Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1045299
Deuerlein 
Devöria, Eügäne. 
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kennen von ihm die schönen Stiche: Friedrich der Grosse in der Schlacht bei Leuthen, 
nach C. F. Schulz; die tiburtinische Sibylle, nach Steinle; die Aussetzung Mosis, 
nach Veit.  Die Behandlungsweise dieser Blätter ist brillant, die Zeichnung getreu 
und bestimmt und das Ganze harmonisch abgerundet. 
Deuerlein, Johann Hieronymus, Maler, kam im Jahr 1619 als Schüler zu dem 
Hofmaler Büler und wurde 1624 in die Lucas-Brüderschaft aufgenommen. Er malte 
ein im Chor der Peterskirche zu Würzburg befindliches Bild, den Triumph des Todes 
darstellend , und ein Votivbild im Kreuzgang des Doms. Dieses stellt den Maler und 
seine Frau, in knieender Stellung vor der Jungfrau Maria, dar und trägt, ausser dem in 
Wappen der Malerzunft mit den drei Schilden, nebiges Monogramm des Künstlers. ' 
Deurer, Ludwig, Historienmaler, geb. zu Mannheim im Jahr 1806, gest. daselbst 
1847, der Sohn des Nachfolgenden, besuchte die Kunstschule zu Nürnberg, dann die 
Akademie zu München und ging 1828 nach Rom, wo er ileissig studirte und sich zu 
einem tüchtigen Künstler ausbildete. Sein 1839 Vollendetes Bild: die Kreuzritter 
vor Jerusalem, zeichnete sich durch den gediegenen Ernst der Auffassung, die gross- 
artige Anlage, tüchtige Zeichnung und trelfliches Colorit aus. 
Deurer, Peter Ferdinand, Historien- und Porträtmaler, geb. im Jahr 1779 in 
Mannheim, gest. 1844 in München, machte seine Kunststudien in Düsseldorf und 
Kassel, und kam später nach Augsburg, wo er sich durch gelungene Porträts un- 
gemeinen Beifall erwarb und zur Belohnung für seine Verdienste, die er bei der Be- 
lagerung seinef Vaterstadt dadurch erwarb, dass er die Kunstschätze der dortigen 
Gallerie rettete, Gallerieinspektor und Professor an der Kunstschule wurde. 1826 gab 
er jedoch den Staatsdienst wieder auf, um in Rom ganz der Kunst zu leben. Dort 
machte er sich eine Copie der Grablegung Christi, nach Raphaels berühmtem Bild 
in der Gallerie Borghese zur Lebensaufgabe (jetzt in der grossherzoglichen Kunst- 
halle zu Carlsruhe) und legte eine schöne Sammlung älterer Gemälde an. 
Deutsch, Hans Rudolph, siehe Manual.  
Deventer, Jan Frederik van, ein Landschaftsrnaler, geb. 1822 zu Brüssel, genoss 
den Unterricht seines Oheims, des treiflichen Landschafts- und Thiermalers H. van 
de Sande Backhuysen in Gent und bildete sich unter dessen Leitung zu einem 
tüchtigen Künstler aus, dessen Landschaften seit 1841 auf den Kunstausstellungen 
erscheinen und Gefallen finden. 
Deveria, Achille, Maler und Lithograph zu Paris, machte sich zuerst durch Litho- 
graphien von Porträts, besondersvon Sängerinnen und Schauspielerinnen, von denen 
er mit Grevedon Yen 1830 an eine Sammlung herausgab, der späte;- eine historische 
Frauengallerie folgte, einen Namen. Später malte er religiöse Bilder, in denen das 
Streben hervortritt, ein gewisses religiöses, aber, wenn auch wahres, dennoch 
schwächliches un_d süssliches religiöses Gefühl zum Ausdruck zu bringen. Es herrscht, 
in ihnen daher meistens eine weichliche Sentimentalität vor, die oft sogar zur wider- 
wärtigen Coquetterie herabsinkt, obgleich ihnen das Verdienst einer gefalligen Com- 
position, einer ansprechenden Zierlichkeit in Form und Bewegung und einer eleganten 
Alläillllfllng nicht abgesprochen werden kann. Sie waren ihrer Zeit, bezeichnend für 
die religiöse Gefühlsweise der gleichzeitigen gebildeten Pariser YVelt, als Andachts- 
bilder für Privatkapellen, Oratorien und Boudoirs sehr beliebt und gesucht. So 
kennen wir: eine Kreuzigung; einen heil. Sebastian , dessen von Pfeilen durchbohr- 
ten Körper heilige Frauen vom Bauulß lüSbiuden; eine Himmelfahrt Maria; eine 
Verkündigung; eine Charitas; Glaube, Liebe, Hoffnung.  Das Porträt des Künstlers 
hat Boulanger gemalt. 
Deveria, Eugene, ein ausgezeichneter Historien-, Genre- und Porträtmaler zu Paris, 
der jüngere Bruder des Vorigen, befolgt in seinen geschichtlichen Darstellungen die 
moderne romantische Richtung der französischen Schule. Nachdem er sich durch einige 
Genrebilder: die von einem Grenadier vertheidigte Nonne, und dieselbe, die Wunde des 
Grenadiers verbindend (beide lith. v. Deveria), auch einige Kirchenbilder, bereit-s 
vortheilhaft bekannt gemacht, steigerte sich sein Ruhm besonders durch sein Pracht- 
bild: Heinrich des IV. Geburt (im Palast Luxembourg, lith. von A. Deveria), ein
        

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