Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1041028
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Alvarez 
Amann. 
Alvarez, D011 Manuel, geb. zu Salamanca im J. 1727, bildete sich in seiner 
Vaterstadt und später in Madrid zu einem geschickten handfertigen Bildhauer aus, 
dessen YVerke man häufig in Kirchen und auf ödentlichexi Plätzen in Spanien sieht. 
Er starb als Hofbildhauer und Direktor der Akademie S. Fernando zu Madrid im J. 1797. 
Literatur. Bermudez, Diccionario Iristorico de los mas illustres professores de las bellas artes in Espaüzi. 
AIYPOS, aus Sicyon, ein altgriechischer Bildhauer, Schüler des Naukydes, blühte 
um 410. Er wird als Bildner von Statuen olympischer Sieger gerühnit. 
Literatur. Brunn, Gcsch. der griechischen Künstler. 
Amadeo, 15111301110, einer der Bildhauer, die in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts 
an der Karthause zu Pavia thätig waren, ist der Meister des schönen, reich mit 
Statuen und Basreliefs geschmückten Grabmals des berühmten Feldherrn Bartolom- 
meo Colleoni in S. Maria lliaggiore zu Bergamo. 
Amalteo, Pomponio , geb. 1505 zu St. Vito in Friaul, war ein Schüler des Por- 
d enone. Er wusste seinen Lehrer treiiiich nachzuahmen, strebte jedoch, sich eine 
gewisse Selbstständigkeit zu wahren, die sich namentlich durch ein heitereres, mindere 
Energie in den Schatten verrathendes Colorit und minderes Ringen nach Grossartigkeit 
in der Composition, in welcher er seinem Lehrer überhaupt. nachsteht, und in der Zeich- 
nung kund gibt. Ein vortretiiichesFrescogemälde von Anialteo (vom J. 1534), die Gross- 
muth des Kaisers Trajan (gest. v. B. Trevisan 0) mit noch zwei andern, dem Ürtheil 
des Daniel und dem Urtheil Salomonis, sieht man in der oileneil Halle des Domes von 
Ceneda bei Belluno. In Oderzo sind die Fliigelthüren der Domorgel, die Geburt, 
Verklärung und Auferstehung Christi (vom Jahr 1580) darstellend, von seiner Hand. 
Seine frühesten Arbeiten sind die Fresken im Dom zu Treviso vom .1. 1520, die Heim- 
suchung und die h. h. Petrus und Andreas. Auch rühmt Vasari einen für die Kirche 
S. Francesco gemalten h. Franziscus von ihm. Amalteo, der sich mit einer Toch- 
ter seines Lehrers Pordenone vermählt hatte, malte bis in sein hohes Alter und 
liess sich bei seinen Arbeiten, theils von seinem Bruder und Schüler Girolam o, 
der ein zu grossen Holfnungenberechtigendes Talent entwickelte, aber jung starb, 
von seiner Tochter Quintilia, die Bildnerin und Malerin war und besonders tüch- 
tige Bildnisse malte, von deren Mann Giuseppe Moretto und einem andern Toch- 
termann S e b. S e c c an t c helfen. Er starb 1588. 
Literatur. Vasari, Leben der ausgez. Maler, Bildh. und Baumeister.  Lanzi, Geschichte der Malerei 
in Italien.  Ridolfi, Le vite degl' illustri pittore Veneti. Venezia 1648. 
Aman, Johann, geb. 1765 zu St. Blasien, zeigte schon frühe ein bedeutendes Ta- 
lent für die Kunst, das durch den während seiner Jugcndjahre aufgeführten Bau des 
Münsters seiner Vaterstadt auf die Architektur gelenkt und durch die Unterstützung 
der Fürstäbte Gerbert und Ribbele in YVien und Italien ausgebildet wurde. 1795 als 
Ehrenmitglied der Akademie von S. Lucca zu Rom in's Vaterland zurückgekehrt, er- 
warb er sich in, TVien durch mehrere Neubauten, Restaurationen, Anlagen u. s. w. 
1803 den Ruf eines Hofarchitekten, 1808-1812 baute er das neue Theater zu Pesth, 
1810 liess er die durch die Beschiessung von 1809 erlittenen Beschädigungen und 
sonstige Gebrechen des Stephansthurms ausbessern und 1813 das k. k. Lustschloss 
Schönbrunn nach seinen Plänen wiederherstellen und verschönern. 1814 machte 
Aman die Entwürfe und Modelle zum Bau der k. k. Hofburg nach dem Projekt des 
Kaisers Karl des VL, 1817 die Pläne zu Erbauung eines neuen Hoftheaters und 1820 
zu einem neuen Thierspital und zu den Glashäusern im kaiserl. Privatgartoxi , über- 
haupt hat sich Aman um die Verschönerung WVien's bleibende Verdienste erworben. 
Amann, JOSÜ, auch Amman oder Aman geschrieben, ist 1539 zu Zürich geboren, 
siedelte aber 1560 nach Nürnberg über, woselbst er auch 1591 starb. Amann war 
ein äusserst produktiver Künstler; er malte wenige, aber geschätzte Bilder in Oel, 
auch übte er sich in der Kunst, auf Glas zu malen, S0 Wie im Kllpferstechen. Dass 
er auch in Holz geschnitten wird bestritten, dagegen fertigt-e er eine ausserordentlich 
grosse Anzahl von Zeichnungen auf Holz und Paplel", und Sandrart in seiner 
"Tellßsßhen Akademie" (II. Thl. S. 254, herausgegeb- 1675) erzählt, von dem Frank- 
furter Maler J örg Keller , einem Schüler von Aman , gehört zu haben , (lass letz- 
teref "in während der Zeit seiner (des Keller) vierjäihrigen Lehr, so viel Stücke in
        

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