Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1045555
Don. 
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lndem wir die bedeutendsten unter ihnen hier anführen, bezeichnet zugleich sich 
der Kreis von selbst am deutlichsten, in welchem sich seine Darstellungen bewegen. 
Im Museum zu Amsterdam befinden sich von il11n: ein Eremit in einer Höhle; ein 
durch eine Lampe beleuchtetes Mädchen am offenen Fenster; eine Dame und ein 
Herr in einem dichten Gebüsch (die Landschaft und ein Jagdhund von Berchem); 
dann eines seiner Hauptbilder, seine durch meisterhaften Lichteifekt ausgezeich- 
nete, höchst reizvolle Mädchenschule; im Museum zu Berlin: das Bildniss einer 
alten Frau; eine Köchin mit einem Licht in eine Vorrathskammer tretend; eine 
Maria Magdalena in einem rothen Klcide und Pelz; auch im königl. Schloss und in 
Privatsammlungen zu Berlin sind Bilder von ihm. Das Museum zu Brüssel besitzt 
das Bild des Künstlers selbst, wie er bei einer Lampe nach einem Amor von Duques- 
noy zeichnet; die Gallerie zu Dresden: ein altes YVeib vor einem rothbedeckten 
Tische; ein junges Mädchen, das in der einen Hand eine brennende Lampe hält, mit 
der anderen eine Pflanze begiesst; einen jungen Mann, der einem Mädchen mit einem 
Lichte in's Gesicht leuchtet; einen Zahnarzt, der einem Knaben einen Zahn heraus- 
genommen; einen alten Schulmeister, der eine Feder schneidet; ein Mädchen mit einem 
Licht in einem Fenster, im Begriff, eine Traube von dem davor befindlichen Weinstock 
zu pflücken; eine alte Frau, die beim Schein "einer Lampe das Ende eines verlorenen 
Fadens sucht; ein Mädchen, das in einem Keller vor einem YVeinfass kniet, vor ihr 
ein Knabe, der sie warnt, nicht zu viel zu trinken; einen betenden Einsiedler vor der 
aufgeschlagenen Bibel i"; ein junges Mädchen , das mit übereinander gelegten Hän- 
den vor einem Tische sitzt; ein Bogeufexlster, auf dessen Brüstung eine Katze sitzt, 
im Hintergrunde G. Don vor seiner Staffelei; das Bildniss des Meisters zweimal, 
einmal, wie er in ein Buch zeichnet "f, das anderemal, wie er auf der Violine spielt; 
das Porträt der Mutter des Meisters ebenfalls zweimal, das einemal in einem Blatte, 
das anderemal in einem Buche lesend; eine biissende Magdalena und ein Stillleben. 
Dann sieht man in verschiedenen Sammlungen Englands treifliche Werke von ihm, 
so unter Anderen] im FitzwilliaIn-Museunl zu Cambridge: einen Schulmeister mit vier 
Knaben, ein vorzügliches Gegenstück zu der Mädchenschule in Amsterdam und das 
Porträt eines jungen Mannes, ein YVerk aus der früheren Zeit des Meisters; in der 
Nationalgalleric zu London: sein eigenes Bildniss; in der ehemaligen Sammlung 
König Georg IV. dort-z ein Mädchen , eine Pfanne scheuernd; ein Mädchen , Zwiebel 
backend; eine Gewürzkrämerin; in der Bridgewatergallerie daselbst: sein eigenes 
Bildniss, und einen jungen Mann, der mit einer Violine an einem Tische sitzt, auf 
dem ein Globus, ein Leuchter und ein Notenbuch liegen, ein Gemälde von Behag- 
lichkeit und Heimlichkeit des stillen häuslichen Daseyns und zugleich von seltenster 
Vollendung; bei Hrn. Th. Hope ebendasßlbsßi ein jlmgeS Mädchen in einer Fenster- 
brüstung und eine launige Nachtscene einer Gesellschaft von Männern und Frauen, 
ein Bild von höchster Feinheit der Ausführung; bei Sir Roh, Pcel: eine alte Frau, 
die an einer Fensterbrüstung mit einem Mädchen sich sehr lebhaft wegen eines Hasen- 
kaufs unterhält; in der Grosvenorgallerie ebenda: ein Kind, das durch eine Kinder- 
klapper, welche ihm eine ältere Schwester reicht, von der Brugt der Mutter abge- 
zogen wird; in der Bilder-Sammlung zu Lutonhouse: einen alten Mann mit weissem 
Bart, der naehdenkend in einem Armstuhl Sitzt; in der Sammlung zu Yilztrwick-Castle: 
das Porträt der Mutter RembrandUs; in der (iallerie zu YVarwick-Castle: den jungen 
Tobias, der seinen Vater von der Blindheit heilt. Ferner trifft man in der Gallerie 
zu Gotha: vier Männer, die Statue eines schönen nackten Jünglings bei Kerzen- 
beleuclitung betrachtend, und eine an einem WVollrade spinnende Frau; im Museum 
im Haag: eine holländische Bürgcrstube mit einer Frau und einem mit einem Kinde 
beschäftigten Mädchen, ein höchst liebenswürdig-es Bild des Meisters , und eine Frau 
an einem Fenster mit einer Lampe; ill der grossherzoglichen Kunsthalle in Karls- 
Tube: eine SPltZeIlklöpplerin; ein Mädchen an einem Fenster, vor ihr ein Kübel 
miß irischen, hinter ihr ein Knabe, der einen Hasen hält; des Künstlers eigenes Bild- 
Abgebiläet in den Denkmälern d er Kunst 
Ebendaselbst. Taf. 100, Fig. 6. 
der Kunstgesch. 
Atlas zu Knglers Handb.
        

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