Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1045425
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Diterichs 
Dobson. 
moristischer und satyrischer Compositionen , die als einzelne Blätter oder als Illustra- 
tionen in Büchern erschienen. 
Diterichs, Friedr. WiIlL, Oberbaudirektor, geb. 1702 zu Uelzen, gest. 1784 zu 
Berlin, war ein Schüler des Baumeisters Böhme. Er erbaute die böhmische Kirche 
zu Berlin, gab der Spitalkirche ihre heutige Gestalt und entwarf die Pläne zu meh- 
reren Palästen, z. B. zu dem Palast der Königin der Niederlande, des Kriegsministe- 
riums, sowie zu verschiedenen Privathäusern in Berlin und Potsdam. 
Dittenberger, JOh. Gust., Historien- und Porträtmaler zu Wien, geb. 1799 zu 
Neuenweg in Baden, war anfänglich ein Schüler von Rottmann und Roux in 
Heidelberg, kam aber schon 1821 nach München, um sich an der dortigen Akademie 
weiter auszubilden. Später besucht-e er Paris, wo er eine Zeit lang im Atelier von 
Baron Gros arbeitete, dann auch Rom, wo er bis 1831 verweilte. la's Vaterland 
zurückgekehrt, liess er sich hernach in Wien nieder, woselbst er seither verschiedene 
grosse Bilder, namentlich für Kirchen, ausfilhrte, an denen, obgleich man tiefere 
Wärme und inneres Leben vermisst, die gute Auffassung und die in allen Theilen 
verständige Ausführung gerühmt wird. Man hebt unter ihnen besonders hervor: die 
Verkündigung Maria; den heil. Andreas, der die Russen bekehrt; einen englischen  
Gruss (für die Olinützer Domkirche); den heil. Severin, der das Land Oesterreich ß 
segnet; Germania im JtLllTG 1850 und Schleswig-Holstein, zwei allegorische Ge- 
mälde.  Dittenberger radirte auch eine Anzahl Blätter in Umrissen zu Schiller's ß 
Gedichten, die bei Cotta erschienen.  Auf seinen Bildern und Zeichnungen sieht 
man zuweilen die beiden ersten Monogramme; mit dem letzten sind einige der ge- m 
nannten Radirungen bezeichnet.  
Dixon, 1101m, Zeichner und vortreiflicher Arbeiter in Schwarzkunst, geb. 1740, 
gest. zu London uul 1780. Unter seine besten Blätter, theils Bildnisse, theils 
Ilistorien darstellend, zählt man: den Grafen Tfgolino im Hungerthurm, nach Rey- 
nolds; Rembrandts frame Maker, nach ihm selbst; eine ruhende Tigerin, nach 
Stubbs (1773); Garrick, als König Richard 111., nach N. Dance (1772); eine junge 
Frau in der Ilütte einer Zauberin, nach Mortimer; die Bildnisse des Lord Mayors 
von London, TVilhelm Beckfort (1771); der Mistriss Blacke (1771) und des hVilh. 
Robertson (1772) , beide letztere nach Reynolds (17724). 
Dobiaschofsky, Franz, Historien- und Portriitmaler, lllitglied und Lehrer der 
Akademie zu Wien, geb. daselbst 1818, ein Schüler von Führich und Kuppel- 
wieser, hat sich durch seine seit 1845 in die Oelientlichkeit gebrachten Bilder, an 
denen man die poetische Auffassung und hübsche Behandlung; rühmt, einen geach- 
teten Namen erworben. Es werden von denselben besonders hervorgehoben: die 
heil. Barbara (1845); Kaiser Otto auf der Jagd mit Leopold dem ersten Babenberger 
(1846); Herzog Albrecht III. bei seiner Rückkehr nach Wien als Sieger über die 
heidnischen Preussen aus den Händen seiner Gemahlin seinen erstgeborenen Sohn 
empfangend; Cimabne, das hlalertalent Giottos entdeckend (1847); der Traum einer 
Nonne; eine Scene aus dem Leben Herzogs Ernst des Eisernen, 1850 (in der Gallerie 
des Belvedere zu Wien); der heil. Ferdinand und der heil. Joseph mit dem Kinde, 
zwei Altarbilder (1851 für den Erzherzog Ferdinand von Este gemalt); Faust und 
Gretchen des 19. Jahrhunderts (in der Gallerie des Belvedere). llObiaschßfsky Inalte 
auch das Porträt des Kaisers zum öfteren. 
Dobson, William, Maler, geb. zu London 1610, gest. 1646, bildete sich unter und 
nach van Dyck, wurde nach dessen Tod zum Hofmaler des Königs und zum Kammer- 
herrn ernannt. Er war der ausgezeichnetstie englische Maler seiner Zeit. Seine 
Bildnisse kommen denen seines Lehrers und Vorbildes sehr nahe; sie haben etwas 
sehr Charakteristisches, sind tüchtig in der Zeichnung und üeissig in der Ausführung, 
klar und wahr im Ton, nur ist die Harmonie der Färbung im Ganzen geringer als 
bei jenen. Obgleich er nicht lange lebte, führte er sehr viele Bilder aus, von denen 
sich in den englischen Gemäldesammlungen noch eine grosse Anzahl findet. Unter 
die vorzüglichsten der zugänglichen Sammlungen zählt man in der Bridgewater- 
gallerie zu London; das Bildniss Karl I. und das des Dichters Cleveland; in der Samm-
        

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