Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1045389
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Diet-z, Cornelius  Diez. 
ätzer, geb. zu Strassburg 1550, gest. daselhst 1599, der Grossvater des Vorigen 
und Vater des Hilarius. Von ihm ist ein Gemälde in der Gallerie des Belvedere zu 
Wien, ein Architekturstück, worin die Berufung des Matthäus zum Apostelamte vor- 
gestellt ist. Dasselbe ist mit dem ersten der nebigen Monogra-mme bezeichnet. Von W 
seinen Arbeiten in Kupfer, auf denen man auch die anderen mitgetheilten Mono- 
gramme sieht, kennt man: 12 Blätter geistreich radirte Grotesken mit komischen vä- 
Figuren; das Porträt des Johann Reinhard, Grafen zu Hanau und Zweibrücken , und 
sein eigenes Bildniss, eine von allegorischen Figuren umgebene Büste mit der Unter- w 
Schrift: Wendelinus Dietterlin Pictor Argentinensis. ä ) 
Dietz, Gornelius, ein Glasmaler zu Köln, der zu Anfang des vorigen Jahrhunderts 
blühte und unter Anderem in den Jahren 1711 und 1712 die Fenster, mit denen der 
Kreuzgang beim Karmeliterkloster zu Frankfurt a.M. rings zugeschlossen wurde, malte. 
Dietz, Feodor, ein treiflicher Historien- und Schlachtenmaler, grossherzogl. badi- 
scher Hofmaler, geb. 1813 zu Carlsruhe, entwickelte schon sehr früh ein grosses  
Talent für die Kunst, das er anfänglich in Carlsruhe unter dem Pferdemaler Kuntz 
und Später an der Akademie in München ausbildete, wo er schon 1834 Philipp 
Folz bei der Ausschmückung des Servicezinimers der Königin im neuen Königsbau 
mit Bildern aus Bürgefs Gedichten erfolgreiche Hilfe leistete. Später begab er sich 
nach Paris , wo er unter Horace Vernct seine Studien fortsetzte, und darauf durch 
eine Reihe geistreich componirter und trefflich ausgeführter Schlachtstüeke seinen 
Ruf fest begründete. Dietz's Gemälde zeichnen sich besonders durch die Wahl höchst 
pathetischer Momente, klares Verständniss der Anordnung, Wahrheit und Lebendig- 
keit, edle YVürde des Ausdrucks, Sorgfalt und Fleiss der Behandlung, Frische der 
Färbung, meisterhafte Technik und durch die hohe künstlerische Wirkung aus. 
Unter seine besten Leistungen gehören: der Tod des Max Piccolomini; Gustav 
Adolplfs Tod; der Abschied auf dem Schlachtfelde; Pappenheinfs Tod; Markgraf 
Ludwig von Baden schlägt unter Joh. Sobiesky die Türken vor Wien; der erschlagene 
Ritter; die Erstürmung des Montmartre durch die badische Leibgrenadiergarde im 
Jahr 1814; die Heldenthat der Pforzheimer im 3Qjährigen Kriege; die Erstürmung 
von Belgrad durch Max Emanuel (für König Max von Bayern ausgeführt); die nächt- 
liche Heerschau, ein Bild von bezaubernder Wirkung, im Besitz des Kaisers der 
Franzosen Napoleon III.  Im Jahr 1850 gab Dietz ein Album, gesammelt im Feld- 
zug in Schleswig, dem er im Jahr 1848 beiwohnte, heraus. Viele seiner Schlacht- 
bilder sind dem grösseren Publikum auch durch Lithographien bekannt. 
Dietzsch, Johann Christoph, trefflicher Maler in Aquarell, besonders in Land- 
schaften , Blumen und Früchten, geb. zu Nürnberg 1710 , gest. daselbst 1769 , war 
der Schüler seines Vaters Joh. Israel Dietsch (1681-1754). Er radirte gegen 
50 Blätter mit sicherer leichter Nadel, unter denen man eine Reihe von 6 Blättern 
Landschaften mit Figuren und eine andere von 8 Blättern ähnlichen Gegenstandes 
(1759-1768) zu den besten zählt. Er ätzte auch das Bildniss des Zacharias Wörlin, 
Kupferstechers in Nürnberg.  Johann Christoph Dietzsch hatte vier Brüder: 
Johann Sigmund, Johann Jakob, Georg Friedrich und Johann Albert, 
sowie zwei Schwestern: Barbara Regina und Margaretha Barbara, die sich 
sämmtlich der Malerei widmeten. 
Dieu, Antoine de, Historien- und Porträtmaler, geb. 1662 Zu Paris, ein Schüler 
und Nachahmer von Lebrun, fertigte eine grosse Anzahl von Geschichtsbildern 
und Porträts, die von den ersten Kupferstechern seiner Zeit gestochen wurden. Im 
historischen Museum von Versailles sieht man unter Anderem von ihm: den Herzog 
von Burgund, wie er im Jahr 1628 dem König vorgestellt wird , und die Heimth des 
Herzogs von Burgund 1697. 
 Dieudonnä, Jacques Augustin, ein zu Paris lebender Bildhauer, Schüler von 
Gros und Bosio, fertigt Statuen und Büsten, die gelobt werden. Im Jahr 1848  
sah man von ihm auf der Kunstausstellung zu Paris einen Christus am Oelberg, 
Statue in Marmor. 
D162, Hofmaler in Meiningen, bekannt durch sein Album europäischer Berühmt-
        

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