Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1045685
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Ducq, J osephus Franciscus 
Duenwegge. 
Ducq, Josephus Franciscus, ein seiner Zeit berühmter Historien- und Genremaler, 
geb. 1762 zu Ledeghem in Westiiandern, gest. 1829 zu Brügge, erhielt den ersten 
Unterricht in der Kunst an der Akademie der letzteren Stadt, begab sich dann nach 
Paris, wo er unter der Leitung von Suväe so grosse Fortschritte machte, dass er 
1792 den ersten Preis im Zeichnen und einige Jahre später den zweiten grossen Preis 
im Malen erhielt. Im Jahr 1807 begab er sich nach Rom, wo er verschiedene grosse 
Gemälde ausführte, die ihm einen Namen verschafften, kehrte auch erst nach sechs- 
jährigem Aufenthalte wieder nach Paris zurück, wurde aber schon nach zwei Jahren, 
1815, als Professor an die Akademie zu Brügge berufen, der er später auch als 
Direktor verstand. Bald darauf wurde er Hofmaler des Königs der Niederlande, 
Mitglied des Nationalinstituts, Ritter des belgischen Löwenordens und Mitglied der 
Akademien zu Antwerpen und Gent. Ducq fertigte eine grosse Anzahl von Gemälden, 
kirchliche und historische, mythologische und idyllische, Scenen aus dem Leben ge- 
schichtlicher Persönlichkeiten und Porträts , und er zeigt in allen Poesie, Geschmack, 
angenehmes Colorit und graziösen geistreichen Pinsel. Als die vorzüglichsten unter 
ihnen bezeichnet man: Scipio, der die Gesandten des Antiochus empfängt; Esther 
und Ahasverus; den Schulmeister, nach Bion's Idylle; den Kupfer-Stecher Meule- 
meester im Vatikan; Angelica und Medor; Meleager, der zur Befreiung der Stadt 
Kalydon die Waffen ergreift; Antonello von Messina im Atelier des Jan van Eyck; 
sein eigenes Porträt, das ihn malend in seinem Atelier zu Rom darstellt. 
DIIGYOS, Pierre, ein tüchtiger Landschaftsmaler und Kupferstecher, geb. 1748 in 
der Schweiz, gest. 1810 zu Lausanne, machte, nachdem er den ersten Unterricht im 
Vaterland genossen, seine Studien hauptsächlich in Rom, wo er mit Volpato eine 
Sammlung von Ansichten Roms und der schönsten Theile der Campagna, und mit 
Paolo Montagnani die schönsten Gegenden von Sicilien und der Insel Malta 
herausgab, Arbeiten, durch die er sich einen namhaften Ruf erwarb. Auch seine 
Bilder in YVassorfarben wurden wegen der Kraft und Frische des Colorits, sowie 
wegen der Keckheit des Pinsels gerühmt. Zu den schönsten seiner Blätter, die er 
nach eigenen, an Ort und Stelle gemachten Zeichnungen gestochen, werden gezählt: 
das Amphitheater zu Syrakus; die Verwüstung von Messina durch das Erdbeben 
1784; eine Ansicht von Palermo. 
Duderstadt, Heinrich VOII, Bruder, ein Maler, von dem das mächtige und umfang- 
reiche Altarwerk der ehemaligen Paulinerkirche zu Göttingen (jetzt im Erdgeschoss 
der Bibliothek, welche einen Theil dieser Kirche ausmacht), das im Jahr 1424, wahr- 
scheinlich an Ort und Stelle, gemalt wurde, herrührt. Dasselbe enthält auf den 
Aussen- und Innenseiten der Flügel und in der Mitte sinnbildliche Darstellungen in 
Bezug auf Maria und die Passion, die fast lebensgrossen zwölf ApoSfel, würdige zum 
Theil selbst grossartige Gestalten, eine Kreuzigung auf Goldgrund und in 18 klei- 
neren Bildern die übrigen Scenen aus dem Leiden Christi, und verräth in der Kunst- 
weise den Einfluss der Schule Wilhelms von Köln, doch erreicht es die Schönheit 
und Hoheit des Styls dieses Meisters lange nicht, auch lässt eine gewisse Derbheit 
der Umrisse in Sämmßlichen Bildern vielleicht noch die Einwirkung einer anderen 
Schule ausser der kölnischen erkennen. Der Künstler nennt sich auf dem Mit-tclbilde: 
fratcr Hs. Dudstadens, was ohne Zweifel „Henricus" von Duderstadt (einige Mei- 
lcn von Göttingen) zu lesen sein wird.  
Literatur. Kugler, Handbuch der Geschichte der Malerei. 
Dudot, R. (wahrscheinlich Renä) , Historienmalcr, der in Frankreich um die Mitte 
des 17. Jahrhunderts lebte. Von seinen Bildern nennt man ein mit der Jahrszahl 
1659 bezeichnetes sogenanntes Maigemälde , den Tod der heil. Jungfrau darstellend. 
Man kennt auch ein radirt-cs Blatt _von ihm: eine hßil- Familie (bez. Re. Dudot 
inu. et    
Duenwegge oder Dunwegge, Victor und Heinrich, werden in einem auf der 
k. Bibliothek zu Berlin befindlichen „Chronicum dümillißarllm Tremonensium" zwei Maler 
genannt, welche 1521 für die Brüderschaft des heil. Kreuzes zu Dortmund Malereien 
ausgeführt haben sollen, die man in drei grösscren in den Hauptaltar der ehemaligen
        

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