Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1045677
Duclaux 
Ducq, Jan le. 
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stimmen, auch der Name mit Ausnahme eines Buchstabens der gleiche ist, für den 
Vater des letzteren hält.  
Duclaux, ein ausgezeichneter zu Lyon lebender Thiermaler, dessen Bilder tüchtig-es 
Studium der Natur, sorgsame Auffassung der Thiercharakteristik und sorgfältige Aus- 
führung vereinigen. 
Duche, siehe Dughet. 
Ducleaux, A., ein derzeit zu Paris lebender Landschaftsmaler und Kupferätzer, 
geb. zu Lyon , der sich namentlich durch treifliche landschaftliche Stiche auszeichnet, 
unter denen man mehrere Landschaften mit Vieh; eine ruhende Viehheerde in einer 
Landschaft; und Savoyarden mit Widder mit vier Hörnern, Eulen u.  ein sehr 
seltenes Blatt besonders rühmt. 
Ducornet, Louis Cäsar Joseph, Historien- und Porträtmaler zu Paris, geb. zu 
Lille , kam ohne Arme zur Welt und musste daher , seinen Drang zur Malerei zu be- 
friedigen, sich der Füsse bedienen, in denen er am Ende auch eine solche ausser- 
ordentliche Gewandtheit erreichte, dass er ganz treffliche Bilder von tüchtiger Zeich- 
nung, Modellirung und Färbung zu Stande brachte, für die er schon mehrereMedaillen 
erhielt. Man kennt unter Anderem von ihm: Hektofs Abschied; Joseph, der sich 
weigert, den Benjamin seinen Brüdern auszuliefern, und einige kirchliche Gemälde. 
Das ihm vom Kaiser Napoleon III. bestellte Bild: Edith, die den Leichnam Harolds 
auf dem Schlachtfeld von Hastings findet, sah man im Jahr 1855 auf der grossen 
Ausstellung zu Paris. Er war ein Schüler von Guillon-Lethiere und Gerard. 
Ducorron, J. , ein geschickter Landschaftsmaler, Direktor der Akademie zu Ath, 
im Hennegau, wo er 1770 geboren wurde, kam erst im 32. Jahre zur Kunst, in der 
er von Ommeganck unterrichtet wurde, zeichnete sich aber bald in landschaftlichen 
Bildern mit Vieh so vortheilhaft aus , dass er zum Mitglied mehrerer Akademien er- 
nannt wurde und von mehreren Städten goldene Medaillen erhielt. Seine Gemälde 
zeigen eine poetische und malerische Auffassung der Natur und haben ein ange- 
nehmes Colorit.  
Ducq, auch Duc geschrieben, Jan 1e, ein vorzüglicher Thiermaler; geb. 1636 im 
Haag, war ein Schüler von Paul Potter und malte anfänglich in dessen Kunstweise 
ausgezeichnete Thierstücke; später aber nahm er Kriegsdienste und stellte von nun 
an vorzugsweise militärische Scenen, WVachtstuben und andere Vorgänge aus" dem 
Soldatenleben mit unübertreiflicher Wahrheit und zum Theil mit trefflichem Humor 
dar." Er wurde 1671 Direktor der Akademie im Haag, scheint aber schon im folgen- 
den Jahre gestorben zu sein. Ixn Museum zu Amsterdam, im Museum zu Berlin, 
in der Gallerie zu Dresden, in der Pinakothek zu München, im Louvre zu Paris, 
in der Gallerie des Belvedere zu Wien sieht man solche Soldatenstücke von ihm, 
die höchst ausdrucksvoll in den Köpfen, zum öftern sehr dramatisch in der Handlung, 
und in brillanter Beleuchtung mit tiefer Wärme und Sättigung des Tons, in reizendem 
Schmelz des Vortrags durchgeführt Sind. 
Ducq radirte auch eine Reihenfolge von Blättern mit Thieren, an denen man 
den treffenden Ausdruck und die Wahrheit und Charakteristik in Stellungen und 
Bewegungen rühmt. Sie erinnern an die Radirungen von Pottcr, aber sie sind 
etwas härter als die seines LehreTS, auch ist Seine Nadel nicht so zierlich und fein, 
wie die des Letzteren. Man kennt von ihm eine Folge von 8 Hunden nebst Titel- 
blatt (1661); einen liiehenden Wßlf mit einem Schafe im Rachen; einen stehenden 
und neben diesem einen ruhenden Hund (ein Blatt von der grössten Seltenheit); eine 
saugende Hündin. Von letzterem Blattc existiren nur vier Abdrücke; denn auf die 
Rückseite der Platte hat Ducq ein Bild gemalt, Kartenspielende Soldaten darstellend, 
in der fürstlich Esterhazyschen Sammlung in YViem 
In einigen Gallerien, z. B. im Bclvedere zu YVien, in der Dresdner Gallerie u.s.w, 
trifft man Bilder , Welche derselben Zeit angehören, in welcher unser Künstler lebte, 
dieselben Gegenstände darstellen und in der Behandlungsweise auch ganz an die des 
Jan le Ducq erinnern, aber A. le Ducq bezeichnet sind. Wahrscheinlich rühren S19 
auch von ihm her.
        

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