Ersparnissen 
eine Reise nach London und Paris antreten konnte, wo er in ersterer Stadt unter dem 
berühmten Porträtmaler L awr e n c e , in letzterer nach Vernet studirte. Nach Wien 
zurückgekehrt erhielten zwei seiner Bilder: die verlassene Dido und Moses , der Ge- 
Seflgeber, den ersten akademischen Preis, doch beschäftigte er sich hauptsächlich 
m"; der Pßrtfäfmalerei, in der er sich eines immer grösseren Rufs zu erfreuen hatte. 
1m Jifhf 1831 ging er nach Rom, kehrte aber bald wieder zurück, um das Porträt 
deS Kaisers von Oesterreich zu malen. Eine zehn Jahre später erfolgte zweite Reise 
nach Italien Gäb Veranlassung zu einem längeren Aufenthalte in Rom und Florenz, 
i  in den Denkmälern der Kunst. Atlas zu Kuglers Handb. der Kunstgesch. Taf. 90,
        

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