Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1045611
Drevet , Claude 
Drolling, Miehel Martin 
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Drevet, Claude, Kupferstecher, geb. zu Lyon 1710, gest. zu Paris 1768 (nach 
Anderen erst 1782), war ein Schüler seines Vetters Pierre Drevet und zeichnete 
sich gleich diesem im Port-rätfach aus. Seine besten Blätter sind: Philipp Ludwig, 
Graf von Sinzendorf (1728); Charles Gasp. Guill. de Vintimille, Erzbischof von Paris 
(1736); Madame Le Bret, als Ceres (1728), sämmtlich nach Rigaud; "Thomas 
Murray, nach Knellern  
Drevet, Pierre, der Vater, ein vortreiflicher Kupferstecher der altfranzösischen 
Schule, geb. zu Lyon 1664, gest. zu Paris 1739, war ein Schüler von Germaiu 
Audran und erwarb sich insbesondere im Stich von Porträts Ruhm. Seine Bildnisse 
sind voll Leben und in einer sehr angenehmen Manier vorgetragen. Zu den besten 
seiner Stiche rechnet man: Ludwig XV. im Krönungsornat auf dem Throne; Ludwig 
Hektor, Herzog von Villars , Marschall von Frankreich; Frangois Louis de Bourbon, 
Prince de Conti; Andr. Hercule, Kardinal de Fleury; Nic. Boileau Despreaux; Hia- 
cynth Rigaud, eine Reisfeder in der Hand; Derselbe, mit Palette und Pinsel in der 
Hand, sämmtlich nach Rigaud; Christiana von Brandenburg, Herzogin von Württem- 
berg; die Familie des Darius im Zelte zu den Füssen Alexanders, nach Mignard. 
Drevet , Pierre Imbert, der Sohn, einer der ausgezeichnetsten Kupferstecher des 
18. Jahrhunderts, geb. 1697 zu Paris, gest. daselbst 1739, war der Sohn und Schüler 
des Vorigen, übertraf den Vater aber an künstlerischer Durchbildung bei YVeitem. 
Seine historischen Blätter und Bildnisse sind wahre Meisterstücke, elegant und voll- 
endet im Stich, trefflich in der Zeichnung, bewundernswerth in der Behandlung der 
Stoffe, die er bis zur Täuschung wiederzugeben wusste und unübertroffen in der 
Weichheit und Durchsichtigkeit des Fleisches. Zu seinen vorzüglichsten Arbeiten 
gehören: Jaques Benigne Bossuet; Kardinal Dubois; Ludwig XIV. in ganzer Figur; 
Samuel Berna-rd Robert. de Cotte, sämmtlich nach Rigaud; die Schauspielerin An- 
drienne Lecouvreur als Cornelia, nach Coypel; Franz de Salignac, nach J. Vivien; 
die Darstellung im Tempel nach Boullogne's Bild in der Kirche Notre Dame zu 
Paris, ein Blatt, das nicht nur eine der vorziiglichsten Arbeiten des Meisters ist, son- 
dern unter die vortreflichsten Werke der Kupferstecherkunst überhaupt gehört; 
Adam und Eva; die Knechte Abrahanfs bei Rebecca; die Verkündigung Maria; der 
Kalvarienberg, sämmtlich nach A. Coypel; Jesus am Oelberg, nach J. Restout; 
die Auferstehung Jesu aus dem Grabe, nach J. Andre; der Einzug Christi in Jeru- 
salem, nach Dieu.  
Drielst, Egbert van, Landschaftsmalor, geb. zu Gröningen 1746, gest. 1818, ar- 
beitete Anfangs in Tapetenfabriken, bis es ihm durch üeissiges Studium der herrlichen 
Landschaften von Ruysdael, Hobbema, WVynants u. A. und der Natur gelang, 
sich zu einem Künstler auszubilden, dessen Erzeugnisse zu den besten seiner Zeit 
gezählt wurden. Seine Bilder bestehen'meistens in baumreichen Landschaften , oder 
in offenen Gegenden mit ländlichen Wohnungen, Hütten u.s.w. aus der Umgebung 
seiner Vaterstadt, Haarlems oder aus der Provinz Drenthe, und zeichnen sich durch 
idyllische Anmuth, Naturwahrheit sowie die Zartheit und Klarheit der Farbe aus, sind 
jedoch nicht frei von Manier.  Sein Sohn Jan Vuuring van Drielst, geb. 1790, 
gest. 1813, wurde von seinem Vater unterrichtet und erregte schöne Hofnungen, die 
indessen nicht in Erfüllung gingen, da er frühzeitig starb. 
Drillenburg, Willem, Landschaftsmaler, geb. 1625 zu Utrecht, war ein Schüler 
von Abr. Bloemart, folgte aber in seinen Bildern später mehr der Weise des Both. 
Drinhausen, W. , ein derzeit zu Berlin lebender Blumenmaler, der sich zu Düssel- 
dorf bildete und in seinen Bildern grosses Talent, gründliches Studium der Eigenthüm- 
lichkßifen der Püallzengattungen und liebevollen Fleiss in der Behandlung beurkundet. 
Drolling, Martin, Maler, geb. zu Oberbergheim bei Colmar 1752, gest. zu Paris 
1817, bildete sich ohne Lehrer durch Studium der Gemälde holländischer Meister und 
fertigte im Geschmack des Grguze eine grosse Anzahl von Familien- und Conver- 
Saßißllsßüüßkßll, Welche sich durch Naturwahrheit, Lebendigkeit und glänzende Farben-- 
pracht empfehlen. Im Louvre zu Paris sieht man von ihm das Innere einer Küche. 
Drolling, Michel Martin, Historieu- und Porträtmaler, Ritter der Ehrenlegion,
        

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