Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1045329
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Diaz , Diego Valentin 
Dichtl. 
Diaz, Diego Valentin, ein spanischer Maler, gest. 1660, d-er iiir verschiedene 
Kirchen Valladolids Bilder mit vielem Geschmack ausfiihrte. 
Diaz, Francisco, Maler, war einer der ersten Schüler der königl. Akademie von 
S. Fernando zu Madrid, an der er 1753 für sein Bild: den Raub der Dejanira (das 
noch daselbst bewahrt wird), den ersten Preis erhielt.  
Diaz  auch Dies geschrieben  Gaspard, gest. 1571 zu Lissabon, bildete sich 
in Rom unter Raphael und Michelangelo und lieferte, in's Vaterland zurück- 
gekehrt, verschiedene kirchliche Gemälde, an denen man die Reinheit der Zeich- 
nung, die Zartheit des Pinsels und den bewundernswerthen Ausdruck der Leiden- 
schaften rühmt. 
D182, Gines F 18., ein Maler aus Villena und Mönch der Karthause Portacoeli, in 
deren Kapitelsaal man noch einige Bilder aus dem Leben des h. Bruno von ihm sieht. 
Diaz, Gonzalo, ein Maler, der um 1498 und 1499 in der Kathedrale zu Sevilla 
thätig war, und unter Anderem die Tafeln des Altars der h. Magdalena daselbst malte. 
Diaz de Aragon, JOSGf, der Aeltere, ein Maler, der um 1661 mit seinem Sohn 
gleichen Namens in Valladolid verschiedene denkwürdige Bilder malte. 
Diaz, Manuel, Historienmaler, geb. zu St. Sebastian in Brasilien, kam in den 
letzten zwei Decennien des vorigen Jahrhunderts nach Rom und bildete sich da,- 
selbst unter Cavallucci. Nach seiner Rückkehr in's Vaterland wurde er Professor 
der Zeichenkunst in Rio Janeiro. 
Diaz de 18. pena, Narcisse, geb. zu Bordeaux und seit 1851 Ritter der Ehren- 
legion, ein sehr geschätzter Genremaler der romantischen Schule zu Paris, der seit 
den letzten 15 Jahren ausserordentlich viele Bilder aus dem Genrefache ausgeführt 
und sowohl durch ihre grosse Anzahl und die Wahl der Gegenstände, als durch die 
Art der Darstellung die Gunst des Publikums in hohem Grade gewonnen, und, unter- 
stützt durch einen Kreis mit- und nachstrebender künstlerischer Zeitgenossen, einen 
mächtigen Einfluss auf dessen Geschmack ausgeübt. Er griff seine Stoffe nicht aus 
dem gewöhnlichen Leben, sondern entlehnte sie meistens dem weiten Reich der Phan- 
tasie, häufig mit Hereinziehung der Mythologie, so dass, wenn wir beispielsweise 
einige der hervorragendsten seiner Bilder nennen: die zum Feste ausziehenden Zigeu- 
ner; die Orientalin im Inneren eines Serails (1844); dieälerlassenen; der Liebes- 
garten (1846); Diana begibt sich auf die Jagd; Venus und Adonis; Zigeuner hören 
einem wahrsagenden Mädchen aus ihrer Mitte zu (1848); den entwaffneten Amor; 
Amors Grab; Amors Geschenke; badendes Mädchen von Liebesgöttern geneckt; 
Zigeuner; die untergehende Sonne;_ die letzten Thränen (1850-1851); die Neben- 
buhlerin; die eingeschlafene Nymphe; das Ende eines schönen Tags (1 855),  wir auch 
zugleich den Ideenkreis bezeichnet und-so ziemlich umgränzt haben, in denen sich 
seine Darstellungen bewegen. Trotz diesem ewigen Einerlei im Wechsel zumeist 
frivoler Gegenstände, verbunden mit einer Unbestimmtheit in Form und Zeichnung, 
in Charakter und Haltung, einem unsicheren Spiel der Gestalten, deren Umrisse, wie 
im Nebel schwankend, zeriliessen, wurde seinen Gemälden dennoch Wegen der schönen 
Färbung und Behandlung, dem geistrcichen Vortrag, dem verführerischen Helldunkcl, 
dem Anmuthigen der Gegenstände, demlteiz in den Stellungen und Bewegungen, 
ja selbst der Köpfe, dem Schalkhaften des Ausdrucks, und wogen der, bei aller geringen 
Erlindungsgabe, doch lebhaften Einbildungskraft, der Beifall von Künstlern und Lieb- 
habern in reichem Maasse zu Theil. 
Dibutades, ein Töpfer aus Sikyon, den die historische Sage um 660 v. Chr. Geb, 
leben lässt, soll zu Korinth die Plastik, das Bilden in weichen Massen, namentlich 
Thon, erfunden haben. 
Dichtl, Martin, Maler und einer der frühesten Arbeiter in Schwarzkunst in Deutsch- 
land , lebte um 1680 zu Nürnberg. Zu den besten seiner Blätter, von denen einige 
mit nebigem Monogramm bezeichnet sind, gehören: eine Alte, in der Linken eine 
Laterne, in der Rechten eine Weintraube haltend, bei ihr ein Knabe; eine andere 
Alte, die. in der rechten Hand eine Laterne, in der linken ein Licht hält, vor ihr ein
        

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