Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1045463
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Domard 
Donatello. 
1561 zu Leyden, war ein Schüler von Jacob de Gheyn, bei dem er den Grabstichel 
mit sicherer, fester Hand zu führen lernte. Die meisten seiner sehr hübsch ausge- i) 
führten Blätter, die er mit Za. Do. oder Z. Do. oder mit nebigen Monogrammen be- Q 
zeichnete, sind nach seinem Lehrer, nach K. van Mander, Barth. Sprangernä 
H. Goltzius und einigen anderen Meistern dieser Schule. 
Domard, Josephe Franqois, ein geschickter Steinschneider und Medailleur, der 
1792 zu Paris geboren wurde, den Unterricht von Cartellier und Jeuffroy genoss 
und sich durch verschiedene Denkmünzen auf berühmte Persönlichkeiten, denk- 
würdige Ereignisse u. s. w. einen geachteten Namen erwarb. 
Domenichino, siehe Zampieri. 
Domenico Fiorentino, siehe Barbieri, Domenico. 
Domenico Veneziano, siehe Veneziano. 
Dominici, Francesco, ein wenig bekannter, aber vortrefflicher Maler aus Treviso, 
der in seinem 35. Jahre starb. Im Dom seiner Vaterstadt sieht man unter Anderem 
eine Procession von ihm mit der Jahrszahl 1572 bezeichnet. 
110113176110, eigentlich Donato di 3813130 Bardi, einer der ausgezeichnetsten Bild- 
hauer und Erzgiesser des 15. Jahrhunderts und einer der Mitbegründer der modernen 
Kunstrichtung in Italien, wurde 1383 zu Florenz geboren und starb daselbst 1466. 
Er widmete sich von früher Jugend an der Bildhauerkunst, zeigte auch in der Stucca- 
turarbeit viele Uebung, war in der Perspektive vorzüglich und in der Baukunst sehr 
geschätzt. Schon durch seine ersten Arbeiten erwarb er sich Ruhm und Namen, und  
besonders wird unter denselben ein sehr schönes Relief der Verkündigung, in Sand- 
stein ausgeführt für S. Croce zu Florenz"', erwähnt. Für dieselbe Kirche arbeitete 
er sofort ein Cruciüx in Holz (Capella Bardi) , das den Wetteifer des Brunelle schi 
horvorrief, ein ähnliches zu schaffen, welch letzteres aber das des Donatello bei 
XVeitem übertraf. Dann führte er das Grabmal des Papstes Giovanni Coscia (Johann 
des XXIII) in S. Giovanni ebendaselbst aus, bei welchem ihm sein Schüler Michelozzo 
half, der die dazu gehörige Figur des Glaubens fertigte; ferner eine biissende Mag- 
dalena in Holz, eine Statue von merkwürdig realistischer Auffassungs- und Behand- 
lungsweise (im Baptisterium), und die Statue des Ueberiiusses auf eine Granit- 
säiule auf dem alten Markte (zu Grund gegangen). Sehr jung noch fertigte er für 
die Fagade von S. Maria del Fiore in Marmor: den Propheten Daniel, die sitzende 
Statue des Johannes und die Bildsäule eines Greises; verzierte dann im Inneren der 
Kirche die Orgel mit Marmorreliefs und die neue Sakristei derselben Kirche mit den 
anmuthigsten Kindergestalten , welche die Blumengewinde halten, die den Fries um- 
geben. In grossartigster Entwicklung zeigt sich sodann seine Kunst in den drei 
grossen für Orsanmichele gearbeiteten Figuren des Petrus, des Marcus und des 
Georg, wie in den für die Fagade des Glockenthurms von S. Maria del Fiore verfertig- 
tell drei mä-Cllüigen Gestalten, unter denen der sogenannte Zuccone (Kahlkopf), ein 
Porträt des Giov. di Bartuccio Cherichini, eines der ausgezeichnetsten Werke des 
Meisters ist, in dem sich das kräftigste Leben mit ungemeiner Grossheit des Styls 
glücklich vermählt. Auch über einer Thüre desselben Thurms stellte er Abrahams 
Opfer und einen Propheten in kräftiger naturalistischer Formengebung dar. Für die 
Signoria von Florenz führte er hierauf die Bronzestatuen der Judit-h, welche dem 
Holofernes das Haupt abschlägt (in der Loggia dei Lanzi), und des David (in der 
üorentinischen Gallerie); dann im Hause der Medici, nachher Palazzo Riccardi, acht 
runde Marmorbilder, zum Theil nach antiken Cameen, zum Theil nach seiner Er- 
iindung, ferner für Cosimo verschiedene Madonnen halberhoben in Marmor und Bronze, 
auch andere Marmorreliefs aus. Später machte er im Auftrag von Cosmus das Marmor- 
grabmal des Erzbischofs Rinaldo Brancaccio, das in die Kirche S. Angele a Nilo in 
Neapel kam, und vollendete 1435 die Marmorkanzel im Dom von Prato, die er mit 
Reliefs, singende und musicirende Kinderengel darstellend, schmückte. Nachdem 
der Ruhm, den er sich durch alle diese Werke erworben, auch nach Venedig 
D 
Abgeb. 
in den Denkmälern der Kunst. Atlas zu Kuglers I-Iandb. der Kunstgesch. Tat. 66,
        

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