Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1045560
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Doudyxxs 
Douet. 
niss; eine büssende Magdalena; in der Pinakothek zu München: eine alte Frau, 
die durch ein offenes Fenster sieht; das Bildniss eines alten Malers vor der Staffelei 
(wahrscheinlich des Jurian Ovens); eine alte Frau, die in einem Gewölbe Gemüse 
feil hält und von einem Bett-ler um ein Almosen angesprochen wird; eine Kuchen- 
bäckerin unter einem Gewölbe, vom Kerzenlichte beleuchtet, und eine Magd, die ihre 
Laterne auf den Boden gestellt hat und unter den YVaaren das Nöthige aussucht; 
Dou's eigenes Bildniss in einer offenen Halle; eine in Atlas gekleidete Dame vor 
dem Putztisch mit ihrem Kammermädchen, das ihr die Haare kräuselt; eine alte 
Frau, die auf dem Kopfe ihres Knaben das Ungeziefer tödtet; einen Marktschreier auf 
einer Bühne, der seine Arzneimittel empfiehlt und dem der Künstler mit der Palette 
in der Hand aus einem Fenster zusieht; das Mittagsmahl einer Spinnerin; eine alte 
Frau, die Aepfel schält; eine Dienstmagd, die am Fenstergesimse einen Topf aus- 
leert; eine vom Lampenlichte beleuchtete alte Frau, die ihr Nachtmahl mit zwei 
Kindern theilt; eine Magd, die mit einem brennenden Lichte in der einen und mit 
einer Laterne in der andern Hand zum Fenster hinaussieht; einen Einsiedler, der 
knieend vor einem Crucitixe betet, und eine Wiederholung desselben Gegenstandes; 
in der Leuchtenbergschen Gallerie: einen Arzt, der ein Glas besieht, das ihm eine 
Bauersfrau hinter ihm übergeben; im Louvre zu Paris: eine Dorfgewürzkrämerin; 
einen Trompetenbläser; eine holländische Köchin; eine Frau, die einen todtcn Hasen 
an einem Bogenfenster aufhängt; einen Goldwieger; einen Zahnarzt, der einem 
Bauern einen Zahn auszieht; eine alte Frau, die einem Greise aus der Bibel verliest 
(wahrscheinlich Dou's Eltern); Dou's eigenes Porträt an einem Bogenfenster mit 
Pinsel und Palette; eine alte Frau in einem pelzgefütterten violetten Sammtkleide 
liest in einem Buche, und sein berühmtes Bild: die Wassersüchtige (bezeichnet: 1663 
G. DOV. OVT. 65 JAER.  wesshalb auch, da man dieses Alter auf Dow bezieht, 
angenommen wird, der Künstler sei im Jahr 1598 geboren  Auch die Gallerie 
zu Pommersfelden ist im Besitz einiger Gemälde von Dou, unter denen eine 
Häringshändlerin, und zwei Mädchen im Gespräch, eines der anziehendsten Bilder des 
Künstlers und von sehr grosser Vollendung, zu den besten gehören. Weitere treff- 
liche Werke von ihm kann man in der Eremitage in St. Petersburg sehen und man 
rühmt unter denselben besonders seinen Alchymisten. Dann sieht man auch in italie- 
nischen Sammlungen, namentlich in der Gallerie zu Turin mehrere schöne Bilder 
des Meisters. Endlich erwähnen wir noch: einen Arzt, das Uringlas beschauend; 
eine alt-e Frau, einen Levkoienstock begiessend, in der Gallerie des Belvedere zu 
Wien; und den heil. Antonius als Einsiedler, nebst einer Wiederholgng desselben 
Bildes in der fürstlich Eszterhazyschen Sammlung cbendaselbst.  Eines der vor- 
züglichsten Bilder des Meisters: das Zimmer der Wöchnerin, ging nebSß dem be- 
rühmten Gemälde Potters: die grosse Heerde Ochsen auf dem Transport zur Sec 
nach Russland zu Grunde, 
Dou's Bilder, die meistens mit seinem Namen, zuweilen auch mit nebigem Mono- 
gramm bezeichnet Sind, wurden als beliebte Gegenstände der Zimmerdekoration sehr 
häuüg VOII Verschiedenen, zum Theil ausgezeichneten Künstlern gestochen undö 
lithographirt.   
Literatur. Arnold Houbraken, De groote Schouburgh der "Nederlantsche Konstschilders en Schil- 
deressen. in's Gravenhage, 1753.  Descamps La vie des peintres flamands.  Immeueu, 
De Levens en Werken der Holl. en Vlaam. Kunstschilders u. s. w. Amsterdam, 1842.  Sandrart, 
ggigisghärigäademie.  Kugler, Handbuch der Geschichte der Malerei.  Schnaase, Niederlän- 
Doudyns, Willem, Historienmaler, geb. 1630 im Haag, gest. daselbst 1697, er- 
hielt den Unterricht in der Kunst durch Al. Petit, reiste dann nach Italien, woselbst, 
er sich 12 Jahre aufhielt, und malte nach seiner Rückkehr in seine Vaterstadt, wo 
er viel zur Gründung einer Akademie beitrug, deren Direktion ihm zum Oefteren 
übertragen wurde, viele Oel- und Deckengemälde, die sich durch correkte Zeichnung, 
verdienstliches Colorit und Ausdruck auszeichnell- Im Gerichtssaal des Stadthauses 
im Haag sieht man unter Anderem noch von ihm: Sal0m0n's Urtheil. 
Douet, Edmund Jean Baptist, ein Maler und Formschneider, der im Anfange des
        

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