Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1045506
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D00 
Dorigny, Nicolas. 
von Heiligen umgeben und einige andere Bilder ebendaselbst in der Kapelle des heil. 
Dominicus. Zwei tüchtige Bilder in der Sakristei von S. Angele a Nilo scheinen eben- 
falls von den Brüdern Donzelli gemalt zu sein. Ueberdiess zeichneten sie sich in 
Malereien an Häuserfaeaden, Giebelfeldern, auch in helldunkeln basrcliefartigen 
Gemälden aus. 
D00, Georg T., einer der vorzüglichsten Kupferstecher in England, der 1836 
zum historischen Kupferstecher des Königs von England ernannt wurde. Unter seine 
schönsten Stiche zählt man: die Predigt des John Knox vor den Lords der Congre- 
gation in St. Andrews 1559, nach Wilkie (1838); "Nature", Gruppe zweier Kinder, 
die sich umarmen, nach Lawrence; eine Gruppe von Pilgern, welche Rom zum 
erstenmale erblicken , nach Eastlake (1839); Sterne und die Grisette, nach New- 
ton; die Abfahrt des Regulus nach Karthago, nach Turner; Madonna mit dem 
Kinde, nach dem Baphaehschen Bilde in der Bildersammlung des Lord Cowper(1S35); 
das Porträt- des Earl of Eldon, nach Lawrence (1828). 
11001115, Caspar, ein nicht sehr bedeutender Kupfcrstecher, aber einer der ersten 
Arbeiter in Schwarzkunst, lebte zu Prag von 1644-1675, zu WVien und zu Mainz. 
Sein bester Stich ist ein Eece honlo, nach Albr. Dürer (1659), ein sehr seltenes Blatt. 
Dorbay, Franqois, Architekt zu Paris, gest. daselbst 1698, war ein Schüler von 
Louis Leveau, unter dessen Leitung er verschiedene Bauten ausfiihrtc. Nach 
eigenen Plänen haute er unter Anderem das Portal der Karmelitei" zu Lyon (1682) 
und die Triumphpfurte du Perou zu Montpellier. 
Dorer, Robert, ein sehr geschickter Bildhauer zu Dresden, der sich unter 
Rietschel bildete und 1853 für seine kolossale Statue eines sterbenden Kriegirs 
die gresse goldene Medaille erhielt. 
Dorfmeister, Johann Evangelist, ein Landschaftsmaler zu Wien, geb. 1741, 
gest. 1765, von dem wir in der Gallerie des Belvedere zu NYien ein hübsches Bild, 
einen 1Vald, durch welchen ein Bach lliesst, finden. 
Dorfmeister, Johann Georg, ein geschickter Bildhauer zu Wien, geb. 1730, gest. 
1787, fertigte viele YVerke für Kirchen, Klöster und Paläste, bestehend in Heiligen- 
bildnereicn, Grabmälern, dekorativen Gegenständen u.s.w. 
Dorigny, Louis, Maler, der Sohn des Michel und ältere Bruder des Nicolas 
Dorigny, geb. zu Paris 1654, gest. zu Verona 1742, erlernte die rlnfangsgründe 
der Kunst bei seinem Vater, trat dann in Lebruifs Schule und ging später nach 
Italien, wo er neissig studirte, eine grosse Fertigkeit in der Frescomalerei erlangte 
und sehr viele Bilder in der leichten Manier des Solimena ausführte, unter denen 
die Kuppel der grossen Kirche zu Trient als sein Ilauptwerk bezeichnet wird.  Er 
stach auch in Kupfer und besonders geschätzt sind von ihm: 32 Blätter zu den 
PenSäßS Chfäfißnncs: 5 Embleme aus Isloraz; 6 aus Ovid; eine Ansicht des Amphi- 
theaters zu Verona und die Landung der Saracenen in Ostia, nach Raphael. 
Dorigny, Michel, der Vater des Vorigen, Maler und Kupferstccher, geb. 1617 zu 
St; Quentin, gest. zu Paris 1666 als Professor an der Akademie, war ein Schüler und 
der nachherige Schwiegersohn von Vouet, den er als Maler in seinen Bildern nach- 
zuahmen suchte und von dessen Gemälden er als Kupferstecher in seinen Stichen 
treue Abbilder lieferte. Unter seine besten Arbeiten in letzterem Fache zählt man: 
Pan und Syrinx (1666); ein allegorisch satyrisches Blatt auf den Architekten Man- 
sard; den heil. Ludwig; IIerkules sitzend bei einem Felsen. 
Dorigny, Nicolas, Zeichner und Stecher mit dem Grabstichel und der Radirnadel, 
der jüngere Sohn des Vorigßll, geb. zu Paris 1657, gest. daselbst 1746, widmete 
sich anfänglich der Malerei, die er jedoch bald mit der Kupfersteeherkunst ver- 
tauschte, besuchte dann Italien, wo er 28 Jahre verweilte und Seinen Geschmack 
an den berühmtesten Meisterwerken bildete. Er erreichte den Audran in der Aus- 
führung selten, indem er sich mehr der freien Manier der früheren nlcistel- der Schule 
von Fontainebleau zuneigte, allein er war glücklicher in der Ausyvuhp Bald nach 
seiner Rückkehr in's Vaterland wandte er sich nach England, wo er die Cartons nach 
Raphael stach und von Georg I. nach Beendigung Seiner mühgvollcn pubeit in den
        

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